05. Juli 2021 / 14:33 Uhr

Vertragspoker mit Leon Goretzka und Kingsley Coman: Bayern-Boss Oliver Kahn nennt Stand der Verhandlungen

Vertragspoker mit Leon Goretzka und Kingsley Coman: Bayern-Boss Oliver Kahn nennt Stand der Verhandlungen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Kahn kommentiert die Vertragsverhandlungen mit Leon Goretzka und Kingsley Coman.
Oliver Kahn kommentiert die Vertragsverhandlungen mit Leon Goretzka und Kingsley Coman. © IMAGO/Jörg Schüler/Sven Simon (Montage)
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Bei seiner Vorstellung als neuer Vorstandsboss des FC Bayern hat sich Oliver Kahn zum Stand der Vertragsgespräche mit Leon Goretzka und Kingsley Coman geäußert. Er zeigte sich optimistisch, was den Verlauf der Verhandlungen betrifft, betonte aber auch, dass es beim Finanziellen "Grenzen" gebe.

Oliver Kahn hofft auf einen langfristigen Verbleib der beiden Top-Stars Leon Goretzka und Kingsley Coman beim FC Bayern. "Wir sind in sehr, sehr guten Gesprächen", sagte der 52-Jährige am Montag bei seiner Vorstellung als neuer Vorstandsboss der Münchner. Gleichzeitig betonte er aber auch: "Absolute Top-Spieler wollen entsprechend bezahlt werden. Wir sind nicht naiv." Man habe sich beim FC Bayern gewisse Gehaltsgrenzen gesetzt. Man müsse als Verein "eine klare Philosophie haben und Entscheidungen treffen", meinte der frühere DFB-Kapitän und verwies auf die am Ende gescheiterten Verhandlungen mit David Alaba, der in diesem Sommer ablösefrei zu Real Madrid wechselte. Auch Verkäufe von Spielern seien unter gewissen Umstände künftig nicht kategorisch auszuschließen.

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Goretzkas Vertrag in München läuft nur noch bis 2022. Coman, der einem Wechsel nicht abgeneigt sein soll, ist noch bis 2023 an den deutschen Rekordmeister gebunden. Kahn stellte klar, dass es sich bei dem Duo und auch mit Blick auf Niklas Süle (Vertrag bis 2022) um "wichtige Spieler" handle, denen man unabhängig vom Finanziellen ein "großartiges Paket anbieten" könne. Er verwies dabei auf die Titelchancen, die die Spieler bei den Münchnern hätten, oder auch die regelmäßigen Einsätze in der Champions League.

Kahn und auch Präsident Herbert Hainer machten am Montag unmissverständlich klar, dass die Bayern auch in Zukunft jedes wirtschaftliche Risiko vermeiden wollen. Der Verein konnte sich in den vergangenen Jahren dadurch auszeichnen, dass er "die Balance zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlicher Stabilität unheimlich gut hinbekommen" habe, meinte Hainer: "Diesen Weg wird der FC Bayern weitergehen." Zuvor hatte Hainer erklärt, dass die Münchner aufgrund der Corona-Pandemie bisher Umsatzverluste in Höhe von 150 Millionen Euro hinnehmen mussten.