24. Juni 2019 / 15:31 Uhr

Leipziger Pokalfinal-Wochenende und Lipsiade: Macht die Hitze dem Fußball den Garaus?

Leipziger Pokalfinal-Wochenende und Lipsiade: Macht die Hitze dem Fußball den Garaus?

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Wenn die Kicker bei hohen Temperaturen ran müssen, hilft meist nur der Wassereimer.
Wenn die Kicker bei hohen Temperaturen ran müssen, hilft meist nur der Wassereimer. © Alexander Prautzsch
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Zum Abschluss der Saison wird am kommenden Wochenende in Leipzig noch einmal gekickt. Unter anderem stehen die Endspiele im Stadtpokal und die Lipsiade an. Der SPORTBUZZER hat nachgefragt, ob bei zu erwartenden Hitzerekorden überhaupt angepfiffen wird.

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Leipzig. Ärzte und Wissenschaftler warnen bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke regelmäßig vor exzessivem Sporttreiben, vor allem in den sonnenintensiven Stunden des Tages. Organisatoren und Teilnehmer von Wettbewerben stellen Hinweise dieser Art vor Probleme. Von der für die letzte Juni-Woche angekündigten Hitzewelle ist in Leipzig auch der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) mit seinen Vereinen betroffen. Konkret stehen am kommenden Wochenende die Stadtpokal-Endspiele der Herren, der Ü35- und Ü40-Senioren sowie der Frauen auf dem Plan. Außerdem steigen die Junioren-Fußballwettbewerbe im Rahmen der Lipsiade auf dem Gelände des TuS Leutzsch.

Wenn nichts hilft, hilft der Rasensprenger

„Für den Nachwuchsbereich gibt es zwar eine Temperaturbegrenzung nach unten, nach oben allerdings nicht“, weiß Marianne Wenzel, Jugendausschusschefin des FVSL. Formell gebe es also keine Möglichkeit, die geplanten Partien abzusagen. Dennoch wird am Samstag und Sonntag bei den D- bis F-Junioren nicht um jeden Preis gespielt. „Wenn es so heiß wir wie angesagt und wir langsam an die 35-Grad-Marke rankommen, pfeifen wir nicht an.“ Im Fall der Fälle würde es auch keinen Nachholtermin geben. „Es handelt sich nicht um Meisterschafts- oder Pokalspiele. Das Fußballjahr endet am 30. Juni.“ Leicht werde man sich die Entscheidung indes nicht machen, vor allem auch weil die ausrichtenden Leutzscher sich im Vorfeld viel Mühe gegeben hätten. „Wenn sich die Hitze im Rahmen hält, setzen wir auf Eimer am Spielfeldrand, Trinkpausen und natürlich den bei Kindern beliebten Rasensprenger“, so Wenzel.

Sport bei Hitze: Ein Sportmediziner gibt Tipps

Ob sich die Herren, Senioren und Frauen in ihren Finals auf dem Gelände der SG Bienitz unter den Rasensprenger stellen wollen? Denkbar wäre das durchaus, denn auch hier gibt es keine in den Statuten festgelegten „Hitzeregelungen“. „Wir werden abhängig von er Wetterprognose gemeinsam mit den beteiligten Teams, den Schiedsrichtern und dem Ausrichter individuell entscheiden“, sagt FVSL-Vizepräsident Oliver Gebhardt. „Eine Gesundheitsgefährdung der Spielerinnen und Spieler muss um jeden Preis ausgeschlossen werden.“

Ab wann eine solche individuelle Entscheidung in Frage kommt, will Gebhardt sich indes nicht entlocken lassen. „Ich denke aber, da müssten schon annähernd 40 Grad erreicht werden.“ Der Platz der SG Bienitz bietet wie die meisten Fußballfelder keinen Schatten. Lediglich die Zuschauer können sich über den einen oder anderen Baum am Rand freuen. „Wir werden in jedem Fall Eimer bereitstellen und die Unparteiischen werden die Partien für Trinkpausen unterbrechen. Und vielleicht hilft am Ende dann doch auch der Gartenschlauch.“