13. Februar 2019 / 19:49 Uhr

Leipziger Robert Farken will bei den Deutschen Hallenmeisterschaften gewinnen

Leipziger Robert Farken will bei den Deutschen Hallenmeisterschaften gewinnen

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Robert Farken vom SC DHfK Leipzig hat 2017 bei den 64. Deutschen Hallenmeisterschaften in Leichtathletik seinen ersten großen Erfolg bei den Männern gefeiert.
Robert Farken vom SC DHfK Leipzig hat 2017 bei den 64. Deutschen Hallenmeisterschaften in Leichtathletik seinen ersten großen Erfolg bei den Männern gefeiert. © Christian Modla
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2017 hat es der junge Leipziger Leichtathlet Robert Farken geschafft und feierte seinen ersten großen Erfolg bei den Männern. Am Sonntag hat der Mann im DHfK-Trikot den Heimvorteil und damit wieder eine Chance auf den Sieg.

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Leipzig. Februar 2017: Ein junger Leipziger Leichtathlet nahm im 800-Meter-Finale der deutschen Hallenmeisterschaften sein Herz in beide Hände. Mit einem Sturmlauf von vorn errang Robert Farken auf der heimischen Bahn in der Arena seinen ersten großen Erfolg bei den Männern. Der damals 19-jährige Geheimfavorit wehrte die Angriffe der Konkurrenz ab und warf sich vor den Augen der Familie und vieler Freunde in einer Zentimeter-Entscheidung als Erster über die Ziellinie.

Farken will verpasste U23-EM im Sommer nachholen

Kann der heute 21-Jährige diese Bravourleistung am Sonntag wiederholen? Der Mann mit dem DHfK-Trikot führt die Meldeliste an – schneller als der Blondschopf war in diesem Winter noch kein DLV-Läufer auf den vier Hallenrunden. Zudem hat der Schützling von Thomas Dreißigacker als einziger Deutscher die Hallen-EM-Norm (1:48,00) geknackt und allerbeste Aussichten, auch Anfang März in Glasgow an der Startlinie zu stehen.

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Ich will das Ding am Sonntag nicht gewinnen“, äußert sich der DHfK-Mann gewohnt kämpferisch. Doch von einer glasklaren Favoritenrolle zu sprechen, wäre verfehlt. Dafür ist in den vergangenen 24 Monaten zu viel passiert, das nicht nach Plan lief. Eine Portion Demut ist vor dem Heimspiel angebracht. Nach der Hallen-EM 2017, wo Farken am Halbfinale schnupperte, gab es Rückschläge. „Ich bin mit einer Knieverletzung aus der Hallensaison gegangen, die mich auch schon im Winter zu Pausen gezwungen hatte.“ Danach kam er nicht mehr in Fahrt, verpasste die U23-EM. Ein Ziel, das er in diesem Sommer nachholen möchte.

Im ersten Saisonrennen klappt es mit der EM-Norm

Auch 2018 war nach einem Infekt im Camp in Flagstaff (USA) nicht das Jahr des Sachsen. „Robert hatte ein stabiles Niveau, aber es fehlte der Ausreißer nach oben“, so der Coach. Um so erleichterter waren er und vor allem sein Schützling Anfang Februar, als es gleich im ersten Saisonrennen in Erfurt mit der EM-Norm klappte.

Der Sportmanagement-Student hinterließ zweieinhalb Tage nach Rückkehr vom Höhentraining in Südafrika einen lockeren und selbstbewussten Eindruck, blieb nur wenige Hundertstel über seiner Bestzeit. Das Rennen war auf ihn zugeschnitten. Dass er die zweite Hälfte deutlich schneller rannte als die erste, nahmen die Experten mit Interesse zur Kenntnis. „Das zeigt, dass man nicht immer voll anbrezeln muss“, so Bundestrainer Dreißigacker.

Taktisches Geschick und Durchsetzungsvermögen kommen über Wettkampferfahrung

Bei Meisterschaften sind nun taktisches Geschick und Durchsetzungsvermögen gefragt. „Diese Dinge kommen über Wettkampferfahrung“, weiß Farken, der in diesem Winter bislang aber nur ein Rennen absolviert hat. Rangeleien im Training zu üben, würde indes eine zu große Verletzungsgefahr mit sich bringen. Doch er weiß: Aus eingeklemmter Position heraus in die Schlussrunde zu gehen, würde in den engen Kurven eine Herkulesaufgabe bedeuten. Daher sagt der Lokalmatador: „Ich muss die Augen offen halten und auf jedes Szenario vorbereitet sein.“

Im 800-m-Vorlauf starten mit Conrad Kieselberger (SC DHfK) und Julius Lawnik (LG Braunschweig) zwei Trainingspartner von Robert Farken.

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