19. Februar 2019 / 10:04 Uhr

Leipziger Sprinter blicken optimistisch in Richtung Sommer

Leipziger Sprinter blicken optimistisch in Richtung Sommer

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
200 m der Männer: Felix Straub (SC DHfK Leipzig) im Vorlauf. 
200 m der Männer: Felix Straub (SC DHfK Leipzig) im Vorlauf.  © Christian Modla
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Nachlese zu den Leichtathletik-Hallen-DM in der Arena: Spitzenplätze für Deniz Almas und Felix Straub, dagegen verpasste Roy Schmidt das Finale, außerdem zwei Verletzungsausfälle...

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Leipzig. Felix Straub hat am Sonntag jede Menge positiver Energie für die kommenden Wochen und Monate mitgenommen. „Das war ein tolles Erlebnis, dass ich hier in der Arena im Finale laufen durfte“, sagte der Sprinter vom SC DHfK, der extra die 60 Meter am ersten Tag weggelassen hatte, um sich voll auf die Hallenrunde zu konzentrieren. „Das hat sich ausgezahlt, daher war ich über 200 Meter muskulär richtig fit.“ Letztlich sprang ein sechster Platz für den 21 Jahre alten Newcomer heraus. Im Vorlauf hatte er auf der günstigen sechsten Bahn – hier sind Kurvenradius und Fliehkräfte für den über 1,80 m langen Sachsen nicht so extrem – in 21,39 Sekunden eine Bestzeit aufgestellt, die er sogar im Freien noch nicht erreicht hat.

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Vorlauf über 800 Meter der Männer: Robert Farken (SC DHfK Leipzig, vorn). Zur Galerie
Vorlauf über 800 Meter der Männer: Robert Farken (SC DHfK Leipzig, vorn). ©
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Dennoch war es kein optimaler Lauf: „Ich hatte nach dem Start einen Stolperer drin, eine 21,20 war machbar. Damit hätte ich im Finale eine bessere Bahn bekommen.“ So wurde es Bahn drei. Hier sind die Kurven schon ziemlich eng – die 21,50 s fast folgerichtig. Straub ist bester Dinge: „Wir haben ein super Trainerteam – und einen klasse Zusammenhalt in der Gruppe.“

Deniz Almas mit Leistungsexplosion

Felix hat sich gut entwickelt“, sagte Bundes- und Heimtrainer Ronald Stein: „Er ist einer von vier Kandidaten aus unserer Gruppe, die wir gern im Sommer bei der U23-EM an den Start bringen wollen.“ Ein weiterer ist Deniz Almas. Der ebenfalls 21-Jährige kam 2017 mit der starken 100-Meter-Bestzeit von 10,33 und U23-Staffel-EM-Gold von Sindelfingen nach Leipzig. Danach war er jedoch häufiger verletzt als gesund. Nun konnte er seit Herbst endlich durchtrainieren – und zeigte über 60 Meter eine Leistungsexplosion. Schon in Erfurt steigerte er sich zu Saisonbeginn um neun Hundertstel, nun war er noch einmal acht Hundertstel schneller. Die 6,68 bedeuteten Rang drei im Vorlauf – plötzlich war der schnelle Deutsch-Türke Medaillenkandidat. „Wenn man bedenkt, dass Bronze im Finale mit 6,68 wegging, müsste ich mich fast ein wenig ärgern. Aber unterm Strich bin ich doch happy.“ 6,70 und Platz fünf kamen im engen Finale heraus. Bei Almas trug das Krafttrainingskonzept Früchte, das auch die Handschrift des Ex-Sprinters Sven Knipphals trägt. Schade für Leipzig: Er trägt nicht das DHfK-Trikot, sondern tritt beim VfL Wolfsburg als „schnellster Wolf“ in die Fußstapfen von Knipphals.

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Mit Niels-Torben Giese und Marvin Schulte konnten zwei U23-EM-Kandidaten des SC DHfK verletzungsbedingt nicht starten – für den Sommer sind beide aber ebenso optimistisch. Ärgerlich über sein Vorlauf-Aus über 60 Meter war indes Roy Schmidt: „Beim Probestart habe ich meine Kniekehle gemerkt. Hinzu kam noch ein Fehler beim Start. Dadurch wurde der Lauf sehr unrund.“ Zwei Hundertstel fehlten zum Finale. Doch auch bei dem 27-Jährigen sei die Form ausgangs der Hallensaison ordentlich.

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Hochsprung Frauen: Christina Honsel (LG Olympia Dortmund) nach dem Sprung.  Zur Galerie
Hochsprung Frauen: Christina Honsel (LG Olympia Dortmund) nach dem Sprung.  ©

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