18. Mai 2020 / 20:45 Uhr

Für soziale Zwecke und das eigene Überleben: Leipziger Sportvereine sammeln 825.500 Euro

Für soziale Zwecke und das eigene Überleben: Leipziger Sportvereine sammeln 825.500 Euro

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Auch RB Leipzig und die Handballer des SC DHfK sammeln fleißig.
Auch RB Leipzig und die Handballer des SC DHfK sammeln fleißig. © Picture Point
Anzeige

Egal ob im Fußball, Handball oder Eishockey: Zahlreiche Clubs starteten Soli-Aktionen. Zum einen dienten die Spendengelder den Vereinen selbst, um durch die Corona-Krise entstandene finanzielle Engpässe eindämmen zu können, auf der anderen Seite wurden auch viele verschiedene soziale Projekte unterstützt.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Das kann sich sehen lassen: Insgesamt bisher 825.500 Euro Spendengelder generierten Leipziger Sportvereine in der Corona-Krise für ihren Verein beziehungsweise Klub und soziale Zwecke. Die Kampagnen waren vielfältig: Es gab reine Spendenaktionen, den Verkauf virtueller Tickets, Versteigerungen etc.

Die Erlöse lassen sich allerdings schwer vergleichen. Zum einen, weil die Aktionen doch zu verschieden, vor allem aber, weil sie von sehr unterschiedlicher Dauer waren. Bei den Exa IceFighters oder der BSG Chemie Leipzig liefen die Kampagnen vier Wochen, beim 1. FC Lok knapp acht Wochen, die der DHfK-Handballer und von RB laufen noch. Eines hat sich deutlich gezeigt: Die Leipziger haben ein Herz für den Sport übrig – und Geld.

Mehr zum Thema

RB Leipzig: Gleich fünf Spendenprojekte der #WirAlle-Kampagne brachten bislang 186.000 Euro für Institutionen der Stadt Leipzig. Die Gelder kamen der Leipziger Tafel, dem Straßenkinder e.V., den Fußballvereinen der Stadt sowie dem Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ zugute. In der aktuellen fünften Runde seiner Aktion geht Geld an die Wohnungslosenhilfe Leipziger Oase, das Straßenmagazin Die Kippe, den Tagestreff Insel sowie den TimmiToHelp e.V. Die Aktion läuft noch.

SC DHfK mit neuem Saison-Zuschauerrekord

SC DHfK Leipzig: Der Großverein startete ein Crowdfunding, das brachte von 532 Unterstützern 54 .720,41 Euro. Unter anderem stiftete Bahnrad-Olympiasieger Jens Lehmann sein Weltmeistertrikot von 1999, Kugelstoßer David Storl stellte Wettkampfschuhe und Trikot zur Verfügung.

SC DHfK Handball: Die Aktion „Mein Heldenticket“ brachten dem Verein mit 73.668 einen neuen Saison-Zuschauerrekord sowie nach Abzug aller Kosten und Aufwendungen stolze 150.000 Euro (75.000 neu generiert und 75.000 gesichert). Hinzu kommen 21.987 Euro (die Leipziger Gruppe als Hauptsponsor rundete auf 26.000 Euro auf) für die Leipziger Kinderstiftung und das Kinderhospiz Bärenherz. Die „Heldenticket“-Aktion läuft noch bis 30. Juni.

Es ist tatsächlich vollbracht! Wir haben mit aktuell 73.474 Tickets einen neuen Zuschauer-Saisonrekord aufgestellt!...

Gepostet von SC DHfK Handball am Samstag, 16. Mai 2020

Exa IceFighters: Der Eishockey-Oberligist verkaufte 4.102 Tickets für ein virtuelles Spiel gegen den „Erzrivalen“ Saale Bulls Halle. Das brachte plus einiger virtueller VIP-Pakete 30.000 Euro.

Lok und Chemie mit jeweils über 180.000 €

HC Leipzig: Beim Handball-Zweitligisten ist bis zum virtuellen Spiel gegen den „HC Corona“ am 3. Mai eine Spendensumme von 11.167,50 Euro bei 425 verkauften Karten zusammengekommen.

Chemie Leipzig: 3.217 Unterstützer-Pakete im Wert von 185.000 Euro wurden gekauft. Der Förderverein 64 hat die Summe zu einer glatten Summe aufgerundet.

1. FC Lok: Für das Spiel gegen den unsichtbaren Gegner wurden virtuelle Tickets im Wert von 182.612 Euro verkauft. Unter anderem hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer 50 Euro gespendet.