13. August 2019 / 18:11 Uhr

Leipzig Tennis Open 2019: Grabher endlich auf oberstem Treppchen?

Leipzig Tennis Open 2019: Grabher endlich auf oberstem Treppchen?

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Julia Grabher nimmt die gelbe Filzkugel ins Visier.
Julia Grabher nimmt die gelbe Filzkugel ins Visier. © imago images
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Die junge Österreicherin stand schon zweimal im Finale in Leipzig. „Schade, dass Leipzig noch in meiner Sammlung fehlt. Vielleicht klappt es diesmal“, blickt Julia Grabher optimistisch voraus.

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Leipzig. Seit gestern sind die Vorgeplänkel bei den Leipzig Open vorbei. Beim auf der LTC-Anlage im Sportforum stattfindenden ITF-Tennis-Weltranglistenturnier der Damen wurde die Qualifikation abgeschlossen. Unter den acht Spielerinnen, die sich gestern noch einen Platz im 32-köpfigen Hauptfeld sichern konnten, befinden sich drei deutsche. Damit nehmen nun immerhin neun deutsche Spielerinnen den Kampf um den mit 25 000 Dollar Preisgeld plus Hospitality dotierten Turniersieg auf. Doch Masse bedeutet noch lange nicht Klasse. Auch bei den vorherigen fünf Turnieren waren deutsche Spielerinnen zahlenmäßig immer stark vertreten, mit dem Ausgang des Turniers hatten sie aber nichts zu tun, schafften es bisher noch nicht einmal bis ins Halbfinale. Zumindest auf dem Papier zählt erneut keine der deutschen Spielerinnen zum engsten Favoritenkreis.

Grabher spielte im Fed-Cup-Team

Nummer eins der Setzliste ist mit Julia Grabher eine 23-jährige Österreicherin, die in den letzten drei Jahren dem Titelgewinn immer sehr nahe war. 2016 und im Vorjahr stand sie im Endspiel, wo sie jeweils jungen Russinnen unterlag. 2017 schaffte sie es bis ins Halbfinale. Die in Vorarlberg beheimatete 1,70 Meter große Spielerin ist seit 2015 beständig die Nummer eins oder zwei in Österreich. Seitdem kam sie schon auf 13 Einsätze im Fed-Cup-Team ihres Landes. Bei ITF-Turnieren erkämpfte sie bisher schon je sieben Einzel- und Doppel-Titel. „Schade, dass Leipzig noch in meiner Sammlung fehlt, obwohl ich so dran war. Vielleicht klappt es ja diesmal. Doch die Konkurrenz ist sehr ausgeglichen“, blickt Julia Grabher voraus. Sie bestreitet am Mittwoch ab 11 Uhr ihr Auftaktspiel gegen die deutsche Qualifikantin Vivien Heisen (Blau-Weiß Berlin).

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Mit dem erhofften Turniersieg, der stattliche 60 Punkte bringt, würde Julia Grabher auch viel für ihre Platzierung in der Weltrangliste tun. In der ist die Österreicherin aktuell nur die Nummer 252, und höher als auf den 198. Platz, den sie am 19. März 2018 einnahm, brachte sie es noch nie. Deshalb blieb ihr auch bisher die Teilnahme an den ganz großen Turnieren weitgehend verwehrt. So auch an den US Open in New York, die am 19. August mit der Qualifikation beginnen. Das ist exakt ein Tag nach dem Endspiel der Leipzig, was zugleich terminlich ein Problem für das heimische Turnier darstellt. Denn allein schon vom Preisgeld sind die US Open sehr attraktiv, und zur Teilnahme an der Qualifikation reicht ein Weltranglistenplatz bis um die 200.

US Open sind sehr attraktiv

Einen solchen nimmt inzwischen die russische Vorjahressiegerin Varvara Flink längst ein. „Natürlich wäre ich gern angetreten, um meinen Titel zu verteidigen. Doch dann hätte bei der Umstellungen der Zeit und auf Hartplatz eine Teilnahme bei den US Open für mich überhaupt keinen Sinn gemacht“, so Flink. Die 22-jährige Russin, die für den Bundesligisten Blau-Weiß Dresden-Blasewitz spielt, bestreitet in dieser Woche das mit 60 000 Dollar Preisgeld dotierte ITF-Turnier in Concord im US-Bundesstaat Massachusetts.

Rolf Becker

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