19. Juli 2019 / 11:46 Uhr

Leipziger Toni Finsterbusch fährt wieder auf dem Nürburgring

Leipziger Toni Finsterbusch fährt wieder auf dem Nürburgring

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Perfekte Kurvenlage: Toni Finsterbusch überzeugt in Zolder trotz körperlichen Problemen und will auf dem Nürburgring nachlegen.
Perfekte Kurvenlage: Toni Finsterbusch überzeugt in Zolder trotz körperlichen Problemen und will auf dem Nürburgring nachlegen. © privat
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Nach fast acht Jahren fährt Toni Finsterbusch am Wochenende wieder auf dem Nürburgring. Diesmal tritt er als Pilot des Teams Suzuki Mayer in der Königsklasse Superbike 1000 an.

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Hohenossig. Acht Jahre ist Toni Finsterbuschs letzter Ausflug auf den Nürburgring her. Damals fuhr er noch in der kleinen 125-Kubikzentimeter-Klasse um Punkte in der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM). An diesem Wochenende kehrt der Hohenossiger zurück auf den legendären Kurs in der Eiffel – diesmal als Pilot des Teams Suzuki Mayer in der Königsklasse Superbike 1000 – und unter erschwerten Bedingungen.

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Immer noch plagen den 26-Jährigen die Nachwirkungen seines spektakulären Sturzes vor sechs Wochen in Oschersleben. Eine heftige Verstauchung des linken Knöchels macht ihm weiterhin zu schaffen. „Der Knöchel ist immer noch dick und drückt im Stiefel. Immerhin kann ich inzwischen wieder joggen gehen und halbwegs springen. Aber es ist bei weitem noch nicht perfekt“, erzählt Finsterbusch. Trotzdem hätten er und seine Mannschaft die rennfreie Zeit gern genutzt, um zu testen. Doch daraus wurde nichts und so blieb gestern lediglich eine Stunde freies Training zur Orientierung auf der Strecke. Nicht viel Zeit nach acht Jahren ohne Nürburgring. „Da kann man natürlich nicht viel ausprobieren. Ich hoffe nur, dass ich mich schnell einschieße.“

Erstmals IDM-Wochenende eingebettet in Truck-Grand-Prix

Viele Konkurrenten dagegen kennen den Kurs bestens. Was das Umfeld betrifft, betreten aber alle Piloten Neuland. Erstmals ist ein IDM-Wochenende eingebettet in einen Truck-Grand-Prix. Das führt zu zahlreichen Unterbrechungen. Einerseits muss die Strecke für die Motorräder mehrfach umgebaut (bei den Trucks stehen Reifenstapel mitten auf der Piste) und gereinigt werden. Und dann gehören eben Dinge zum Programm wie der „Trucks Mittelrhein Cup“, die „European Truck Racing Championship“ oder der „World of Heroes Corso Road Trucks“. So ergab sich für die IDM das erste freie Training am frühen Donnerstagabend, das letzte Rennen folgt schließlich Sonntagnachmittag. „Es zieht sich unglaublich. Trotzdem kommen wir nicht viel zum Fahren“, bemerkt Finsterbusch.

Dass er durchaus Podest-Chancen besitzt, bewies der einstige WM-Fahrer übrigens schon beim jüngsten Rennen im belgischen Zolder. Damals lag sein Sturz gerade einmal drei Wochen zurück, er humpelte zu seiner Maschine – und wurde Sechster. Unter diesen Umständen nahezu ein kleines Wunder. Das sah sein Teamchef ähnlich. „Viele Möglichkeiten hatte er nicht“, befand Thomas Mayer. „Die Vorderen waren zu weit weg und vor den Verfolgern hatte er genügend Vorsprung. So ist er das Rennen dann kontrolliert zu Ende gefahren.“

Erstmals gibt es auf www.idm.de einen Livestream.

Zeitplan:

Qualifying 1: Freitag, 9 Uhr

Qualifying 2: Freitag, 16.20 Uhr 

Rennen 1, Samstag, 13.05 Uhr

Rennen 2, Sonntag, 14.50 Uhr.

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