20. Juni 2019 / 13:04 Uhr

Leipziger SC krönt sich zum Meister der Stadtklasse

Leipziger SC krönt sich zum Meister der Stadtklasse

Christian Bretschneider
SPORTBUZZER-Nutzer
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Der Leipziger SC 1901 feiert die Meisterschaft in der Stadtklasse Leipzig.  © LSC
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Vom Fast-Absteiger der vergangenen Saison zum Meister der Stadtklasse: Christian Bretschneider blickt auf eine wirklich herausragende Saison des Leipziger SC zurück. 

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Leipzig. Nach dem 29. von 30 Spieltagen steht es fest. Der Leipziger SC ist Meister der Stadtklasse und darf nächste Saison in der Stadtliga auf Punktejagd gehen. Kurzer Rückblick…, am 17.06.2018 sicherte sich die Mannschaft nach einem 4:0 Sieg bei Victoria Leipzig noch den Klassenerhalt und knapp ein Jahr später, am 16.06.2019 wurde die Meisterschaft mit einem 5:0 Sieg über Thekla gefeiert.

Doch was war passiert?! Zwischen diesen beiden Tagen liegt einiges an Veränderungen. Der verdiente Trainer Tobias Arnold zog sich zurück und mit Christian Bretschneider und Dimitrios Mitsis kamen zwei neue, im Herrenbereich unerfahrene Trainer mit einer klaren Vorstellung von Training und Spiel. Weiterhin wurde der Kader größer, da aufgrund der guten Nachwuchsarbeit des Vereins A-Jugendliche in den Herrenbereich rückten und zudem noch externe Spielern zur Mannschaft kamen.

Diese neue Mischung bewirkte etwas, was jeden Trainer einfach nur freuen kann. Vom ersten Training an war Feuer drin, jeder einzelne von den gestandenen Spielern wollte die letzte Saison vergessen machen. Die jungen Wilden wollten ihre erste Saison im Herrenbereich nicht auf der Bank zubringen. Die Motivation war hoch, das Training intensiv und trotzdem war eine Freude bei den Beteiligten zu sehen. Nach einer erfolgreichen Vorbereitung mit drei Siegen aus drei Spielen folgte der Saisonstart und diese Saison kann einem nur wie ein Traum vorkommen. Nicht die Staffelfavoriten Mölkau oder Fortuna sondern der Fastabsteiger Leipziger SC bestimmte diese Liga.

Keiner wusste das bereits der erste Spieltag gegen den Stadtliga-Absteiger KSC Leipzig eigentlich die komplette Saison erklärt. Die 1:0-Führung nach 40 Sekunden und die weiteren fünf Tore zum 6:0-Auftaktsieg sorgte für Staunen und ein erstes Ausrufezeichen. Gleichzeitig bedeutete dies auch Platz Eins in der Tabelle, welcher bis Saisonende auch nicht mehr abgegeben wurde. Sonst wechselten sich stets mehrereTeams mal pro Saison an der Tabellenspitze der Stadtklasse ab, jedoch nicht in dieser Saison. Würde man die Tabellenplatzierung als EKG Linie nehmen, so wäre der LSC tot da es eine gerade Linie ist, aber im Gegenteil… hier ist Leben drin. Das wurde erstmals am vierten Spieltag deutlich, als man im Spiel gegen Markranstädt II, verstärkt durch vier Landesligaspieler, lange Zeit 0:2 zurücklag aber immer an den Sieg glaubte. Als dann in der 79. Minute der 1:2-Anschlusstreffer gelang ging es erst richtig los: Nach 90 Minuten hieß es 4:2 für den Leipziger SC. Es folgten Siege bis zum neunten Spieltag. Ein 1:1 bei Böhlitz Ehrenberg bedeutete die ersten Punktverluste. Die erste Niederlage gab es erst am 13. Spieltag: Ein 0:1 beim SV Mölkau. Die zweite Pleite gegen Stötteritz folgte direkt hinterher. War die Erfolgsserie jetzt vorbei? Nein! Die Halbserie wurde nach dem 6:0 bei Thekla mit 35 Punkten beendet.

In der Winterpause folgten Testspiele gegen höherklassige Teams aus der Stadtliga. Trotz der beiden Niederlagen und nur einem Sieg, war man spielerisch oft gleichwertig. Der Start in die Rückrunde war jedoch etwas holprig. Zwar konnten die Spiele gegen West 03, LFV Sachsen und TSV Wahren gewonnen werden, aber man tat sich schwer. Es fehlte irgendwie die Power der Hinrunde und so kam es das ausgerechnet das Derby gegen Blau-Weiß II am vierten Rückrundenspieltag mit 0:2 verloren wurde. Der Ärger und die Frustration waren groß und ausgerechnet jetzt sollte am nächsten Spieltag der zu dem Zeitpunkt größte Verfolger Fortuna Leipzig als Gegner warten.

Doch die Mannschaft rückte noch einmal enger zusammen. Vor dem Spiel wurde sich noch einmal gesondert vorbereitet, es gab Kuchen und „Zauberkaffee“ von Tim Theiss und das hatte spürbar positive Auswirkungen auf das Spiel. Alles was in den letzten Spielen fehlte war wieder da! Die Initialzündung für die Rückrunde und für eine Serie von sieben Siegen in Folge. Mit dem letzten Sieg in dieser Reihe, ein 1:0 bei Taucha II, wurde auch gleichzeitig der Aufstieg perfekt gemacht. Jetzt ging es nur noch darum den Titel zu holen. Dabei standen zwei schwere Spiele gegen den Dritten (Mölkau) und Zweiten (Stötteritz) an. Nach dem 0:0 gegen Mölkau wäre dem LSC mit einem Sieg gegen Stötteritz der erste Platz nicht mehr zu nehmen, doch bis zur 83. Minute führte Stötteritz mit 2:0 und wäre damit auf zwei Punkte an den LSC herangerückt. Darauf hatte auf Seiten der Schleußiger wahrlich keiner Lust und so wurde mit großer Moral in den Schlussminuten ausgeglichen. Es blieb bei den fünf Punkten Vorsprung und nur noch zwei Spieltage zu absolvieren. Das heißt im letzten Heimspiel gegen Thekla gewinnen und es kann unabhängig von allen anderen Ergebnissen gefeiert werden. Damit sind wir auch schon beim Jetzt, beim Hier und Heute. Ein deutlicher 5:0 Sieg war Grundlage für eine Meisterfeier wie Sie die meisten der jungen und auch alten Spieler so wohl auch noch nicht hatten. Es bleibt noch ein Spiel, Auswärts bei Markranstädt II. Ein letzter Auftritt in der Stadtklasse, hoffentlich DER letzte Auftritt für immer.

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