01. Februar 2021 / 13:07 Uhr

Leipziger Ruderin Annekatrin Thiele im Pech: Camp gestrichen, Boote gestrandet

Leipziger Ruderin Annekatrin Thiele im Pech: Camp gestrichen, Boote gestrandet

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Da war noch alles in Ordnung: Annekathrin Thiele im Camp in Portugal.
Da war noch alles in Ordnung: Annekathrin Thiele im Camp in Portugal. © Privat
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Die Olympia-Vorbereitung für Annekatrin Thiele und weitere deutsche Ruderinnen hat Tücken. Grund ist natürlich die Corona-Pandemie. Aktuell vermisst die Athletin des SC DHfK Leipzig ihr Boot und muss statt im warmen Portugal im eisigen Berlin trainieren.

Leipzig/Berlin. Portugal nein, ja und aktuell wegen der dort verschärften Coronalage wieder nein – so erlebten die deutschen Spitzenruderer ihren Einsatzplan fürs Winter-Camp unter freundlichen Temperaturen. Die erste Absage kam Anfang November für das Team Deutschland-Achter, der kurz vor der Abreise nach Lago Azul gestoppt wurde. Grünes Licht gab es dann Anfang Januar für die Frauen-Skull-Gruppe mit Leipzigs Doppelvierer-Olympiasiegerin Annekatrin Thiele (36) vom SC DHfK.

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„Das Trainingslager war wichtig und gut für den Formaufbau. Nach Beendigung sollte es in neun Tagen wieder für uns dort hingehen. Deshalb wurden die Boote und anderes Material gleich vor Ort gelassen“, berichtet Annekatrin Thiele, die im Sommer in Tokio ihre vierten Spiele anpeilt. In gut drei Monaten beginnt die Wettkampf-Saison.

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Nach der Camp-Absage durch den Deutschen Ruderverband lautet nun mal wieder die Devis, das Beste aus der Situation machen. Heißt auch zu hoffen, dass die etatmäßigen Boote schnell zurück nach Deutschland transportiert werden können. So lange trainieren Polizeihauptmeisterin Thiele und Crew im Stützpunkt Berlin mit Booten aus dem U23-Bereich. Doch die Nachwuchsathleten müssen auch bald ihr Pensum beginnen.

Bis zum kommenden Wochenende bleibt Annekatrin Thiele in der Hauptstadt. Im „Kühlschrank“ wird die Vorbereitung zur eisigen Angelegenheit. Am Sonnabend konnte noch eine Ruder-Einheit auf dem Teltowkanal stattfinden. Doch schon am Montag stand eine geplante Fahrt auf der Kippe. Alternativ wird das Ruderergometer genutzt und im Kraftraum trainiert.

Fürs Team Deutschland-Achter findet nach der zweiten Camp-Absage in wärmeren Gefilden die Olympia-Vorbereitung seit dem 28. Januar auf dem Dortmund-Ems-Kanal statt. Glück im Unglück: Der Bootstransport nach Portugal wurde bei Bordeaux gestoppt und die Rückreise ins heimische Revier angetreten.