25. April 2019 / 21:57 Uhr

Leipziger Motorsportler Marvin Kirchhöfer geht auf Titeljagd

Leipziger Motorsportler Marvin Kirchhöfer geht auf Titeljagd

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Der Leipziger Motorsportler Marvin Kirchhöfer will sich den Titel mit einer Corvette C7 GT3-R holen.
Der Leipziger Motorsportler Marvin Kirchhöfer will sich den Titel mit einer Corvette C7 GT3-R holen. © pro MK
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Der 25-jährige Leipziger und Teamkollege Markus Pommer werden mit einer Corvette C7 GT3-R (600 PS) starten und wollen den Titel. Siegkandidaten gibt es viele: 19 Teams treten zu den ersten zwei von insgesamt 14 Saisonrennen an.

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Leipzig/Oschersleben. An allen Ecken und Enden der Welt, aber auch vor der Haustür ist die Motorsport-Saison schon voll im Gang. Formel1, WM-Läufe der Motorrad-Profis oder Motocross-Spezialisten sowie Supersportwagen-Spektakel faszinieren die Fans. Am Wochenende feiert das ADAC GT Masters in der Motorsport-Arena Oschersleben seinen Auftakt. Der Leipziger Marvin Kirchhöfer (25) und Teamkollege Markus Pommer (28/Neckarsulm) werden mit einer Corvette C7 GT3-R (600 PS) starten. Siegkandidaten gibt es viele: 19 Teams treten zu den ersten zwei von insgesamt 14 Saisonrennen an.

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Langeweile kommt garantiert nicht auf. Ein erfolgreicher Jahresbeginn in Australien, Team-Treffen in der Schweiz, Leistungsmix in Monza, Fun-Arbeit in Spa und dann „daheeme“ in Leipzig: „Das waren sehr entspannte Tage mit Besuch bei Familie und Freunden. Das tat mal gut“, sagt Vielfahrer Marvin Kirchhöfer bestens gelaunt, schon mittendrin in seiner dritten Saison im GT-Sport.

Der bei R-Motorsport (Aston Martin) unter Vertrag stehende superschnelle Sachse wird überwiegend seine Rennen in der Blancpain GT World Challenge Europe als auch im Blancpain Endurance Cup für das Team aus der Schweiz bestreiten, wird aber auch vom DTM-Neueinsteiger für die Liga der Supersportwagen an Callaway Competition freigestellt. Dass die Leistungsdichte in der Liga der Supersportwagen wieder hoch sein wird, deutete sich bereits beim Vorsaisontest an: Mit Audi, Porsche, Corvette und Ferrari gelang vier der acht vertretenen Marken in den sechs Testsessions mindestens eine Bestzeit.

Kirchhöfer will am Wochenende unter die Top 7

Oschersleben, Rückblick. Im Mai 2013 zum Start des ATS-Formel-3-Cups stemmte die große Rennsporthoffnung den Siegerpokal in die Höhe. Es folgten weitere Erfolgskapitel. Junge, wie die Zeit vergeht. „Neues Jahr, neues Glück. Nach dem scharfen Start werden wir sehen, wohin die Reise geht. Auf alle Fälle ist der Titel unser Ziel“, schaut Kirchhöfer gespannt der ersten Masters-Prüfung entgegen. MK und PS sind untrennbar verbunden. Der Spruch „Ich bin ein Adrenalin-Junkie“ ist aktueller denn je. Die Strecke ist ein „bisschen knifflig, nicht ganz auf unseren Boliden zugeschniten. Stark war es immer auf dem Red-Bull-Ring oder in Hockenheim“, sagt Marvin Kirchhöfer, der im maßgeschneiderten Rennanzug aus Italien Gas geben wird. „Schaffen wir es am Wochenende unter die Top7, wäre ich persönlich zufrieden.“

Fabian Vettel debütiert in der „Liga der Supersportwagen“

Im Mittelpunkt des Interesses wird auf Deutschlands nördlichster Rennstrecke auch Fabian Vettel stehen. Der jüngere Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel debütiert in der „Liga der Supersportwagen“. Kirchhöfers Vorjahres-Partner und Rekordsieger Daniel Keilwitz – das Duo belegte 2018 in der Endabrechnung Platz drei – startet mit Aston-Martin-Werksfahrer Maxime Martin (33/Belgien). Mit T3-Motorsport versucht sich nach Jahren der Abstinenz wieder ein Rennstall aus dem Osten Deutschlands. Die deutsch-österreichische Paarung setzt sich zusammen aus den beiden 19-jährigen Piloten Simon Reicher und dem Dresdner Maximilian Paul (Audi R8 LMS).

Immer Gas gegeben hat die Familie, vor allem Uwe Baade unterstützt die PS-Leidenschaft seines Sohnes enorm. Immer ein Thema war der finanzielle Spagat in der teuren Motorsportwelt. „Die Jahre werden dank starker Partner entspannter und es eröffnen sich neue Perspektiven“, sagt der 55-Jährige und bringt den Charity-Gedanken nahe. Gemeinsam mit dem Sportwagenclub Leipzig werden soziale Projekte unterstützt.

Seit Längerem ist Marvin Kirchhöfer für das Myelin-Projekt unterwegs. Klare Ansage: Der Junior-Schirmherr hilft weiterhin mit Turbo und Herz. Bei den Testtagen in Oschersleben freute er sich über den Besuch von Toni, seinem Helden. Kirchhöfer teilte dort auch mit, dass er beim Rennen im tschechischen Most (17. bis 19. Mai) mit dem Logo des Myelin-Projekts auf der Motorhaube fahren wird. Möglich macht es Sponsor „Valeo Immobilien-Grundbesitz GmbH“ aus Halle.

Beide Rennen werden am Sonnabend und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live von SPORT1 übertragen.