24. November 2021 / 13:08 Uhr

Leipzigs Sportbäder bleiben offen, Schwimmkurse finden statt - Eltern müssen draußen bleiben

Leipzigs Sportbäder bleiben offen, Schwimmkurse finden statt - Eltern müssen draußen bleiben

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Schwimmkurse für Nichtschwimmer, wie hier im Sportbad An der Elster, dürfen weiter stattfinden.
Schwimmkurse für Nichtschwimmer, wie hier im Sportbad An der Elster, dürfen weiter stattfinden. © André Kempner
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Was erlaubt ist und was nicht, ist in den Tagen des sächsischen Teil-Lockdowns eine wichtige Frage. Leipzigs Schwimmhallen führen diesbezüglich eine Art Doppelleben. Wir erklären, was aktuell möglich ist und wieso Eltern oder Großeltern ihre Kinder zum Schwimmkurs an der Tür abgeben müssen.

Leipzig. Geschlossen, aber doch offen: Der Teil-Lockdown in Sachsen stellt Leipzigs Sportbäder vor eine große Herausforderung. Zwar haben Bäder und Saunen laut der aktuell gültigen Corona-Notfallverordnung zu. Doch da Erstere unter anderem sowohl für den Vereinssport von Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre, das Schulschwimmen, für Profis, Kaderathletinnen und -athleten sowie Reha-Angebote offen gehalten werden sollen, sind die Türen der acht öffentlichen Schwimmhallen in der Messestadt eben doch nicht verschlossen.

"Liste zulässiger Ausnahmen ist lang"

Da die Hallen aufgrund der Verbote für das normale öffentliche Baden dennoch weniger ausgelastet sind, ist abends teilweise eher Schluss. Pläne, einige der Häuser komplett zu schließen und den Betrieb auf einen Teil zu konzentrieren gab es nicht, wie Katja Gläß, Sprecherin der Sportbäder Leipzig GmbH, auf SPORTBUZZER-Anfrage mitteilte. „Die Personengruppen und Schulklassen, die trainieren dürfen, kommen zu den üblichen Zeiten. Ein strukturiertes Umplanen der Trainingszeiten war nicht möglich.“ Die in der Messestadt beheimateten Landes- und Bundeskader zum Beispiel im Schwimmen nutzen zum großen Teil das Wassersportzentrum der Universität, können aber auch in den anderen Hallen ihr Programm absolvieren.

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Generell gilt: Wer rein will, muss sich ausweisen. „Unsere Liste zulässiger Ausnahmen ist lang und die notwendigen Kontrollen umfangreich“, erklärt Katja Gläß, Sprecherin der Sportbäder Leipzig GmbH. „Wir kontrollieren grundsätzlich alle Nutzer beim Zugang.“

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Schwimmen lernen ja, Kraulen lernen nein

Zu den zulässigen Ausnahmen gehören auch Schwimmkurse. Das gilt sowohl für solche, die von Vereinen organisiert, als auch für solche, die von den Sportbädern selbst angeboten werden. Gemeint sind allerdings lediglich Kurse für alle, die das Schwimmen neu lernen wollen. Das Alter der Teilnehmenden spielt dabei keine Rolle. „Fortführender Unterricht in Zweitschwimmarten, wie beispielsweise ein Kraulkurs für Erwachsene, findet allerdings nicht statt“, so Gläß. „Das käme einem Trainingsbetrieb gleich.“

Zu bleibt die Tür im Übrigen auch für Eltern, die ihre Kinder zur Schwimmhalle bringen. „Eltern sind keine Kursteilnehmer und zählen zum Publikumsverkehr. Der Zutritt ist für die Eltern demnach nicht möglich“, erläutert Gläß. Für Mutti, Vati, Oma und Opa dürfte das bei den aktuellen Temperatur- und Witterungsbedingungen kein großer Spaß sein. Sorgen, dass ihre Kids allein gelassen werden, müssen sie sich indes nicht machen. „Unser Personal begleitet die Kinder beim Umziehen. Die Vereine organisieren das in ähnlicher Weise.“