04. September 2020 / 06:46 Uhr

Nach Sané-Auswechslung gegen Spanien: Löw gibt Entwarnung - "Man muss sehen, wo er herkommt"

Nach Sané-Auswechslung gegen Spanien: Löw gibt Entwarnung - "Man muss sehen, wo er herkommt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw klärte nach dem Spanien-Spiel über die Auswechslung von Leroy Sané auf.
Bundestrainer Joachim Löw klärte nach dem Spanien-Spiel über die Auswechslung von Leroy Sané auf. © imago images/Sven Simon
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In den ersten 63 Länderspiel-Minuten nach seiner schweren Verletzung hat sich Bayern-Neuzugang Leroy Sané schon in starker Form präsentiert. Die vorzeitige Auswechslung hatte kurzzeitig vermuten lassen, dass der Flügelflitzer vielleicht angeschlagen sei - doch Bundestrainer Joachim Löw gab Entwarnung.

Im ersten Länderspiel nach 15-monatiger Länderspielpause wegen seines Kreuzbandrisses und der Corona-Krise hat Leroy Sané über einige Strecken wieder seine alte Klasse aufblitzen lassen (SPORTBUZZER-Note 3). Der Neuzugang des FC Bayern war beim 1:1 gegen Spanien in Stuttgart mit viel Tempo unterwegs, noch unterliefen ihm aber einige Ungenauigkeiten - insgesamt ein vielversprechendes Comeback des 24-Jährigen im Dress der deutschen Nationalmannschaft. Doch nach 63 Minuten musste Bundestrainer Joachim Löw seinen offensiven Außenspieler vom Feld nehmen.

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Direkt nach der Partie gab Löw allerdings Entwarnung. Er erklärte: "Leroy hat Krämpfe gehabt. Man muss sehen, woher er kommt. Er hat in den letzten vier, fünf Monaten kaum ein Spiel gemacht. Es war klar, dass die Kraft nachlässt." Demnach habe es eine klare Absprache zwischen ihm und Sané gegeben. "Ich habe ihm gesagt, er soll anzeigen, wenn er sich müde fühlt. Obwohl er im Konterspiel weiter noch gut gewesen wäre, mussten wir wechseln, bevor wir eine Verletzung riskiert hätten. Man muss aufpassen bei ihm", betonte der Bundestrainer.

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Löw kritisiert Terminkalender: "Einige richtig platt"

Grundsätzlich hatte Löw zugleich den engen Terminkalender bei der Ansetzung der Länderspiel-Termine im Oktober und November und die hohe Belastung bis zur EM im Sommer 2021 angeprangert. Für seine Dauer-Warnung sah er schon nach dem Saisonauftakt in Stuttgart alarmierende Indizien. "Wir müssen aufpassen: Die Gesundheit der Spieler steht über allem", sagte der 60-Jährige und gestand: "Einige sind richtig platt."

Großen Unmut äußerte Löw, dass die UEFA nicht wie in anderen Wettbewerben wie der Champions League fünf statt drei Wechsel ermöglicht. "Gerade jetzt, gerade jetzt, hätte man es gebraucht, weil die Spieler jetzt das Mammutprogramm haben und es hätte Sinn gemacht, weil einige sind echt auf dem Zahnfleisch gelaufen", sagte der Bundestrainer energisch. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die Ausnahmeregelung auf ihrer Sitzung am Donnerstag gerade noch für die anstehende Bundesliga-Saison verlängert.