07. August 2019 / 20:00 Uhr

Leipziger Teams starten in den Sachsenpokal

Leipziger Teams starten in den Sachsenpokal

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Symbolbild © imago/RalphPeters
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In der ersten Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals kommt es für die hiesigen Teams zu interessanten Duellen. So empfängt der Rote Stern Leipzig die SG Taucha und die Kickers Markkleeberg reisen ins erzgebirgische Stollberg. Besondere Brisanz dürfte das ligainterne Duell zwischen Lipsia Eutritzsch und dem Radefelder SV haben. 

Leipzig. Die erste Runde des Fußball-Sachsenpokals steht an. Dritt-, Regional- und Oberligisten sind noch nicht dabei, interessante Paarungen gibt es dennoch. So zum Beispiel das Match zwischen Lipsia Eutritzsch und dem Radefelder SV. Im abgelaufenen Spieljahr waren beide Tabellennachbarn, Lipsia wurde Vierter, der RSV Fünfter. „Wir haben sie aber noch nie geschlagen“ bekennt Lipsia-Abwehrspieler Julius Nitzsche, „zu Hause haben wir 0:1 verloren, dort 0:0 gespielt.“ Er glaube an ein Duell auf Augenhöhe, würde sich eine Verlängerung aber gern ersparen. Denn die Eutritzscher haben gerade ein ebenso anstrengendes wie schönes Wochenende hinter sich. Sie weilten beim ältesten Fußballclub der Welt, dem Sheffield FC, und unterlagen dort 3:6. „Ein, zwei Tore zu hoch“, befindet Nitzsche, schwärmt aber vom Rahmenprogramm: „Wir haben eine Stadtrundfahrt gemacht und auch das Stadion von Manchester City angesehen.“

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Ähnlich interessant könnte die Freitag-Begegnung zwischen Roter Stern und der SG Taucha werden (Anstoß 18.30 Uhr). Allerdings ist damit zu rechnen, dass sich die Gastgeber etwas schonen, denn die Sterne empfangen keine 24 Stunden später, am Sonnabend, 16 Uhr, mit dem Clapton FC ein Londoner Team zum Freundschaftsspiel. Natürlich will man gegen die Engländer nicht schlecht aussehen. Die Tauchaer wollen indes unbedingt in die zweite Runde. „Die Vorbereitung läuft ganz gut“, strahlt SGT-Coach Marcus Jeckel Zuversicht aus. Mit Maaz Abdelrahim hat die SGT zudem einen besonders interessanten – und pfeilschnellen – Neuzugang aus Eutritzsch zu vermelden.

Tauchas Sachsenliga-Kollegen von Kickers Markkleeberg gastieren am Sonntag, 15 Uhr, beim Landesklassisten Stollberg. „Ich hoffe, wir sind hungrig“, sagt Kickers-Trainer Heiko Brestrich vor dem Duell beim Ex-Landesligisten, wo wahrscheinlich auf Kunstrasen gespielt wird. Brestrich hatte in der Sommerpause viel Bewegung im Kader, elf Spieler gingen, zehn neue kamen. Unter den Abgängen sind Jacob Funken (nach Eilenburg), Christian Sund (Laufbahn beendet) und die Adam-Brüder, die nach Sermuth wechselten. Zugänge sind beispielsweise Nico Schwarzer aus Meuselwitz und Alexander Marzog aus Krostitz. Die Vorbereitung verlief durchwachsen, dabei gab es ein 2:7 in Grimma und ein 1:4 gegen den FC Eilenburg. „Das war aber gar nicht so schlecht“, relativiert Brestrich und rechnet in Stollberg mit einem „engen Spiel“.

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Auf ein Duell achte gegen siebte Liga freut sich der SV Lindenau 1848. Das Team vom Charlottenhof ist als Nachrücker im Landespokal dabei, weil Stadtpokalsieger Tapfer zugleich in die Landesklasse aufgestiegen ist und Mitfinalist Chemie II als „Zweite“ im Pokal nicht antreten darf. Somit dürfen die Lindenauer am Sonntag, 15 Uhr, Fortuna Chemnitz empfangen. „Ich denke, wir haben trotz verkleinerten Kaders eine gute Truppe am Start“, sagt SV-Trainer Ronny Ludwig optimistisch.

Ziemlich interessant dürfte schon tags zuvor (Anstoß 15 Uhr) die Partie der beiden Landesklasse-Vertreter SG LVB und VfB Zwenkau werden