08. August 2019 / 18:51 Uhr

Leroy Sané: Schwere Kreuzband-Verletzung – ManCity gibt Details zu OP-Termin bekannt

Leroy Sané: Schwere Kreuzband-Verletzung – ManCity gibt Details zu OP-Termin bekannt

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schwere Verletzung am Knie: Manchester City muss lange auf Leroy Sané verzichten.
Schwere Verletzung am Knie: Manchester City muss lange auf Leroy Sané verzichten. © imago images / PA Images
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Jetzt gibt es Gewissheit über das Ausmaß der Verletzung von Leroy Sané: Manchester City hat eine Kreuzband-Verletzung offiziell bestätigt. Der OP-Termin steht bereits fest. Der Wunsch-Transfer des FC Bayern München für diesen Sommer wird lange ausfallen.

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Die Schreckensnachricht erreichte die Bayern-Verantwortlichen am frühen Donnerstagnachmittag – ausgerechnet in ihrem Idyll am Tegernsee, während ihres fünftägigen zweiten Trainingslagers der Saison-Vorbereitung. Leroy Sané, seit Wochen und Monaten das Objekt aller Transferbegierden des FC Bayern München, hat sich eine „Beschädigung des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie“ zugezogen. Das bestätigte sein Verein Manchester City am Donnerstagabend. Bild und Kicker berichten gar von einem Kreuzbandanriss. Klar ist: Er wird Monate fehlen. Die Vorrunde dürfte mindestens gelaufen sein für den 23-jährigen Flügelstürmer.

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Leroy Sané: Manchester City gibt Details zur Verletzung bekannt

Nach den Berichten der Zeitungen gab Manchester City ein offizielles Statement ab. So sei ein Knie-Spezialist extra nach Manchester gereist, um mit Sané zahlreiche Tests durchzuführen und damit das Ausmaß der Verletzung zu bestimmen. Das Ergebnis: Eine Operation ist wegen der Beschädigung des Kreuzbandes unausweichlich. „Manchester City wird Leroy Sané mit aller Unterstützung und Beratung die er braucht, zur Verfügung stehen“, heißt es im Statement. „Alle im Klub wünschen ihm eine schnelle Genesung.“ Durch die OP ist eine Ausfallzeit von bis zu sechs Monaten realistisch.

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Für die Bayern ist es nicht mehr und weniger als der Schock schlechthin. Denn Nationalstürmer Sané hatte den Münchner bereits zugesagt, man war sich weitestgehend über einen Fünfjahresvertrag einig. Der Linksfuß hätte nach der gerade beendeten Ära von Franck Ribéry und Arjen Robben das neue Gesicht des FC Bayern werden sollen, für den Wechsel aus der Premier League in die Bundesliga war der Meister bereit, alle (Bundesliga-)Rekorde in Sachen Ablösesumme und Gehalt zu brechen.



Einsatz von Leroy Sané im Supercup galt beim FC Bayern als Affront

Am Sonntag war Sané im „Community Shield“, dem englischen Supercup, gegen Liverpool (5:4 für City i. E.) bereits in der achten Minute nach einem Laufduell zu Boden gegangen. Sofort griff er sich unter Schmerzen ans Knie, nahm später jedoch an der Siegerehrung teil – was Hoffnung machte. Dass der seit Monaten heftig Umworbene von City-Trainer Pep Guardiola, von 2013 bis 2016 als Chefcoach an der Säbener Straße in der Verantwortung, überhaupt eingesetzt wurde, galt hinter vorgehaltener Hand als Affront.

Nun haben sie alle den Salat. City fehlt in jedem Fall ein wichtiger Spieler – und Bayern verpflichtet ihn nicht. Oder doch? Schnell war es gestern vorbei mit der Ruhe am Tegernsee – obwohl: nun hat man endlich Gewissheit und kann beraten, welche Entscheidung nun die klügste ist. Steigen sie aus dem Poker aus oder verpflichten sie den Reha-Patienten, der übrigens auch der Nationalelf und Bundestrainer Joachim Löw in allen fünf restlichen EM-Qualifikationsspielen des Herbstes fehlen wird, trotzdem?

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Einiges spricht für einen Transfer von Leroy Sané zum FC Bayern

Einiges spricht dafür. Wenn Sané eine Ära prägen soll, warum könnte man dann nicht einige Monate warten? Bayern hatte sich auf Sané versteift, ein Rückzieher müsste nun durch eine weiterführende medizinische Untersuchung – falls Manchester City das gestattet – und ein daraus resultierendes negatives Fachurteil begründet werden.

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Im Fall von Lucas Hernández (23), der sich im Frühjahr einer Knieoperation unterziehen musste und erst am Dienstag vorsichtig ins Mannschaftstraining eingestiegen war, hatte man nach einem erneuten Medizincheck durch Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt entschieden: Wir kaufen Hernández trotzdem – so wurde der Franzose mit 80 Millionen Euro Ablöse an Atlético Madrid der teuerste Import der Bundesliga-Geschichte.

Leroy Sané: Der FC Bayern kann nach der Verletzung um die Ablöse pokern

Sané sollte das noch toppen. 150 Millionen Euro standen zuletzt im Raum. Bayern kann nach der Hiobsbotschaft nun besser pokern, die Ablöse drücken. Denn City fehlt Sané nun auch bis zur Jahreswende. Und: Im Transferfenster Januar kann der englische Meister ja wieder einkaufen.

Andererseits: Sané kann Bayern nun nicht sofort helfen. Als ad-hoc-Alternative zu den Flügelstürmern Kingsley Coman und Serge Gnabry, die als verletzungsanfällig gelten, bleiben nun also: Hakim Ziyech von Ajax Amsterdam, Steven Bergwijn (PSV Eindhoven) und Philippe Coutinho, der den FC Barcelona verlassen soll.

Hier abstimmen: Sollte der FC Bayern Leroy Sané trotz der Verletzung verpflichten?

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