09. Februar 2020 / 15:47 Uhr

Leipzigerin Alisa Fatum: Sechsfach Gold bei der WM im Winterschwimmen

Leipzigerin Alisa Fatum: Sechsfach Gold bei der WM im Winterschwimmen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Freude bei der Siegerehrung. Alisa Fatum ließ im slowenischen Bled alle hinter sich.
Freude bei der Siegerehrung: Die Leipzigerin Alisa Fatum feierte im slowenischen Bled gleich sechs WM-Titel. © Privat
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Die 24-jährige Ausnahmeschwimmerin stellte zudem über die 100, 200 und 1000-Meter-Distanz jeweils einen neuen Weltrekord auf. 

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Bled. Alisa Fatum ist die Königin des Winterschwimmens. Offiziell ist dieser Titel zwar nicht, aber ihre Ausbeute bei der Weltmeisterschaft im slowenischen Bled lässt daran keine Zweifel offen. In acht Disziplinen ist die Leipzigerin angetreten, sechs Mal holte sie sich die Goldmedaille und stellte dabei gleich drei neue Weltrekord auf. Hinzu kommt Silber über 25m Schmetterling und Bronze mit der Staffel.

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Für Fatum sind die Freistil-Rekorde auf den 1000m, 200m und 100m die ersten Ausrufezeichen in der Schwimm-Disziplin, denn die 24-Jährige war bisher im – sogar noch kälteren – Eisschwimmen aktiv. Da die Weltmeisterschaften in den beiden frostigen Freiwasser-Wettkämpfen allerdings alternieren, reiste die Leipzigerin in diesem Jahr die knapp 800 Kilometer nach Bled. „Mir macht beides sehr viel Spaß. Solange es im kalten Wasser ist, ist es einfach mein Ding“, sagt Fatum, die seit zwei Jahren in den Wintermonaten im Kulkwitzer See trainiert. Anders als beim Eisschwimmen war das Wasser in Bled etwa fünf Grad kühl und damit für die abgehärteten Teilnehmer keine große Herausforderung.

„Beim Winterschwimmen steht der Spaß im Vordergrund. Der Wettkampfgedanke könnte noch deutlicher in den Fokus gestellt werden“, berichtet Fatum. Die Startfelder wurden nicht nach Meldezeiten sortiert sondern gelost, hier sieht die Weltmeisterin Verbesserungsbedarf. „Dadurch fehlen in einem Wettkampf die letzten zehn Prozent. Ich habe niemanden gezogen, mich hat keiner gepusht. Da habe ich mir ein bisschen mehr erhofft“, sagt sie. Im nächsten Jahr stehen für sie erneut die Weltmeisterschaften im Eisschwimmen an. Aber auch für weitere Wettkämpfe im Winterschwimmen möchte die Leipzigerin offen bleiben. Klar, schließlich steht fest: „Solange es im Wasser kalt ist...“