31. August 2018 / 20:10 Uhr

Leistungsorientierte Zukunft beim MTV Auhagen

Leistungsorientierte Zukunft beim MTV Auhagen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leistungsorientierte Zukunft
Die neue Mannschaft des MTV Auhagen hat sich den Aufstieg in die Oberliga als Ziel gesetzt. © pr
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Frauenhandball-Landesligist MTV Auhagen stellt internationalen Kader vor

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Bernd Schramme, Trainer und Manager des Frauen-Landesligisten MTV Auhagen hat ein fast komplett neues Handball-Team zusammengestellt und reist mit einem von internationalen Erstligaspielerinnen gespickten Kader zum ersten Spiel zum HSC Hannover.

Aus der vergangenen Saison bleiben Melanie Konsog, Nina Langhorst, Veronika Baba und Patrycja Opara erhalten. Die Neuzugänge stammen alle von europäischen Erstligisten und sind teilweise auch für die Nationalmannschaften ihres Heimatlandes aktiv. Anwurf ist am Sonntag um 11.30 Uhr.

So kommen mit Neza Curk (Slowenien) und Urszula Natalia Baldowska (Polen) zwei hochklassige Torfrauen dazu. Fürs Feld hat Schramme mit Marijana Trbojevic (Serbien), Ivana Novakov (Serbien) Ria Hacek (Kroatien), Alicja Sobocinska (Polen), Savica „Caci“ Mrjkic (zuletzt Island) und Zorica Mihajlova (zuletzt Dänemark) für jede Position erstklassige Neuzugänge auf dem Zettel. „Noch ist der Kader nicht komplett, die eine oder andere Verstärkung kommt eventuell noch dazu“, verrät Schramme.

Nicht nur der Kader hat professionelle Strukturen, auch das Trainingsprogramm ist für eine Landesligadamenmannschaft eher untypisch. Schramme hat ein drei wöchiges Trainingslager in der Vorbereitung mit den Spielerinnen organisiert. Die restlichen Wochen wurden unter der Woche acht Trainingseinheiten und am Wochenende drei Einheiten absolviert. „Mit zweimal Training in der Woche hätte ich keine der Spielerinnen überzeugen können, zu uns zu wechseln“, verrät Schramme, der auch in der Serie seine Damen achtmal pro Woche zum Training bitten will.

Für das Team um die Mannschaft waren die letzten Wochen genauso intensiv wie der Trainingsplan. Die internationalen Vereinswechsel bringen immer viel Arbeit mit sich, so müssen zu den Spielberechtigungen auch Wohnungen und Jobs für die Spielerinnen organisiert werden, damit sich die Sportlerinnen schnell in Deutschland integrieren.

Das Saisonziel für die anstehende Landesligasaison ist ganz klar der Aufstieg. „Wenn dieses Team sich richtig eingespielt hat, wird uns wahrscheinlich lediglich das Patte-Verbot (Haftwachs, Anm. d. Red.) kleinere Probleme bereiten“, befürchtet Schramme. Langfristig ist der Aufstieg in die 3. Liga das Ziel. „Vom Kader her sind wir jetzt schon drittligareif, aber die Mannschaft muss sich erst einspielen“, so Schramme.

Damit der Damenhandball in Auhagen langfristig Zukunft hat, verpflichtete Schramme mit Sasa Babic einen international erfahrenen Trainer. Babic spielte von 1991 bis 1993 bei GWD Minden in der 2. Liga und wurde unter anderem jugoslawischer Meister (1990). Er soll hauptsächlich für den Aufbau der Jugend zuständig sein, aber auch als Ko-Trainer von Schramme agieren. „Wir wollen kontinuierlich ein Spielkonzept von der C-Jugend bis in die Damen einführen und später eigene Nachwuchskräfte in den Kader der ersten Mannschaft einbauen“, erklärt Schramme.

Der Kostenaufwand für das Projekt ist nicht unerheblich. Schramme hat nach eigenen Angaben für Transfergebühren 20000 Euro eingeplant. Aktuell sind laut des Managers aber nur zwei Spielerinnen dabei, die in den ausländischen Erstligamannschaften als Vertragsspielerinnen galten. Bei Zorica Mihajlova, die in Dänemarks als Austauschschülerin gespielt hat, fallen dank eines Abkommens zwischen dem DHB und dem dänischen Verband zusätzlich zu den 130 Euro an die EHF und 75 Euro für den DHB nur 100 Euro für die Dänen an. Insgesamt kamen so bisher knapp 7000 an Transfergebühren zusammen. Da noch zwei kroatische Spielerinnen nachkommen werden, wird sich die Summe aber noch erhöhen. wi

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