20. Dezember 2020 / 09:06 Uhr

"Kannte ich so nicht": Leroy Sané meldet sich nach Bayern-Wirbel zu Wort und gibt Versprechen ab

"Kannte ich so nicht": Leroy Sané meldet sich nach Bayern-Wirbel zu Wort und gibt Versprechen ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Star Leroy Sané hat sich zu seiner Auswechslung gegen Leverkusen geäußert.
Bayern-Star Leroy Sané hat sich zu seiner Auswechslung gegen Leverkusen geäußert. © 2020 Getty Images
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Die Auswechslung von Leroy Sané wurde beim Sieg des FC Bayern gegen Bayer 04 Leverkusen zu einem Aufreger - denn der Nationalspieler war zuvor eingewechselt worden. Diese "Höchststrafe" passte ins Bild eines aus persönlicher Sicht eher mäßigen Jahres. Nach der Szene meldete der 24-Jährige sich selbst zu Wort.

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Erst ein- und dann wieder ausgewechselt: Nach seinem bitteren Kurzeinsatz beim Sieg des FC Bayern München gegen Bayer 04 Leverkusen (2:1) hat sich Leroy Sané nun selbst zu Wort gemeldet. "Über allem steht die Freude, dass wir dieses so wichtige Spiel am Ende gewinnen konnten. Wir stehen jetzt in allen Wettbewerben sehr gut da", sagte der Nationalspieler gegenüber Bild, um dann auf jene 68. Minute zu sprechen zu kommen, in der Bayern-Trainer Hansi Flick ihn wieder vom Feld genommen hatte, nachdem Sané früh für den verletzten Kingsley Coman eingewechselt worden war.

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"Die Auswechslung kam im ersten Moment überraschend für mich - das kannte ich so nicht", sagte Sané, der im vergangenen Sommer für 50 Millionen Euro von Manchester City geholt wurde. Gräuel gegen Trainer Flick hegt er nun jedoch nicht. Der 24-Jährige gab sich versöhnlich: "Aber auch das passiert einmal. Das Team war direkt nach Abpfiff an meiner Seite, und wir haben uns alle über die drei Punkte gefreut."

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Flick hatte die Auswechslung des seit Wochen hinter seiner Bestform hinterherlaufenden Linksaußen mit taktischen Erwägungen gerechtfertigt und explizit dessen offensive Mitspieler Thomas Müller und Serge Gnabry für ihre Leistungen gelobt. Tenor: Sané vom Platz zu nehmen, war die einzige Alternative. Flick: "Letztendlich geht es darum, dass die Mannschaft Erfolg hat. Da muss der Einzelne vielleicht auch mal zurückstehen. Das wird er verkraften." Sané gehörte zuletzt nur selten zur ersten Elf des Trainers, obwohl er als erklärter Königstransfer der Bayern galt.

Scholl kritisiert Sané: "Das ist noch von Bayern München entfernt"

Zuvor war der Nationalspieler von der Bayern-Legende Mehmet Scholl für seine "Haltung" kritisiert worden. "Was ihm offensichtlich schwer fällt ist, dieses Trikot und diesen Verein zu kapieren", sagte Scholl bei Bild Live. "Er hat eine Haltung auf dem Platz, die ist schwierig. Er ist kein Berserker wie der Müller oder der Kimmich, rauf und runter. Die Körpersprache, die Gestik, die Mimik, die Art, wie er Zweikämpfe führt - das ist noch von Bayern München entfernt", sagte der ehemalige Nationalspieler, der selbst zu 469 Einsätzen im Dress der Münchner kam. "Ich habe ihn gewarnt, als er verpflichtet wurde: Du musst Bayern München lernen. (...) Jetzt sind wir ein halbes Jahr später und die Haltung ist immer noch die gleiche."

Sané gestand ein, dass er seit seiner Verpflichtung nur selten Topleistungen ablieferte. "In diesem Corona-Spielplan war es für mich sehr schwierig, wieder den richtigen Rhythmus zu finden", sagte der Offensivspieler. Er fühle sich "total wohl beim FC Bayern", so Sané weiter: "Ich bin selbst mein größter Kritiker und weiß einzuordnen, dass ich zuletzt mein Leistungsvermögen nicht abrufen konnte. Aber das wird sich ändern." Das darf auch als Versprechen an seine Teamkollegen und Trainer Flick aufgefasst werden.