13. September 2021 / 15:33 Uhr

Leichtathletik-Meeting im Waldstadion: Internationale Löwenspiele feiern Comeback nach Corona-Pause (mit Galerie)

Leichtathletik-Meeting im Waldstadion: Internationale Löwenspiele feiern Comeback nach Corona-Pause (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Da laufen sie wieder: Nach einem Jahr Corona-Pause herrschte bei den Löwenspielen am Wochenende wieder Hochbetrieb im Waldstadion. © Christoph Brandhorst
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Leichtathletik: Rund 400 Sportler starten an zwei Tagen im Löwenberger Land. Auch Stadionrekorde fallen wieder. Das Organisationsteam um LSV-Vorsitzenden Stephan Richter und Meeting-Chef Axel Klicks ist begeistert.

Stephan Richter ist eigentlich Volleyballer. Der Vereinschef des Löwenberger SV spielte jahrelang aktiv beim SV Lindow-Gransee am hohen Netz, ehe er beschloss, sich in seinem Heimatverein zu engagieren und dort in die großen Fußspuren seines Vorgängers Axel Klicks zu treten. Als LSV-Vorsitzender war er nun maßgeblich am Comeback der Internationalen Löwenspiele beteiligt, die am Sonnabend und Sonntag nach einem Jahr Corona-Zwangspause eine rauschende Rückkehr feierten. Das Leichtathletik-Virus hat dabei auch den Volleyballer Stephan Richter schnell infiziert, schließlich hatte auch er in jungen Jahren schon seine ersten Runden im Waldstadion gedreht. „Wenn heute die Staffeln starten, die ja immer ein Höhepunkt der Löwenspiele sind, schlägt das Herz höher“, sagte er.

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Rund 400 Sportlerinnen und Sportler haben das zweitägige Sportfest im Löwenberger Land zu einem vollen Erfolg gemacht. Meeting-Chef Klicks war begeistert und auch selbst ein wenig überrascht, welche Strahlkraft das Event auch im 27. Jahr seiner Austragung immer noch hat. „Es waren Athleten dabei, die sind gestern noch in Bayern gestartet und dann über Nacht hier hochgefahren, um bei den Löwenspielen am Start zu sein“, freute sich der Schulleiter der Löwenberger Libertas-Schule. Als er und Weggefährte Uwe Peter 1994 die Idee für solch ein Leichtathletik-Meeting hatten, war an diese Entwicklung gar nicht zu denken. Klicks weiß aber sehr wohl, warum die Wettbewerbe im Waldstadion heutzutage so gut ankommen: „Wir haben hier einen Standard erreicht, der seinesgleichen sucht: optische Weitenmessung, elektronische Zeitmessung, eine Videowand“, erzählt er, „wenn sogar bei Deutschen Meisterschaften noch mit dem Bandmaß rumgelaufen wird, kann sich das hier schon sehen lassen.“

Impressionen der 27. Internationalen Löwenspiele

Rund 400 Sportlerinnen und Sportler haben das zweitägige Sportfest im Löwenberger Land zu einem vollen Erfolg gemacht. Meeting-Chef Klicks war begeistert und auch selbst ein wenig überrascht, welche Strahlkraft das Event auch im 27. Jahr seiner Austragung immer noch hat. Zur Galerie
Rund 400 Sportlerinnen und Sportler haben das zweitägige Sportfest im Löwenberger Land zu einem vollen Erfolg gemacht. Meeting-Chef Klicks war begeistert und auch selbst ein wenig überrascht, welche Strahlkraft das Event auch im 27. Jahr seiner Austragung immer noch hat. © Christoph Brandhorst

Die Zufriedenheit und Anerkennung aller Beteiligten sind für Richter, Klicks und Co. der größte Lohn. Kerstin Paech, Trainerin beim SV electronic Hohen Neuendorf und seit jeher Stammgast bei den Löwenspielen, weiß das ganz genau. „Ich war so glücklich. Die Löwenspiele sind ein Muss für uns“, sagte sie. Der SV electronic stellte mit 36 Athletinnen und Athleten die stärkste Mannschaft. „Auch den Kindern hat es total gefallen. Besonders schön ist, dass man nicht lange auf die Siegerehrung warten muss, die ist direkt nach dem Wettkampf.“

Kurz vor dem Ende der 27. Internationalen Löwenspiele zog Axel Klicks am Sonntagnachmittag ein positives Fazit. „Wir sind nur leicht an der Euphorie vorbei“, bemerkte der Organisationschef des zweitägigen Leichtathletik-Meetings, „es ist wirklich traumhaft gelaufen.“ Nachdem das Sportfest vor einem Jahr pandemiebedingt pausieren musste, war der Anklang nun umso größer. Im Rahmen des Hygienekonzepts habe man erstmals auch die Besucherzahlen abseits der Athleten und Betreuer (Klicks: „Alle sind hochgradig dankbar, dass die Löwenspiele wieder stattfinden“) erfasst und sei überrascht gewesen vom großen Interesse. „Auch das Wetter hat mitgespielt, am Samstag hat es pünktlich nach der letzten Siegerehrung angefangen, zu regnen“, sagte Stephan Richter, Vorsitzender des ausrichtenden Löwenberger SV. Für jeden Stadionrekord wurden wieder die beliebten Plüschlöwen verteilt. „Wir liegen mindestens im zweistelligen Bereich“, sagte Klicks bereits am Sonntagnachmittag.

Rund 50 Kampfrichter waren im Einsatz

Natürlich schaut Klicks genau hin, wenn die heimischen Sportler vom LSV an den Start gehen. Auf die 1,40 Meter von Johanna Beil, die damit die U14-Hochsprung-Konkurrenz für sich entschied, sei er stolz. Auch im Dreisprung gab es Medaillen für den Ausrichter. Und im Wurfbereich der Senioren überzeugten einmal mehr Petra und Bert Fiedler. „Dass wir vollständig besetzte Seniorenkonkurrenzen hatten, ist ohnehin eine Seltenheit“, so Klicks. Stephan Richter ist sicher: „Das unterstreicht den Status der Löwenspiele.“ Doch was sind bei all der Euphorie die Hürden, die vor einem Sportfest dieser Größenordnung zu überwinden sind? „Kampfrichter zu finden, ist immer schwer“, sagt Richter. „Doch selbst das war in diesem Jahr kein Problem. Wir hatten schnell um die 50 Helfer zusammen, das ist sehr ordentlich.“