15. Oktober 2019 / 08:46 Uhr

Leipzigs Herzog schockt Eintracht Sermuth mit Doppelpack

Leipzigs Herzog schockt Eintracht Sermuth mit Doppelpack

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Auf eine spannende Endrunde können sich die Zuschauer in Diemarden freuen
Auf eine spannende Endrunde können sich die Zuschauer in Diemarden freuen © Imago/Schiffmann
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Fußball-Landesklasse Nord: Der SV Eintracht Sermuth muss nach 2:0-Führung mit einem 2:2 bei Roter Stern Leipzig zufrieden sein

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Leipzig. Vor gut 500 Zuschauern ließen sich die Gastgeber nach Spielschluss feiern, weil sie eine drohende Niederlage im Spiel der Fußball-Landesklasse Nord gerade noch abwenden konnten. Auf der anderen Seite sah man den Spielern um Nico Hannover und Kevin Mörtlbauer die Enttäuschung in den Gesichtern an. Mit dem Ausgleich in der Schlussminute der regulären Spielzeit schockte Max Herzog mit einem herrlichen Freistoß die Gäste und zerschoss deren Traum vom ersten Auswärtssieg der Saison. Wenn man die Chancenanteile im Spiel betrachtet, wäre ein Sieg für Eintracht Sermuth mehr als gerecht gewesen.

Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab. Julian Adam hatte per Kopf eine Halbchance und auf der anderen Seite machte Max Herzog der linken Abwehrseite schon sehr zu schaffen. Die ersten Aufreger gab es in der 11. sowie 13. Minute, als Adam und Robin Eidam im Strafraum zu Fall gebracht wurden, aber der insgesamt gute Schiedsrichter Rehm weiterspielen ließ. Nach einem weiten Einwurf von Hannover köpfte Adam am Tor vorbei. Danach rettete Christoph Heinitz vor Elias Baloun.

Sermuths Gräf trifft zur Pausenführung

Nach einer halben Stunde bediente Hannover den schnellen Eidam, der aus spitzem Winkel uneigennützig den Rückpass suchte – der Ball wurde abgeblockt. Trainer Dietrich hätte sich hier mehr Egoismus gewünscht. Im Gegenzug spielten sich die Sterne per Doppelpass klug zum Sermuther Strafraum durch, aber bei Heinitz war Schluss. Die Gäste hatten nun deutlich mehr vom Spiel und setzten die Gastgeber mehr unter Druck, ohne Großchancen zu kreieren. Als dann alle schon gedanklich in der Kabine waren, zeigte sich Marwin Gräf hellwach, nutzte eine Tiefschlafphase des Leipziger Torhüters Max Siekmann und schob zur Sermuther Pausenführung ein.

Fünf Minuten nach der Pause erhöhte Tom Reißig nach einem Eckball von Hannover auf 2:0 aus Gästesicht. Und jetzt zog sich die Eintracht unverständlicher Weise zurück. Die Gastgeber spielten aber auch nicht so zwingend, dass man ernste Probleme bekam. Doch in der 70. Minute zeigte der beste Leipziger, warum er deren Torschützenkönig ist. Rechts angespielt, zog Herzog in Robben-Manier nach innen und hämmerte den Ball mit seinem starken linken Fuß unter die Querlatte zum 1:2-Anschlusstreffer.

Sermuth verliert die Ordnung

Nun waren die Sterne wach und sie spielten besser. Kaum noch Entlastung bei Sermuth und die Ballverluste wurden immer schwerwiegender. Als kurz vor Ultimo die Gäste den Ball vorn verloren und dieser im Anschluss an der Strafraumgrenze nicht konsequent aus der Gefahrenzone gedroschen wurde, kam es, wie es nicht kommen durfte – Freistoß Leipzig, Tor Herzog, 2:2. In der Nachspielzeit scheiterten Eidam per Kopf und Christian Döbold im Nachschuss. Wenn ein Maler die langen Gesichter der Gäste hätte zeichnen sollen, hätte er ganz sicher einen neuen Kunststil entwickelt.

Den Sieg in der letzten Minute noch aus der Hand zu geben, ist natürlich bitter. Jedoch hat man am kommenden Sonntag wieder die Möglichkeit, im Heimspiel gegen den SV Liebertwolkwitz die nötigen Punkte einzufahren. Mit einem Heimsieg bleibt man auf Tuchfühlung zu den Tabellenplätzen, die sich jenseits vom Tabellenende befinden. Sicher wird es auch gegen Liebertwolkwitz nicht einfach. Die Statistik aus den letzten zehn Vergleichen spricht mit sechs Siegen für Liebertwolkwitz. Ab er wen interessieren Statistiken im Fußball?

Sermuth: Heinitz, Hein, Mörtlbauer, Goethe, Thieme, Kubon (81.Becker), Hannover, Reißig, Eidam, Gräf (86. Döbold), Adam (90.Scholz)

Tore: 0:1 Gräf (45.), 0:2 Reissig (52.), 1:2, 2:2 Herzog (70., 88.)

SR: Rehm

Zuschauer: 549.

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