16. Februar 2020 / 08:49 Uhr

Leroy Kwadwo fordert bei Rassismus Spielabbrüche: "Dann spielen wir einfach nicht mehr"

Leroy Kwadwo fordert bei Rassismus Spielabbrüche: "Dann spielen wir einfach nicht mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Spiel gegen Preußen Münster wurde Leroy Kwadwo (M.) von den Würzburger Kickers von einem Zuschauer rassistisch beleidigt. 
Beim Spiel gegen Preußen Münster wurde Leroy Kwadwo (M.) von den Würzburger Kickers von einem Zuschauer rassistisch beleidigt.  © imago images/foto2press
Anzeige

Am Freitag wurde Leroy Kwadwo von den Würzburger Kickers beim Gastspiel gegen Preußen Münster in der 3. Liga das Ziel einer Rassismus-Attacke. Fans der Hausherren reagierten stark und halfen dabei, den Täter zu identifizieren. Nun forderte Kwadwo bei ähnlichen Vorfällen konsequentes Handeln. 

Anzeige
Anzeige

Leroy Kwadwo von Drittligist Würzburger Kickers hat nach den rassistischen Beleidigungen beim Spiel bei Preußen Münster ein konsequenteres Handeln gefordert. Im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF sprach sich der 23-Jährige für Spielabbrüche aus, sollten Profis auf dem Platz Ziel von Rassismus werden. "Der Fußball hat eine große Macht und wir sollten dann einfach alle zusammenrücken und sagen: 'Dann spielen wir einfach nicht mehr'“, erklärte der Innenverteidiger der Würzburger Kickers.

Mehr vom SPORTBUZZER

Wenige Minuten vor Ende der Partie in Münster hatte ein einzelner Zuschauer Kwadwo mehrfach rassistisch beleidigt. Die Fans der Hausherren reagierten mit "Nazis raus"-Rufen und halfen den Ordnern dabei, den Täter zu identifizieren. "Einen großen Dank an die Fans von Münster, die schnell reagiert haben", lobte Kwadwo im ZDF und forderte: "Wenn so etwas passiert, muss man das echt im Keim ersticken."

Kwadwo lobt Schiedsrichterin Rafalski

Auch im Spiel gegen Preußen Münster wollten die Gäste als Reaktion geschlossen das Spiel verlassen. "Unser Kapitän, Sebastian Schuppan, wollte vom Feld gehen. Ich hätte es auch durchgezogen. Aber es ist schwierig, die Schiedsrichterin hat da irgendwo auch das letzte Wort und muss dann vom DFB aus ein paar Regeln durchführen", erklärte Kwadwo, der auch mit der Reaktion der Unparteiischen Katrin Rafalski zufrieden war. Dank der starken Antwort der Fans und der schnellen Festnahme des Täters konnte das Spiel fortgesetzt und beendet werden (0:0). In den vergangenen Monaten kam es in Deutschland und europaweit immer wieder zu Rassismus-Vorfällen. So war Anfang Februar Jordan Torunarigha von Hertha BSC beim Pokal-Spiel gegen Schalke 04 rassistisch beleidigt worden.