11. April 2019 / 19:18 Uhr

Leipziger Volleyball-Frauen erleben viele Höhen und Tiefen

Leipziger Volleyball-Frauen erleben viele Höhen und Tiefen

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Engelsdorfs Trainer Ronny Lederer 

DINTERvolleys Engelsdorf vs AllgäuStrom Volleys Sonthofen, Volleyball, 2.Liga, 14.11.2015
Die Übernahme des Teams seitens Trainer Ronny Lederer kam für die Volleyballerinnen von Lok Engelsdorf wahrscheinlich zu spät. © Christian Modla
Anzeige

Die Damen des Lok Engelsdorf sind vorerst aus der Regionalliga abgestiegen. Bleibt noch zu hoffen, dass andere Teams sich zurückziehen oder nicht aufsteigen wollen. 

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Vielleicht geht ja noch was am Grünen Tisch für Lok Engelsdorf, sportlich sind die Volleyballdamen aus dem Leipziger Osten vorerst aus der Regionalliga abgestiegen. „Wir hatten in dieser Saison auch viel Pech“, sagt Volleyball-Abteilungsleiterin Petra Stolze-Lasch. So wie am vergangenen Wochenende, als sich der direkte Konkurrent USV Jena mit 3:0 gegen die Neuseenland-Volleys Markkleeberg durchsetzte und die Engelsdorferinnen, die selbst ihr Match beim VCO Dresden II 2:3 verloren, noch vom rettenden zehnten Tabellenplatz verdrängte.

Mehr zum Sport in Leipzig

„Aber am Ende sind wir selbst Schuld“, meint Stolze-Lasch. Die neu zusammengestellte Mannschaft des Aufsteigers brauchte (zu) lange, um sich zu finden. Dazu wechselte Chefcoach Sebastian Werner wieder ins zweite Glied und übergab im Januar an seinen Vorvorgänger Ronny Lederer, einst Trainer zu Zweitliga-Zeiten – wahrscheinlich zu spät.

Lok Engelsdorf hat noch Hoffnung auf Regionalliga

Nun bleibt für die Lok die Hoffnung, dass andere Teams zurückziehen oder nicht aufsteigen wollen und man weiter in der Regionalliga spielen darf. Laut Petra Stolze-Lasch ist dazu der Wille in Engelsdorf auf jeden Fall da, bis Ende April sollte über die Ligen-Zugehörigkeit Klarheit herrschen.

Direkt involviert in den Abstieg von Engelsdorf waren wie erwähnt die Neuseenland-Volleys. Der Plan von Übungsleiter Sebastian Schroth, dem Lokalrivalen Schützenhilfe zu leisten, ging offensichtlich nicht auf. Dennoch beendet der Neuling die Spielzeit auf einem ehrenwerten siebten Tabellenrang.

Drei Abgänge und zwei Dauerverletzte während der Saison

„Wir haben unsere gesteckten Ziele erreicht“, resümiert Schroth. Der Coach war zusammen mit mehreren Spielerinnen vor der Saison von Borna nach Markkleeberg gewechselt und hatte das Spielrecht für die Regionalliga gleich vom SV Einheit mitgebracht. „Wir hatten während der Saison drei Abgänge und zwei Dauerverletzte und haben uns am Ende nur noch durch die Liga gequält“, erklärt Schroth. Daraus resultierte eine Serie von sechs Pleiten zum Abschluss.

Ähnlich wie bei Lok wird der Chef zur kommenden Spielzeit ins zweite Glied wechseln und die 2. Mannschaft in der Sachsenklasse betreuen. Dafür rückt Assistent Tim Reichenbach (22) auf. „Ich übergebe das Amt in gute Hände“, betont Schroth. Sein Nachfolger sei trotz seiner Jugend schon ein erfahrener Coach, der bereits drei Jahre mit Schroth zusammengearbeitet hat.

Damen der L.E. Volleys beenden Saison auf Platz 4

Am erfolgreichsten von den drei hiesigen Damen-Volleyball-Equipes waren die L.E. Volleys. Die Leipzigerinnen beendeten nach dem 3:1 gegen Suhl am Wochenende, dem 13. Saisonsieg, die Spielzeit auf Platz vier. Dabei trat das Team von Trainer Lutz Feichtinger vor großer Kulisse an, da man in der Brüderhalle im Vorfeld der Herren aufschlug, die ihren Saisonabschluss in der 3. Liga feierten.

Mit Katja Weiße gab eine prägende Akteurin der letzten Jahre gegen Suhl ihren Ausstand. „Wir sind nicht ganz zufrieden mit der Saison“, sagt die 34-Jährige, die auch als Vorstandsmitglied fungiert. Die Volleys hätten eigentlich auf einen Medaillenrang geschielt. Dieser soll in der nächsten Spielzeit herausspringen – dann allerdings ohne Katja Weiße, die nur noch als Funktionärin bei L.E. aktiv sein wird.

Insgesamt war es also eine durchwachsene Saison für die Leipziger Teams. Hinter Zweitligist Grimma klafft im hiesigen Frauen-Volleyball weiter eine große Lücke. Mehr als Liga vier ist für Leipzig momentan wohl nicht drin.

ANZEIGE: 50% Rabatt auf 5-teiliges Trainingsset! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt