29. November 2020 / 10:22 Uhr

Leon Bailey: Deshalb bin ich wieder in Topform – "Gibt keine Limits" für Bayer Leverkusen

Leon Bailey: Deshalb bin ich wieder in Topform – "Gibt keine Limits" für Bayer Leverkusen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leon Bailey steht seit Januar 2017 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag - und kommt langsam wieder in die Form früherer Tage.
Leon Bailey steht seit Januar 2017 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag - und kommt langsam wieder in die Form früherer Tage. © imago images/Laci Perenyi
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Bayer Leverkusen gehört in dieser Bundesliga-Saison bisher zu den stärksten Mannschaften. Die Werkself kann am Sonntag auf den zweiten Platz vorrücken und damit erster Verfolger von Dauer-Meister Bayern München werden. Vor allem Leon Bailey weiß in diesem Jahr wieder mit Top-Leistungen zu überzeugen.

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Nach einer längeren Schwächephase gehört Leon Bailey in dieser Saison wieder zu den Garanten für den Erfolg von Bayer 04 Leverkusen. Der schnelle Linksaußen überzeugt bei den noch ungeschlagenen Rheinländern, die mit einem Sieg am Sonntag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr/Sky) auf Platz zwei springen können, sowohl als Torschütze als auch als Vorbereiter. "Ich fühle mich körperlich wieder gut, das ist das Wichtigste für mich", sagte der 23-Jährige der Bild am Sonntag in einem Interview.

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Der Offensivspieler aus der Karibik hatte in der Saison 2017/18 erstmals mit teils spektakulären Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Anschließend spielte er, auch wegen zahlreichen Blessuren, nicht immer so regelmäßig wie gewünscht. "Ich hatte in der letzten Saison mit Verletzungen zu kämpfen, anschließend bin ich nie richtig in den Rhythmus gekommen, habe vielleicht auch zu viel gewollt", erklärte Bailey seine Leistungsdelle. "Jetzt tue ich viel dafür, damit ich mich gar nicht verletze." Eine besondere Motivation sei die Geburt seines Sohnes Leo Cristiano im vergangenen Jahr gewesen. Dies habe ihn angespornt, "noch härter zu arbeiten"

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Baileys Berater hatte im Sommer noch mit einem Transfer seines Schützlings kokettiert. "Die Zeit ist immer reif, wenn ein gutes Angebot vorliegt", sagte sein Berater und Adoptivvater Craig Butler. "Wir werden mit Leverkusen sprechen und sehen, wie es aussieht. Wir wiegen alles ab, wir (...) können es nicht ignorieren." Letztlich entschied man sich jedoch, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. In dieser Spielzeit gelangen dem Jamaikaner bereits fünf Tore und vier Vorlagen in elf Bundesliga- und Europa-League-Spielen.

Bailey: Bayer "viel hungriger als in der letzten Saison"

Dass Bayer Leverkusen in dieser Saison trotz der namhaften Abgänge von Kai Havertz und Kevin Volland so stark spielt und vor der Partie gegen Hertha noch ungeschlagen ist, wundert Bailey nicht. Der starke Start der Mannschaft von Trainer Peter Bosz liege "an der hohen Qualität der Spieler und dem Hunger der Mannschaft", sagte Bailey. "Unsere Mentalität hat sich verändert, wir sind jetzt viel hungriger als in der letzten Saison". Diese sei gut gewesen, "aber in den entscheidenden Momenten waren wir nicht da". So verspielte Bayer den möglichen Halbfinal-Einzug in der Europa League (trotz NRW-Heimvorteil) und zog im Rennen um die Champions-League-Qualifikation gegen Borussia Mönchengladbach den Kürzeren.

In der aktuellen Spielzeit sei indes "alles (...) für uns möglich", betonte Bailey. "Wir sind gut drauf, spielen gut. Es gibt keine Limits." Um erfolgreich zu sein, muss die Werkself allerdings auch Auseinandersetzungen für sich entscheiden, die in den vergangenen Jahren Probleme machten - etwa gegen Hertha, dem Gegner, gegen den Bayer im Vorjahr die Teilnahme an der Königsklasse verspielte. Bailey nennt das Spiel am 33. Spieltag "eine bittere Lektion", aber auch einen Lernprozess: "Uns wirft so leicht nichts mehr um." Bestes Beispiel sei der schwere Patzer von Torwart Lukas Hradecky kürzlich gegen Arminia Bielefeld. Leverkusen kam gegen den Aufsteiger zurück und gewann letztlich noch mit 2:1.