12. August 2021 / 12:48 Uhr

„Lernreise“ zum Klassenerhalt? Woltwiesche setzt auf die Rückrunde

„Lernreise“ zum Klassenerhalt? Woltwiesche setzt auf die Rückrunde

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Einer von vielen jungen Spielern: Marvin Forth und Viktoria Woltwiesche haben in dieser Saison viel Arbeit vor sich.
Einer von vielen jungen Spielern: Marvin Forth und Viktoria Woltwiesche haben in dieser Saison viel Arbeit vor sich.
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Einige ältere Akteure haben das Team verlassen, weitere junge Spieler sind dazugekommen. Mit den Bezirksliga-Fußballern des SV Viktoria Woltwiesche hat Jerome Kuhlmann noch viel Arbeit vor sich. Außerdem will er sein persönliches Ziel mit der Mannschaft erreichen.

Den Altersschnitt haben die Bezirksliga-Fußballer von Viktoria Woltwiesche noch einmal reduziert. „Der liegt mittlerweile bei 22,3 Jahren“, erklärt Trainer Jerome Kuhlmann, der drei weitere junge Spieler nach Woltwiesche geholt hat. Auf der anderen Seite musste sich der Coach von einigen der gestandenen und erfahrenen Akteure verabschieden. Am Ziel der Mannschaft hat sich für die neue Saison nichts verändert. Kuhlmann spricht von einer „Lernreise“ die im Klassenerhalt münden soll. Mit der PAZ sprach der Woltwiescher Trainer über...

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...das größte Problem der Woltwiescher: „Unsere Lernreise wird sicherlich nicht nach einem halben Jahr abgeschlossen sein. Uns fehlen in diesem Prozess etwa die letzten sieben Monate während der Corona-Pause. Andere Mannschaften haben dieses Problem nicht, denn deren Spieler wissen, wie es in der Bezirksliga abgeht. Wir müssen uns das alles noch erarbeiten und werden dabei sicherlich viel Lehrgeld bezahlen müssen. Wir haben uns aber bewusst für den Weg einer Talentschmiede entschieden – jetzt müssen wir schauen, was dabei rumkommt.“

Mehr zum Start in die Saison

...die älteren Spieler in der Mannschaft: „Mit Sven Bruns und Thomas Bucklisch gehen zwei weitere Spieler dem Karriereende entgegen und verlassen das Team. Auch Matthias Steinert tritt nun kürzer. Das ist bitter, mit seinen mehr als 50 Jahren aber auch klar nachvollziehbar. Nun müssen Stefan Ebeling, Sebastian Kudlek, Timo Eckert und Dennis Peschelt vorangehen. Sie müssen die Führung übernehmen – bisher gehen sie mit gutem Beispiel voran.“

...die Vorbereitung: „Die war nicht so gut und hat gezeigt, wo wir stehen. Wegen Corona gab es viele Urlaubswütige. In jedem der Testspiele hatte ich fünf, sechs Leute aus der zweiten Mannschaft dabei, und deshalb waren die Ergebnisse nicht optimal. Wir haben gegen Kralenriede mit 0:7 verloren und das, obwohl ich die in der Bezirksliga auch eher in der Abstiegszone sehe.“

...die Ergebnisse der vergangenen Saison: „Die lasten gar nicht auf der Mannschaft, weil man diese Saison einfach nicht werten kann. Die Bezirkspokal-Gruppe haben wir nach zwei Spielen abgeschrieben und in der Liga hatten wir nur drei Spiele. Gegen Sickte haben wir erst sehr spät und sehr knapp verloren, Hondelage war einfach zu gut, ebenso Groß Lafferde. Das haben wir alles abgehakt.“

...über die Hinrunde in der Peiner Staffel: „Ich glaube, dass der TSV Wendezelle und Arminia Vechelde die ersten beiden Plätze belegen. Dahinter ist quasi ein Wild-Card-Platz. Zu Anfang der Vorbereitung hätte ich noch gesagt, dass wir in diese Richtung schielen wollen. Jetzt sehe ich die Hinrunde nur als weiteren Teil der Vorbereitung an. Damit haben wir quasi weitere zwei Monate Zeit. Zur Abstiegsrunde müssen wir dann aber auf den Punkt da sein, da gibt es dann keine Ausreden mehr. Böse Zungen behaupten, dass es nicht schlimm ist, auch mal abzusteigen. Ich gehe aber immer in die Saison und in jedes Spiel, um zu gewinnen.“


...sein persönliches Ziel: „Mich stört es ein bisschen, dass ich unseren treuen Zuschauern als neuer Trainer noch keinen Heimsieg bescheren konnte. In einem Verein ist es ein Geben und Nehmen – ich habe aber das Gefühl, dass die Zuschauer zuletzt mehr gegeben haben. Die kommen jedes Mal in voller Zahl und mit einem Lächeln auf den Sportplatz und gehen eventuell mit gesenktem Kopf nach Hause. Denen möchte ich auf jeden Fall bald etwas zurückgeben.“

Der SV Viktoria Woltwiesche

Transfers

Zugänge: Ole Langemann (Pfeil Broistedt, A-Jugend), Luca Mongiovi (Viktoria Ölsburg), Lionel Baron (SV Lengede, A-Jugend).

Abgänge: Sven Bruns (eigene Alte Herren), Phil Ruppert (Pfeil Broistedt), Philipp Huczala (FT Braunschweig), Marcel Mach (eigene 2. Herren), Thomas Bucklisch (Karriereende).

Der Kader

Tor: Stefan Ebeling, Christoph Klein, Jan Ratz.

Abwehr: Dennis Peschelt, Leon Herberg, Simon Look, Timo Eckert, Gerrit Meyer, Danny Bünger, Dustin Peschelt, Sebastian Kudlek.

Mittelfeld: Nurretin Arslan, Alexander Vilonin, Moritz Bremer, Ole Langemann, Jannis Lübke.

Angriff: Marvin Krüger, Luca Mongiovi, Lionel Baron, Ben Langemann, Florian Meier.

Sonstiges

Trainer: Jerome Kuhlmann.

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Co-Trainer: Frank Langemann.

Saisonziel: Junge Spieler weiterentwickeln, Teamgeist stärken. Tabellarisch zählt nur der Klassenerhalt.

Favoriten: TSV Wendezelle, Arminia Vechelde.