22. Februar 2021 / 10:02 Uhr

Leipziger Regionalliga-Volleyballer können mit Saisonabbruch gut leben

Leipziger Regionalliga-Volleyballer können mit Saisonabbruch gut leben

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
DRESDEN, GERMANY - JUNE 19:  player reach for the ball during the volleyball Women World Championships Qualifiers between Germany and Poland on June 19, 2005 in Dresden, Germany.  (Photo by Christian Fischer/Bongarts/Getty Images)
Volleyball wird in dieser Saison nur noch in der 1. und 2. Bundesliga gespielt - der restliche Spielbetrieb wird für diese Saison nicht wieder aufgenommen. © Getty Images
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Die Verantworlichen der L.E. Volleys II und des TSV Leipzig sind froh über die frühe Sommerpause, die der Saisonabbruch mit sich bringt - zumal bei einem Restart weder Spielpraxis noch Ballgefühl dagewesen wären. So können die Beteiligten nun wenigstens versuchen, die neue Spielzeit zu planen.

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Leipzig. Die Entscheidung kam am Ende nicht mehr überraschend. Am Freitag teilte der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) mit, dass der Spielbetrieb in den Dritten Ligen und Regionalligen mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Bereits seit November war wegen der Corona-Pandemie in diesen Divisionen kein Ball mehr aufgeschlagen worden - im Gegensatz zu den 1. und 2. Bundesligen, die Profistatus erhielten und mit einem Hygienekonzept aktuell versuchen, die Spielzeiten zu einem regulären Ende zu bringen.

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Und so bewerten die Leipziger Vereine in der Regionalliga Ost den DVV-Entschluss auch grundsätzlich positiv. "Das ist schon sinnvoll, da nach einer so langen Pause das Verletzungsrisiko sehr hoch gewesen wäre", sagt Silvia Sperl. Die Beach-Expertin arbeitet seit anderthalb Jahren als Co-Trainerin bei den Männern der L.E. Volleys II, die nach sechs Spieltagen auf Tabellenrang neun stehen. Da ihre Jungs eben nur Freizeitsportler sind, konnten sie zuletzt mit dem Ball so gut wie gar nicht trainieren und bräuchten daher einiges an Anlaufzeit bei einer Wiederaufnahme der Saison. In der kommenden Spielzeit will sie dann zusammen mit Cheftrainer Leonhard Stampehl neu angreifen.

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Einen ähnlichen Plan verfolgt auch Thomas Patze mit dem TSV Leipzig. Die Grünauer haben zwar nach dem Aufstieg in die Regionalliga vor zwei Jahren ihre beste Phase in der Liga hinter sich und stehen mit drei Siegen aus sechs Spielen auf einem starken vierten Rang. Doch der 50-jährige Coach begrüßt ebenfalls das vorzeitige Saisonende: "Wir haben drei Monate fast nichts gemacht, wo soll da das Ballgefühl herkommen?" Im Mai soll nun die Planung für die kommende Spielzeit beginnen, die hoffentlich wieder regulär ausgetragen werden kann. Patze setzt darauf, dass seine Spieler weiter mit Herzblut dabei sind und sich auch von der langen Pause nicht zurückwerfen lassen: "Wir sind einfach eine richtig tolle Truppe". Dann geht es auch wieder mit den gleichen Mannschaften weiter, da es nach dem Abbruch keine Auf- und Absteiger geben wird. Und diesmal nach Möglichkeit mit 22 Spieltagen statt nur sechs.