18. April 2021 / 14:44 Uhr

Leipziger Triathlet Martin Schulz siegt souverän in Rotterdam

Leipziger Triathlet Martin Schulz siegt souverän in Rotterdam

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Leipzigs Triathlet Martin Schulz setzte sich in Rotterdam nach über einjähriger Wettkampfpause über die Sprintdistanz durch. 
Leipzigs Triathlet Martin Schulz setzte sich in Rotterdam nach über einjähriger Wettkampfpause über die Sprintdistanz durch.  © Christian Modla (Archiv)
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Der 30-jährige Triathlet vom SC DHfK war in seinem ersten Paratriathlon seit eineinhalb Jahren gleich erfolgreich. Nach 300 m Schwimmen, 10 km auf dem Rad-Ergometer sowie 2 km auf dem Laufband hatte er im Ziel über zwei Minuten Vorsprung auf den ersten Verfolger.

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Rotterdam/Leipzig. Für Rio-Paralympicssieger Martin Schulz könnte die Vorbereitung auf die Titelverteidigung in Tokio momentan nicht besser laufen. „Seit Wochen spüre ich im Training, dass es richtig gut läuft. Dieses Gefühl hat mich offenbar nicht getäuscht, ich konnte meine super Form nun endlich auch im Wettkampf unter Beweis stellen“, sagte der Triathlet vom SC DHfK, der gestern in der Schwimmhalle von Rotterdam seine Startklasse über 300 m Schwimmen, 10 km auf dem Rad-Ergometer sowie 2 km auf dem Laufband dominierte.

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Erster Paratriathlon seit eineinhalb Jahren

Es war für den 30-Jährigen der erste Triathlon seit Juli 2020 am Kulkwitzer See und der erste Paratriathlon seit eineinhalb Jahren. Zuletzt hatte er im Herbst einen Crossduathlon bestritten. „Ich war nach der langen wettkampffreien Zeit sehr aufgeregt. Letztlich hatte ich auf der kurzen Distanz zwei Minuten Vorsprung. Immerhin war der Paralympicsdritte aus Spanien mit dabei. Und ich war auch schneller als der Sieger von London vor einer Woche.“

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Der Wettkampf in den Niederlanden gehört zur Super-League-Serie der Triathlonprofis. „Es ist für uns Paraathleten ein Anfang und eine große Chance, dass wir dabei sein dürfen.“ Martin Schulz wurde vor der Abreise in Leipzig und nach der Ankunft in Rotterdam jeweils negativ auf Corona getestet.

Im Anschluss: Trainingslager im Breisgau

Grundsätzlich heißt es für den Sachsen freilich auch 2021, in der Planung flexibel zu bleiben. Ein Trainingslager in der Sonne im März ist ausgefallen, auch die am 8. Mai in Mailand geplante Weltmeisterschaft findet nicht statt. Doch Plan B hat es auch in sich: Martin Schulz fährt direkt von Rotterdam ins zehntägige Trainingslager nach Freiburg – im Breisgau hofft er auf gute Bedingungen und wärmeres Wetter.

Am 15. Mai ist ein hochkarätiger Wettkampf geplant. Im japanischen Yokohama findet bei der World Series ein wichtiger Test für Olympia und die Paralympics stattfinden. „Dort geht es auch um die Abläufe samt Blase wie in Tokio“, sagt Schulz, der bislang gesund durch die Pandemie gekommen ist.