10. August 2022 / 13:49 Uhr

Leipzig-Rückkehrer Timo Werner erklärt: Darum gelang der Durchbruch beim FC Chelsea nicht

Leipzig-Rückkehrer Timo Werner erklärt: Darum gelang der Durchbruch beim FC Chelsea nicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werner ist zurück in Leipzig und wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt.
Timo Werner ist zurück in Leipzig und wurde am Mittwoch offiziell vorgestellt. © IMAGO/Picture Point LE
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In seiner ersten Pressekonferenz nach seiner Rückkehr zu RB Leipzig sprach Timo Werner auch über seine nicht immer glückliche Zeit beim FC Chelsea. Ausschlaggebend für seinen Wechsel war vor allem die Perspektive, sich für die WM zu präsentieren. 

Neuer Klub, neues Glück: Timo Werner will sich bei RB Leipzig wieder zu einem Top-Torjäger schießen – und zur WM. Nach zwei unglücklicheren Jahren beim FC Chelsea in der Premier League will der 26-Jährige wieder voll angreifen und sich bei seinem (Ex-)Klub das WM-Ticket sichern. Sogar die Torjägerkanone in der Bundesliga nimmt er ins Visier: "Ich gebe mein Bestes, um wieder in den Modus zu kommen, so viele Tore schießen zu können", sagte Werner am Mittwoch bei seiner Vorstellung. Doch auch die Zeit bei Chelsea ließ der DFB-Stürmer noch einmal Revue passieren und erklärte, warum er die riesigen Erwartungen in London nicht erfüllen konnte.

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"Im ersten Jahr war es wahrscheinlich das erfolgreichste Jahr, das ich überhaupt hatte", blickte Werner zurück und erklärte: "Nicht persönlich – da gab es bessere Jahre. Aber ich glaube, das erste Jahr wurde immer ein bisschen schlechter hingestellt, als es eigentlich war. Ich war bei Chelsea Top-Scorer. Wir haben die Champions League gewonnen. Da konnte man eigentlich nicht viel mehr verlangen. Das war mein erstes Jahr England", stellte er klar.

Im zweiten Jahr seien die Umstände dann etwas unglücklicher gewesen: "Ich hatte im ersten Jahr ein paar Fehlschüsse. Dann habe ich glaube ich einen neuen Rekord aufgestellt, mit VAR-Entscheidungen, die gegen mich gewertet worden sind. Den wird auch so schnell niemand brechen", scherzte Werner, übte dann aber wieder ehrliche Selbstkritik: "Das waren alles Punkte, die im zweiten Jahr dazu geführt haben, dass das Selbstvertrauen ein bisschen nach unten gegangen ist. Dann kam Corona, dann kam eine Verletzung. Das hat alles dazu beigetragen, dass mein Standing in der Mannschaft ein bisschen gesunken ist. Das hat sich bis heute nicht mehr so richtig erholt." Der Wechsel sei, daher nun "ein logischer Schritt, vor allem um mehr zu spielen."

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Das erklärte Ziel ist für den gebürtigen Stuttgarter vor allem die WM-Endrunde mit der Nationalmannschaft im Winter: "Man hat in diesem Jahr eine WM. Eine WM kommt in einer Spielerkarriere nicht zu oft vor. Da will man sich optimal darauf vorbereiten. Und deswegen will man so viel spielen wie es geht", sagte Werner. Dass die Wahl dabei auf Leipzig gefallen ist, habe einen einfachen Grund: "Ich komme jetzt auch relativ spät zu einer Mannschaft. Mein Wechsel war nicht so, dass ich eine ganze Vorbereitung mitgemacht hätte. Deswegen war für mich auch wichtig, dass ich in ein Umfeld komme, wo ich Mitspieler habe, die ich kenne. Wo ich weiß, wie sie spielen, wo sie wissen, wie ich spiele." Die Euphorie um seinen Wechsel wollte Werner indes etwas bremsen: "Jetzt vom Messias in Leipzig zu reden, passt nicht."

Nachdem er am Mittwoch bereits erstmals mit der Mannschaft trainierte und mit einem Spalier von den Mitspielern empfangen wurde, könnte er womöglich bereits am Wochenende sein Comeback im RB-Dress geben. Am Samstag spielt Leipzig gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr, Sky). Ob er dann bereits mitspielen werde, überließ Werner Trainer Domenico Tedesco: "Wenn der Trainer denkt, ich bin fit genug, dann freue ich mich."