30. Januar 2021 / 20:23 Uhr

Leipzig bleibt oben dran: Nkunku schießt RB zum Sieg gegen Leverkusen

Leipzig bleibt oben dran: Nkunku schießt RB zum Sieg gegen Leverkusen

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Französisches Tänzchen nach dem 1:0: Torschütze Christopher Nkunku und Landsmann Dayot Upamecano.
Französisches Tänzchen nach dem 1:0: Torschütze Christopher Nkunku und Landsmann Dayot Upamecano. © Picture Point
Anzeige

Der Top-Spiel-Fluch ist endgültig passé. RB Leipzig legt gegen Bayer 04 Leverkusen in der zweiten Halbzeit eine ordentliche Schippe drauf, gewinnt verdient 1:0. Christopher Nkunku macht das goldene Tor.

Leipzig. In einer umkämpften Partie sichert sich RB Leipzig drei ganz wichtige Punkte. Mit einem 1:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen bauen die Messestädter den Abstand auf ihren direkten Verfolger in der Bundesliga auf sechs Zähler aus. Es ist ein Top-Spiel in der Red-Bull-Arena, das ist klar. Denn obwohl die Riesen-Chancen ausbleiben, gehen die Hausherren offensiv in die Partie. RB erspielt sich schon in der vierten Minute eine erste Möglichkeit: Nach einer guten Kombination schießt Christopher Nkunku das Leder aber leider über das Tor von Leverkusen-Keeper Lukas Hradecky.

Anzeige

Sabitzers Tor zählt nicht

Obwohl das robuste Spiel keine wirklichen Abschlüsse zulässt, zeigt sich die Defensive auf beiden Seiten stabil. Vor allem Dayot Upamecano macht seine Arbeit gut, kann sich in der Abwehr fast problemlos gegen Leverkusens Leon Bailey durchsetzen. Zwar setzt die Werkself auf die Schnelligkeit des Jamaikaners, spielt viele hohe Bälle in die Mitte. Der kann aber weder mit Tempo, noch körperlich gegen Leipzigs Abwehr-Biest ankommen.

DURCHKLICKEN: Bilder von Duell mit Leverkusen im Januar 2021

Mit einem glanzlosen aber ganz wichtigen 1:0-Heimerfolg gegen Bayer 04 Leverkusen hat RB Leipzig den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Den Treffer des Tages erzielte Christopher Nkunku. Zur Galerie
Mit einem glanzlosen aber ganz wichtigen 1:0-Heimerfolg gegen Bayer 04 Leverkusen hat RB Leipzig den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Den Treffer des Tages erzielte Christopher Nkunku. ©

Nach fast einer Viertelstunde schafft es Kapitän Marcel Sabitzer, den Ball ins Netz von Hradecky zu befördern, allerdings steht er beim Zuspiel von Angelino im Abseits – der Treffer zählt nicht. Im Mittelfeld sind die Bälle besonders umkämpft, das Tempo auch in den Passkombinationen sehr hoch. Beide Teams suchen Offensivaktionen, RB zeigt sich dabei etwas strukturierter. Angelino schießt nach Vorlage von Dani Olmo in der 18. Minute übers Tor, Tyler Adams versucht es kurz darauf nach Zuspiel von Alexander Sörloth, aber Hradecky hält den abgefälschten Ball.

Anzeige

Ob es an der guten Defensive liegt, dass auf beiden Seiten keine zwingenden Torchancen zustande kommen, oder ob die Offensive nicht gut genug ist, ist unklar. Dabei stimmen in der Partie Tempo und Technik definitiv bei beiden Teams.

Nkunku erlöst RB

Nach etwas mehr als einer halben Stunde landet der Ball dann auch einmal in Peter Gulacsis Netz. Glück für die Roten Bullen: Bailey steht deutlich im Abseits und der Treffer zählt nicht. Das Spiel wird etwas physischer, die Zweikämpfe etwas härter. Schiedsrichter Harm Osmers geht aber (noch) sparsam mit den gelben Karten um. Kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit entsteht noch eine Gemengelage, die der Unparteiische aber auch nur mit Worten zu beruhigen weiß. Trainer Julian Nagelsmann passt es überhaupt nicht, dass eine Aktion von Moussa Diaby an Adams ungeahndet bleibt. „Das war eine klare Tätlichkeit“, ist vom Bullen-Coach zu hören. In die Pause geht es ohne Tore.

Als Osmers wieder anpfeift, macht RB offensiv weiter. Und die Roten Bullen treffen nun endlich. In der 51. Minute versucht es Nkunku, sein Schuss wird aber zunächst von Timothy Fosu-Mensa abgewehrt. Er kann das Leder aber zurückerobern, lässt unter anderem auch Florian Wirtz stehen und donnert die Kugel in die linke Ecke. 1:0 für die Leipziger.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

So hat SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf gegen Leverkusen gesehen: Zur Galerie
So hat SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf gegen Leverkusen gesehen: ©

Gulacsi hält den Sieg fest

Die erste gelbe Karte des Spiels gibt es in der 60. Minute für den gerade eingewechselten Karim Bellarabi, der Angelino von den Socken fegt. Die Gastgeber lassen sich davon nicht aufhalten, machen weiter, greifen an. Die Partie gestaltet sich offener, hat mehr Feuer, offensivere Aktionen. In der 61. Minute knallt Sörloths Schuss gegen den Pfosten – der 12. Alu-Treffer von RB in dieser Saison – und als Olmo nachlegen will, zeigt sich Leverkusens Schlussmann von seiner besten Seite.

In der 70. Minute wechselt Nagelsmann doppelt: Sörloth muss für Yussuf Poulsen den Platz räumen, Nkunku geht für Justin Kluivert raus. Damit soll im Sturm und über den Flügel frischer Wind in die Partie kommen, denn RB geht auf das 2:0, soviel ist klar. Allerdings will auch Leverkusen Nägel mit Köpfen machen und bleibt mutig. In diesem Sinne versucht sich Lucas Alario, Peter Gulacsi pariert zwar, aber der Ball prallt ab. Patrik Schick will nachlegen, aber Pete „The Wall“ greift zu. Ohnehin stand der ehemalige Leipziger im Abseits. Schön für den ungarischen Nationalkeeper: Er belohnt sich bei seinem 150. Bundesliga-Einsatz mit einem weiteren Zu-Null-Spiel.