13. August 2020 / 12:29 Uhr

Leipziger Sprinter Almas startet bei Diamond League in Monaco

Leipziger Sprinter Almas startet bei Diamond League in Monaco

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Sprintet weiter im VfL-Trikot: Deniz Almas unterschrieb am Mittwoch die Vertragsverlängerung beim VfL Wolfsburg.
Sprintet weiter im VfL-Trikot: Deniz Almas unterschrieb am Mittwoch die Vertragsverlängerung beim VfL Wolfsburg. © Christian Modla
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#turbotürke goes international! Der Deutsche Sprint-Meister über 100 Meter Deniz Almas hat spontan noch einen Startplatz für die Diamond League in Monaco bekommen. Im Fürstentum läuft der Sprinter die 200-Meter-Strecke und sieht seine Teilnahme zunächst entspannt.

Leipzig/Monaco. In die Herzen der Deutschen hat er sich schon bei der Leichtathletik-DM in Braunschweig gesprintet, nun geht es für den deutschen 100-Meter-Meister Deniz Almas auf die internationale Bühne. Der 23-Jährige, der für den VfL Wolfsburg antritt, berichtete dem SPORTBUZZER exklusiv, dass er noch kurzfristig einen Startplatz für die Diamond League in Monaco bekommen hat. Am Freitag darf er sich gegen sieben Gegner im 200-Meter-Sprint behaupten. Ein Teilnehmer habe sich verletzt und abgesagt. „Als mir der Startplatz angeboten wurde, habe ich nicht lange nachgedacht und natürlich sofort angenommen“, lacht der Wahl-Leipziger.

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Der Leipziger Deniz Almas holt sich bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig den Titel im Sprint über 100 Meter. Zur Galerie
Der Leipziger Deniz Almas holt sich bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig den Titel im Sprint über 100 Meter. © dpa

Zum ersten Mal tritt der #turbotürke international gegen die aktive Konkurrenz an. Sorgen bereite ihm das allerdings nicht, denn auch in der Jugend sei er auf der Weltkarte gesprintet und habe „das ganz gut gehandelt“, zeigt sich Almas zuversichtlich. „In erster Linie ist es für mich ein riesiges Erlebnis, an einem Event dieser Größenordnung teilzunehmen.“ Großen Druck spüre er nicht, denn er läuft nicht seine Paradestrecke von 100 Metern, sondern tritt im 200-Meter-Sprint an. Auf dieser Distanz ist Almas 5. der Deutschen Jahres-Bestenliste und hat die Strecke in Wetzlar erstmals in weniger als 21 Sekunden hinter sich gebracht. Aufgeregt sei er trotzdem. „Alle, die mit mir an den Start gehen, sind die größte Konkurrenz“, sagt der Deutsche Meister, aber gerade das sei eine andere Art der Herausforderung und er freue sich extrem über die Möglichkeit.

Negativer Corona-Test für die Teilnahme erforderlich

Ganz besonders freut ihn der Start in Monaco, weil etliche Diamond-League-Meetings in diesem Jahr schon wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Das Event im Fürstentum findet ebenso unter besonderen Auflagen statt wie hierzulande. So musste auch Almas einen negativen Corona-Test vorweisen und sich vom einem Arzt untersuchen und bescheinigen lassen, dass er keinerlei Symptome hat. „Weil bei mir alles sehr kurzfristig passiert ist, war es etwas stressig. Aber zum Glück hat es doch noch geklappt“, freut sich der Leichtathlet.

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Almas darf sich in diesem Jahr, nach viel Hoffnung auf einen internationalen Start, schon jetzt auf einen zweiten freuen. „Ich habe auch eine Zusage für Rom am 17. September bekommen“, berichtet der Leipziger Sprinter dem SPORTBUZZER. Nach seinem ersten internationalen Auftritt in Monaco am Freitag geht es am Sonntag nach Leverkusen zu den True Athletes Classics. Dann wieder auf der gewohnten Strecke von 100 Metern. Straffes Programm, Herr Almas? „Ich denke nicht. Aber für einen Diamond-League-Start nehme ich das gerne in Kauf“, lacht der 23-Jährige. Doch nicht nur Almas geht aus Leipzig an den Start in Monaco. Mittelstreckler Marc Reuther, der auch am Bundesstützpunkt in der Messestadt trainiert, tritt im Fürstentum beim 800-Meter-Lauf an.