28. November 2022 / 20:47 Uhr

Über Spanien zurück in die Startelf? Wie Leroy Sané dem DFB-Team zur Wende verhalf

Über Spanien zurück in die Startelf? Wie Leroy Sané dem DFB-Team zur Wende verhalf

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leroy Sané war nach seiner Hereinnahme gegen Spanien ein entscheidender Faktor für die deutsche Nationalmannschaft.
Leroy Sané war nach seiner Hereinnahme gegen Spanien ein entscheidender Faktor für die deutsche Nationalmannschaft. © IMAGO/José Breton/NurPhoto (Montage)
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Die Einwechselspieler verhalfen der deutschen Nationalmannschaft im WM-Gruppenspiel gegen Spanien zum wichtigen Punktgewinn. Neben Torschütze Niclas Füllkrug galt das vor allem für Leroy Sané, der nach seinen Knieproblemen wieder einsatzbereit war. "Das Spiel haben wir von der Bank gewonnen", meinte Manuel Neuer.

Anders als beim 1:2 gegen Japan zum Auftakt kamen während der Partie der deutschen Mannschaft gegen Spanien die richtigen Impulse von der Bank, auch die Einwechslungen von Bundestrainer Hansi Flick stimmten, die jeweiligen Ideen dahinter gingen auf. Nicht nur wegen Mittelstürmer und 1:1-Torschütze Niclas Füllkrug. Auch der in der 87. Minute für den angeschlagenen David Raum (Rippenprellung) eingewechselte Nico Schlotterbeck bewies Courage. Gerade zwei Minuten im Spiel, grätschte er im Strafraum gegen Spaniens Alvaro Morata, verhinderte einen Torabschluss – und das nach dem Patzer, der zur Niederlage gegen Japan geführt hatte, und mit der Vorgeschichte, in sechs Länderspielen drei Elfmeter verursacht zu haben. Mutig, mutig.

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"Das Spiel haben wir von der Bank gewonnen", sagte Torhüter Manuel Neuer – im Wissen, dass es für das 1:1 keine drei Punkte gab. Neben Füllkrug belebte vor allem Leroy Sané nach der Einwechslung in der 70. Minute das deutsche Offensivspiel, machte über die rechte Außenbahn mächtig Betrieb, ging mutig in viele Eins-gegen-eins-Situationen. "Leroy hat auf den Platz gebracht, was er kann, was wir an ihm schätzen", sagte Marcus Sorg, Flicks Assistent am Montagmittag im DFB-Quartier. Im ersten Gruppenspiel hatte der 26-Jährige noch wegen Knieproblemen zuschauen müssen. Und das Knie? Am Tag danach habe es "positive Signale" gegeben, wie Danny Röhl, ein weiterer Assistent, berichtete. Ein Einsatz gegen Costa Rica am Donnerstag (20 Uhr, ARD und Magenta TV) scheint gesichert.

In der Startelf? Es wäre das erste WM-Spiel von Beginn an für Sané – was man bei der Vita des ehemaligen Schalkers (Marktwert 70 Millionen Euro, ab 2016 vier Jahre Manchester City, dann 2020 zurück in die Bundesliga zum FC Bayern) kaum für möglich hält. Ist aber so. Vor der WM 2018 in Russland war Sané, zuvor mit den Citizens Meister geworden und zum besten Jungprofi der Premier League gewählt, von Bundestrainer Joachim Löw kurzfristig aus dem WM-Kader gestrichen worden.

Unter Flick ist Sané fest in­te­griert, spielt eine teils bärenstarke Saison beim FC Bayern (zehn Tore in 19 Pflichtspielen). Der Startelfeinsatz gegen Costa Rica würde ein Jubiläum abrunden. Es wäre Sanés 50. Länderspiel.

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