11. Oktober 2019 / 19:55 Uhr

Leipziger Judoka René Kirsten sorgt für goldenen Freitag in Marrakesch

Leipziger Judoka René Kirsten sorgt für goldenen Freitag in Marrakesch

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Die Judoka Manuel Viehweg (links) und René Kirsten bei der Veteranen-WM in Marrakesch
Die Judoka Manuel Viehweg (links) und René Kirsten bei der Veteranen-WM in Marrakesch
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Für den Judoka René Kirsten ging am Freitag ein großer Traum in Erfüllung: Der Leipziger holte bei der Veteranen-WM in Marrakesch den Titel in der 100-Kilo-Klasse.

Marrakesch/Leipzig. Er hat hart für diesen Erfolg gearbeitet, am Freitag ging sein Traum in Marokko in Erfüllung: Der Leipziger JCL-Judoka René Kirsten sicherte sich bei der Veteranen-WM in Marrakesch den Titel in der 100-Kilo-Klasse. Im Finale der jüngsten Altersklasse (30) besiegte er den Algerier Rabah Lamri mit 3:1 Strafen.

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Unter den 577 WM-Startern sind allein 190 Franzosen. Die waren auch in Kirstens Halbschwergewicht (100 kg) mit vier von sieben Startern in der Überzahl. Doch keiner konnte dem Sachsen das Wasser reichen. Erst bezwang der Leipziger zwei Franzosen, danach auch den Algerier vorzeitig. Der 34-jährige Sachse hatte sich intensiv vorbereitet. „Seit Juni hatte ich von Dienstag bis Samstag täglich zwei Trainingseinheiten. Sonntags war Sauna, nur montags komplett frei.“ Sein Ziel lautete klipp und klar Medaille. Als Ex-JCL-Kapitän Norbert Fleischer am Freitag die Auslosung sah, meinte er: „René gewinnt das Ding.“

Kirsten wollte mindestens ’ne Medaille

Kirsten ist Kampfsportler durch und durch. Sein Motto „Wettkampf ist das beste Training“ würden die JCL-Bundesliga-Chefs gern vom gesamten Team so klar und deutlich hören. Der Modellathlet steht von Ende August bis kurz vor Weihnachten jede Woche auf der Wettkampf-Matte, denn er ist in den vergangenen Jahren auch zum Leistungsträger und sogar zum Kapitän der KFC-Ringer in der Regionalliga geworden. Dort kämpft der Blondschopf im freien Stil. In der Judo-Bundesliga war seine WM-Generalprobe vor sechs Tagen gegen Abensberg zwar nicht von Erfolg gekrönt. Doch gegen Ex-Weltcupsieger Marc Odenthal (28) schlug sich der Ex-Kamenzer wacker und stimmte sich auf die WM ein.

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Nach Marokko begleitet wurde René Kirsten von seinem langjährigen Kumpel und JCL-Kollegen Manuel Viehweg. „Er sollte eigentlich als Trainer mitfliegen. Irgendwann habe ich dann zu Manu gesagt: Eigentlich kannst du auch mitmachen.“ Viehweg hat in den vergangenen zwei Jahren 26 Kilo abgenommen, wurde dadurch vom Schwergewichtler wieder zum 100-Kilo-Mann. Der ein Jahr ältere Athlet startet am Sonntag also in der gleichen Gewichtsklasse wie Kirsten – aber in der AK 35. Dann wird René Kirsten am Mattenrand anfeuern und coachen. Für beide hat das WM-Abenteuer 750 Euro gekostet, einen Teil der Summe haben neben privaten Förderern der JCL und das Bushido-Sportcenter gesponsert.

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