09. März 2019 / 16:47 Uhr

Leipziger Semper und Milosevic überzeugen im direkten Duell

Leipziger Semper und Milosevic überzeugen im direkten Duell

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Standen sich als Gegner gegenüber: die DHfK-Teamkameraden Alen Milosevic (l.) und Franz Semper.
Standen sich als Gegner gegenüber: die DHfK-Teamkameraden Alen Milosevic (l.) und Franz Semper. © dpa
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Deutschlands Handballer verlieren Spiel eins nach der Weltmeisterschaft gegen die Schweiz mit 27:29 (10:9). Dabei kam es zum direkten Aufeinandertreffen zweier Publikumslieblinge des SC DHfK Leipzig.

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Düsseldorf. In gewissem Sinne ging der SC DHfK Leipzig beim Handball-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz am Samstag in Düsseldorf als Sieger und Verlierer vom Parkett. Denn bei der 27:29 (10:9)-Niederlage des von Christian Prokop betreuten Gastgebers standen sich vor 11.593 Zuschauern mit Franz Semper und Alen Milosevic zwei grün-weiße Akteure gegenüber. Dabei machte Ersterer seine Sache besonders gut. In der stark ersatzgeschwächten deutschen Sieben war das Leipziger Nachwuchstalent mit vier Treffern bester Werfer. Aber auch Kreis-Wühler "Milo" wusste zu überzeugen, sorgte für drei Treffer.

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Die deutschen Handballer müssen im ersten Spiel nach der WM gegen die Schweiz eine Niederlage hinnehmen. Zur Galerie
Die deutschen Handballer müssen im ersten Spiel nach der WM gegen die Schweiz eine Niederlage hinnehmen. © dpa
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42 Tage nach dem unglücklich verlorenen Spiel um WM-Bronze gegen Frankreich fehlten Prokop einige Topspieler wie Kapitän Uwe Gensheimer oder Rückraum-Ass Fabian Wiede. Das wirkte sich von Beginn an auf das deutsche Spiel aus, dem es an Struktur fehlte.

Knappe deutsche Führung zur Pause

Verlass war immerhin auf Torwart Andreas Wolff, der wie seine Kieler Teamkollegen Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler erst am Freitag zur Mannschaft gestoßen war. Der 28-Jährige gab dem jungen Team mit vier Länderspiel-Neulingen mit zahlreichen Paraden den nötigen Rückhalt und glänzte nach einer Viertelstunde sogar als Torschütze zum 5:2.

Seine Vorderleute konnten daraus aber kaum Kapital schlagen. Aus dem Rückraum kam zu wenig Druck, die Außen waren kaum im Spiel, und im Abschluss fehlte die Präzision. Dies ermöglichte den Gästen einen 4:0-Lauf vom 5:7 (20.) zum 9:7 (24.), was Prokop zu einer Auszeit veranlasste. Danach straffte sich das DHB-Team wieder und nahm eine knappe Führung in die Pause mit.

Schweiz bricht nicht mehr ein

Nach dem Wechsel kam Torwart Christopher Rudeck vom Bundesliga-Aufsteiger Bergischer HC zu seinem Länderspieldebüt, das für ihn mit vier Gegentoren in Serie zum 10:13 (36.) schlecht begann. Doch der 24-Jährige ließ sich davon genauso wenig beeindrucken wie seine Mitspieler. Beim 15:15 (40.) war der Gleichstand wiederhergestellt.

Doch Mitte der zweiten Halbzeit nahmen die Fehler im deutschen Spiel wieder zu. Die Eidgenossen um ihren Star-Regisseur Andy Schmid vom deutschen Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen zogen erneut davon und ließen sich den Vorsprung dieses Mal nicht mehr nehmen.

Die Statistik zum Spiel:

Deutschland: Wolff 1, Rudeck - Semper 4, Heymann 3, Michalczik 3, Pekeler 3, Drux 2, K. Häfner 2, Kastening 2, Schiller 2, Böhm 1, Golla (SG Flensburg-Handewitt) 1, Hornke 1, Musche 1, Wiencek 1, F. Lemke, Suton.

Schweiz: Bringolf, Winkler - Schmid 9, Gerbl 6, Lier 5, Milosevic 3, Meister 2, Raemy 2, Sidorowicz 1, Tynowski 1, Huwyler, Jud, Küttel, Novak, Röthlisberger, Schelker, Von Deschwanden, Zehnder.

(mit dpa)

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