29. Mai 2018 / 10:29 Uhr

Leihen, Lauern, Löhnen: Das ist die aktuelle Transferstrategie von Hannover 96

Leihen, Lauern, Löhnen: Das ist die aktuelle Transferstrategie von Hannover 96

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Manager Horst Heldt wird noch weitere Spieler verpflichten.
96-Manager Horst Heldt wird noch weitere Spieler verpflichten.
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Drei Spieler hat Hannover 96 bisher verpflichtet. Dabei soll es aber nicht bleiben. Der Sportbuzzer erklärt die Transferstrategie von Hannover 96.

Im Transfersommer wächst das neue 96 ähnlich schnell wie im vergangenen Jahr. Torwart Mi­chael Esser, Matthias Ostrzolek und Pirmin Schwegler unterzeichneten bis zum 7. Juni alle bei 96. Dieses Jahr stießen bisher Torwart Leo Weinkauf, Takuma Asano und Kevin Wimmer dazu. Aber damit ist noch lange nicht Schluss. 2017 kamen die teuren Jonathas (10 Millionen Euro) und Ihlas Bebou (5 Millionen) erst im August. Der Sportbuzzer erklärt die aktuelle 96-Transferstrategie.

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Leihen: Ersatzspieler großer Clubs versuchen so schnell wie möglich unterzukommen – die Kaufpreise schießen hoch, gerade in England. Deshalb lieh 96 Asano (Arsenal) und Wimmer (Stoke) nur aus. Die Miete für ein Jahr ist ein Modell ohne hohes Risiko, allerdings auch ohne Wertschöpfung. Bei Wimmer ist die Kaufoption so hoch (12 Millionen Euro), dass er kaum bezahlbar sein wird. Spieler und Club sehen die kommende Saison als Chance.

Das sind die Transfergerüchte bei Hannover 96 zur Saison 2018/19 (Stand: 29. Mai 2018):

Neuzugang (möglich): Milan Badelj, derzeit AC Florenz Zur Galerie
Neuzugang (möglich): Milan Badelj, derzeit AC Florenz ©
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Lauern: Aues Pascal Köpke (22) zum Beispiel muss Aue für 800 000 Euro ziehen lassen. Hertha BSC und 96 sind im Rennen, 96 bekäme angeblich für 1,5 Millionen Euro den Zuschlag. Verlockend für einen Stürmer, der in drei Serien dreimal zehn Treffer erzielte. Alternative Transferbeute wäre Union-Berlin-Stürmer Steven Skrzybski (25). Bis Donnerstag muss sich ein Bundesligaclub finden, der 3,5 Millionen Euro für ihn bezahlt. Der Berliner traf in der vergangenen Saison 14-mal.

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Löhnen: Für Salif Sané, Martin Harnik und Felix Klaus kassierte 96 knapp 13,5 Millionen Euro. Elf Millionen Euro sind nach den beiden Leihgeschäften noch übrig. Für Vincenzo Grifo (25/Gladbach) wären zehn Millionen Euro fällig. Grifo, der soeben seiner Vanessa das Ja-Wort gab, würde auch zu 96 als begehrter Klaus-Nachfolger Ja sagen. Löhnen muss 96 sowieso mehr als eingenommen wurde. Ein Ersatz für Harnik, ein Sechser und ein Innenverteidiger werden gesucht. Qualität ist teuer, aber es könnte sich lohnen zu warten. Im August steigen die Engländer aus diesem Transfersommer aus. Der Transfer-Brexit kühlt die überhitzten Preise ab. Zumindest ist das die Hoffnung bei Clubs wie 96.