25. Mai 2022 / 15:03 Uhr

Leverkusen-Boss Carro über Super-League-Pläne: Real, Barca und Juve wollen "nicht unbedingt einlenken"

Leverkusen-Boss Carro über Super-League-Pläne: Real, Barca und Juve wollen "nicht unbedingt einlenken"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayer Leverkusens Fernando Carro gibt Einblicke in die Pläne der Super League.
Bayer Leverkusens Fernando Carro gibt Einblicke in die Pläne der Super League. © IMAGO/Treese
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Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin hoffen offenbar weiter auf die Gründung der Super League. Leverkusen-Boss Fernando Carro, der auch dem Vorstand der Klub-Vereinigung ECA angehört, gibt Einblicke in die aktuelle Situation.

Bayer Leverkusens Klub-Chef Fernando Carro hofft auf eine Annäherung zwischen der Europäischen Fußball-Union UEFA und den Super-League-Gründern Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin. "Wir wissen, dass Real Madrid, Barcelona und Juventus immer noch an die Super League glauben und nicht unbedingt einlenken wollen", sagte Carro der Deutschen Presse-Agentur. Der 57-Jährige sitzt im Vorstand der Klub-Vereinigung ECA, die am Streit um die bislang gescheiterte Super League im vergangenen Jahr mit beteiligt war.

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Das Champions-League-Finale an diesem Samstag zwischen Real und dem FC Liverpool sei "eine gute Möglichkeit, dass (UEFA-Präsident) Aleksander Ceferin und die UEFA in Paris mit Real Madrid sprechen", sagte Carro: "Am Ende sind wir alle Teil des Fußballs und Real Madrid ist einer der größten Vereine der Welt. Es wäre fahrlässig, wenn man die Chance auf eine Annäherung nicht nutzt. Am Ende ist keinem geholfen, wenn die Fronten sich weiter verhärten. Es geht nur über Dialog. Meine Hoffnung darauf ist nicht sehr groß. Aber es ist mein Wunsch."

Real, Barcelona und Turin betonen immer wieder, an der Idee einer Super League festhalten zu wollen. Zuletzt hatte ein Gericht in Madrid ein Urteil aus dem vergangenen Jahr gekippt, das Sanktionen gegen die Super-League-Gründer durch die UEFA verboten hatte. Ende April 2021 hatten zunächst zwölf Klubs praktisch über Nacht die Gründung des Konkurrenzwettbewerbs zur Champions League verkündet, neun zogen sich nach massiver Kritik aus Fan- und Verbandskreisen schnell wieder zurück.