15. August 2019 / 16:40 Uhr

Trainer-Legende Hitzfeld kritisiert Leroy Sané - und rät FC Bayern von Transfer ab

Trainer-Legende Hitzfeld kritisiert Leroy Sané - und rät FC Bayern von Transfer ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld (l.) hat dem FC Bayern von einem Transfer von Leroy Sané in diesem Sommer abgeraten.
Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld (l.) hat dem FC Bayern von einem Transfer von Leroy Sané in diesem Sommer abgeraten. © imago images / MB Media Solutions / Getty
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Der Transfer-Poker um Leroy Sané beschäftigte den FC Bayern München wochenlang - und beschädigte das Image des einst so souveränen Rekordmeisters. Für Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld ist klar: Daran hatte neben dem FCB auch Sané selbst einen großen Anteil.

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Nach dem wochenlangen Transfer-Tauziehen zwischen dem FC Bayern München und Manchester City um den deutschen Nationalspieler Leroy Sané hat sich Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld zu Wort gemeldet - und ungewöhnlich harte Kritik geübt. Die FCB-Ikone nahm sich im Interview mit RTL Aktuell vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel der Bayern gegen Hertha BSC am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN und ZDF) auch Sané selbst zur Brust. Im Transfer-Geschacher um den inzwischen schwer verletzten Angreifer gebe es "nur Verlierer".

Hitzfelds Vorwurf: Sané hätte sich öffentlich positionieren müssen - pro FC Bayern. Er habe sich gewünscht, "dass Sané ein klares Bekenntnis ausspricht und nicht alles im Raum stehen lässt", erklärte der 70-Jährige. Das vermied der 23-Jährige allerdings sorgfältig. Nicht einmal ManCity-Trainer Pep Guardiola kannte eigenen Angaben zufolge die wahren Intentionen seines deutschen Linksaußen. "Ich glaube nicht, dass er gehen wollte. Er hat mir nicht gesagt, dass er gehen will", betonte der Ex-FCB-Coach.

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Hitzfeld: Sané-Poker war für den FC Bayern "ein Sommer-Theater"

Für den FCB bleibt nach dem Tauziehen um die Dienste von Leroy Sané (von Hitzfeld als "Schwank" bezeichnet) ein gewaltiger Imageschaden. Erst hatten sich die Münchner zu Beginn des Jahres im Poker um Chelsea-Juwel Callum Hudson-Odoi vergaloppiert, dann begleiteten die FCB-Bosse Karl-Heinz Rummenigge, Hasan Salihamidzic und Trainer Niko Kovac die Transfer-Verhandlungen um Sané mit verbalen Muskelspielchen, die ManCity gewaltig verärgerten. Hitzfeld: "Es war ein Sommer-Theater. Das war keine gute Außendarstellung."

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Der langjährige Bayern-Trainer rät dem FCB wegen seiner Verletzung auch von einem weiteren Vorstoß bei Sané ab - zumindest in diesem Sommer. "Ich glaube, wenn man einen Transfer in dieser Größenordnung macht, bei circa 100 Millionen Euro, dann muss man auch einen fitten Spieler holen. Und ich glaube auch nicht, dass es den Fans vermittelbar ist, einen verletzten Spieler jetzt zu verpflichten, weil man nicht weiß, wie der Heilungsprozess sein wird", erklärte der frühere Coach, der auch Borussia Dortmund und die Nationalmannschaft der Schweiz betreute. Sané fällt mit einer im Community Shield erlittenen Kreuzbandverletzung mindestens bis Februar aus.

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Für Hitzfeld bleiben die Bayern trotz der fehlgeschlagenen Sané-Verpflichtung Favorit auf die Deutsche Meisterschaft. Der BVB sei Herausforderer und fast auf Augenhöhe mit dem FC Bayern, "aber das müssen sie dann erst noch mit der deutschen Meisterschaft beweisen", sagte der 70-Jährige.

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