05. Januar 2020 / 19:30 Uhr

Leipziger Montagskicker holen zum vierten Mal den Cup in Borna

Leipziger Montagskicker holen zum vierten Mal den Cup in Borna

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Leipziger Montagskicker schnappen sich zum vierten Mal den Cup in Borna.
Die Leipziger Montagskicker schnappen sich zum vierten Mal den Cup in Borna. © Steffen Colditz
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Am Ende gab es den beinahe schon gewohnten Sieger: die Leipziger „Montagskicker“ gewannen das Finale des „5. Alte Herren Mercedes Benz Kühne Cups“ zum vierten Mal – im Finale wurden die Oldies des FC Erzgebirge Aue mit 2:1 geschlagen.

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Borna. Das Siegerteam zeigte, dass eine Kooperation der großen Vereinen der Stadt möglich ist, wenn auch nur auf Basis ehemaliger Aktiver. Denn die Montagskicker - sie treffen sich einmal in der Woche zum Kicken in der Soccer World - sind eine Auswahl ehemaliger Akteure von VfB und Lok, Chemie und FC Sachsen, SSV Markranstädt sowie von RB.

Die Montagskicker bestehen aus ehemaligen Spielern der 3. und 4. Liga sowie Handballer Erik Göthel. Sie sind keineswegs nur eine Spaß-Truppe, sondern wollen als ehemalige Leistungssportler immer wieder gewinnen - jedoch lieber mit spielerischen Mitteln als zu stark mit kämpferischen Tugenden. Diesmal fehlten jedoch Ronny Kujat, Markus Wulftange und Erik Göthel, auch ein Torhüter wurde vermisst. So hütete RB-Co-Trainer Robert Klauß den Kasten. Der 35-Jährige wurde sogar zum Matchwinner, als er im Finale 45 Sekunden vor Ultimo mit nach vorn ging und einen indirekten Freistoß verwandelte.

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Chemie fängt sich

Etwa 200 Zuschauer verfolgten spannende Kicks unterm Hallendach. Erzgebirge Aue mit Kunze, Tautenhahn, Lucic und Jank, Zwickau mit Hempel, Scheithauer und dem ältesten Teilnehmer des Tages, Roland Stemmler (72), Titelverteidiger Chemie Leipzig mit Virag, Oswald, Pinder, Ferl und Leitzke sowie eben die Montagskicker mit Jülich, Bruhnke, Wuttke und eben Klauß stellten die prominentesten Spieler. Anfangs lief das Turnier in gewohnten und erwartbaren Bahnen, die Favoriten siegten. Bis der Titelverteidiger erstmals das Parkett betrat: Chemie kassierte gegen den Bornaer SV eine 1:4-Niederlage. Danach Zweckoptimismus: „Letztes Jahr verloren wir unser erstes Spiel gar mit sechs Gegentoren, gewann aber am Ende noch. Das klappt heute auch noch“, sagte Chemie-Mittelfeldlegende Manfred Graul, der als Coach vor Ort half.

Borna düpierte auch Zwickau mit 4:1, wurde später Gruppenerster. Chemie fing sich tatsächlich, gewann gegen Zwickau 5:3 und sicherte sich den zweiten Platz und zog somit ins Halbfinale ein. In der anderen Gruppe schafften das Aue und die Montagskicker, die sich 1:1 trennten und nur ein Tor Unterschied aufwiesen.

Beide gewannen ihre Halbfinals dann knapp (Montagskicker gegen Borna 2:0, Aue gegen Chemie 1:0), und trafen im Finale erneut aufeinander. Dieses Mal triumphierten die Leipziger dank des späten Klauß-Treffers. Chemie musste sich im Spiel um Platz 3 mit 3:5 nach Neunmeterschießen (2:2 nach regulärer Spielzeit) gegen Borna geschlagen geben. Jens Fuge, bjs, fs

Montagskicker: Jülich (3), Krosse, Klauß (2), Kipping (2), Räbsch, Brunke (4), Gruhne (1), Wuttke (1), Moritz (1), Knoof (3). Chemie: F. Schöne, Virag (1 Tor), Pinder, Oswald (1), Radojicic (1), Kittler (1), Leitzke (2), Ferl (3), Rahnefeld (4).