08. April 2021 / 15:02 Uhr

Letzte Warnung: So könnte die Bundesliga-Saison doch noch gefährdet sein

Letzte Warnung: So könnte die Bundesliga-Saison doch noch gefährdet sein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Bundesliga-Klubs müssen sich wohl nicht in ein Quarantäne-Trainingslager begeben.
Die Bundesliga-Klubs müssen sich wohl nicht in ein Quarantäne-Trainingslager begeben. © IMAGO/Sportfoto Rudel/Hanno Bode (Montage)
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Wie kommt der Fußball - in den Bundesligen und dann bei der EM auch in Deutschland - durch die Pandemie? Das Profigeschäft verlangt in den nächsten Wochen noch mehr Disziplin als bisher. Sonst droht Ungemach.

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Je näher das Saisonende rückt und je angespannter die Corona-Lage wieder wird, desto größer das Zittern im Profifußball. Die Quarantäne-Fälle Karlsruher SC und SV Sandhausen in der 2. Liga dürften allen eine letzte Warnung sein, die Hygienemaßnahmen restriktiv anzuwenden. Sonst könnte die Deutsche Fußball Liga und der ganze Betrieb in größte Schwierigkeiten geraten, die Saison wie geplant abzuwickeln. Immer mehr in den Mittelpunkt rückt die Zuschauerdebatte um die EM mit dem Standort München.

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Die DFL setzte am Donnerstag erstmal jeweils zwei Partien von Karlsruhe und Sandhausen ab, da sich beide Teams nach Corona-Fällen in eine 14-tägige häusliche Isolation begeben mussten. Dem KSC droht sogar ein Nachspiel: Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes Karlsruhe, Ulrich Wagner, erklärte im SWR die Entscheidung der Behörde so: „Es war relativ einfach zu sagen, dass es Termine gegeben hat, an denen das ganze Team teilgenommen hat - und auch in einer Form, in der man sagen muss: ohne Schutz.“

Die DFL hatte die 36 Profiklubs längst noch einmal zur strikten Einhaltung der Regeln aufgefordert und diese Woche verpflichtende Trainingslager-Quarantänen für alle Mannschaft ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Verstöße wie die von Borussia Dortmund, deren Profis im Mannschaftsbus ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Schutz gefeiert hatten, bestrafte die DFL bisher mit Geldbußen. Bei nachweislich massivem Fehlverhalten und wenn es keine Nachholspielmöglichkeiten gibt, könnte die DFL nach dpa-Informationen auch ganz andere Bandagen anlegen - und die ausgefallenen Partien theoretisch zuungunsten des Vereins werten.

Terminnot durch Absagen droht

Denn bei weiteren Spielabsagen würde die Terminnot immer größer. Nach dem Saisonende folgt ab dem 24. Mai die Woche mit Relegationsspielen und den Europapokal-Finals, ehe am 31. Mai die Abstellungspflicht für die EM (11. Juni bis 11. Juli) beginnt.

Immer schwieriger wird die Zuschauerfrage bei der Europameisterschaft: Die spanische Stadt Bilbao droht als Spielort wegzufallen. Angesichts der Bedingungen der Regionalregierung des Baskenlandes seien Spiele vor Publikum in Bilbao undenkbar, teilte der spanische Verband RFEF mit. Die sieben Forderungen der Behörden seien bis Juni „unmöglich zu erfüllen“, hieß es.

Offen ist, ob die Europäische Fußball-Union darauf bestehen wird, dass EM-Spiele an den geplanten zwölf Spielorten vor Fans stattfinden müssen. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte am Mittwoch bei Sky gesagt, man müsse sich ansehen, wie die Gesundheitssituation aussehe. „Wenn es die Situation erlaubt, erwarten wir Zuschauer“, betonte er.

Ceferin hofft auf EM-Spiele in München

EM-Spiele in München hält UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach einem Treffen mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) auch unter den schwierigen Bedingungen für möglich. „Und ich bin mir auch sicher, dass der Ministerpräsident bemüht ist, dass die EM hier stattfinden wird“, sagte der Slowene im Pay-TV-Sender Sky.