01. April 2020 / 17:43 Uhr

Leverkusen, Leipzig und Hoffenheim geben Gehaltsverzicht bekannt – Mainz krempelt Klub "auf links"

Leverkusen, Leipzig und Hoffenheim geben Gehaltsverzicht bekannt – Mainz krempelt Klub "auf links"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Mannschaften von Bayer Leverkusen, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim haben einem Gehaltsverzicht zugestimmt.
Die Mannschaften von Bayer Leverkusen, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim haben einem Gehaltsverzicht zugestimmt. © Getty
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Die Bundesliga spart, wo sie kann: Nach Gladbach, Bayern & Co. gaben am Mittwoch weitere Klubs wie Bayer Leverkusen, RB Leipzig und TSG Hoffenheim den Gehaltsverzicht einiger Profis bekannt. Schalke 04 und Mainz 05 ergreifen weitere Maßnahmen.

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Borussia Mönchengladbach hatte den Anfang gemacht - und immer mehr Mannschaften der Bundesliga ziehen beim Thema Gehaltsverzicht nach. Am Mittwoch gaben eine ganze Reihe von Bundesligisten bekannt, mit ihren Spielern, Trainern und auch Funktionären Übereinkünfte erzielt zu haben, um in der Corona-Krise finanzielle Engpässe verhindern zu können. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über die Klubs, die dem Beispiel von Gladbach, dem FC Bayern, Borussia Dortmund oder Schalke 04 folgen.

Bayer 04 Leverkusen: Beim ersten Treffen nach zweiwöchigem Heim-Training, das mit einem Training in Zweiergruppen durchgeführt wurde, beschlossen die Spieler der Werkself, auf Teile ihres Gehaltes zu verzichten. "Wir haben das in den vergangenen beiden Wochen bereits abgestimmt und uns heute einstimmig darauf geeinigt", sagte Kapitän Lars Bender. Geschäftsführer Rudi Völler sprach von einer "Geste, die uns nach den Gesprächen der letzten Wochen nicht überrascht." Der Trainerstab um Chefcoach Peter Bosz schließt sich ebenso an wie das Management und die Geschäftsführung.

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RB Leipzig: Die RB-Profis verzichten auf einen zweistelligen Prozentsatz ihres Gehaltes - um den Mitarbeitern des Klubs zu helfen. "Wir möchten als Mannschaft unseren Beitrag leisten! Viele Menschen verlieren in diesen Tagen ihre Jobs oder müssen in Kurzarbeit", sagte Kapitän Willi Orban. "Dass das bei RB Leipzig bislang nicht notwendig ist, freut uns als Team natürlich und wir wollen mit dem Verzicht auch dazu beitragen, dass das möglichst so bleibt."

Hoffenheim-Kapitän Hübner: "Sind in den Genuss einiger Privilegien gekommen"

TSG Hoffenheim: Bei der TSG hat die Geschäftsführung mit den Lizenzspielern, dem Trainerteam und den Direktoren ebenfalls einen Verzicht auf Gehaltszahlungen beschlossen. "Wir sind in den vergangenen Jahren auch aufgrund unserer sportlichen Erfolge im gesamten Klub in den Genuss einiger Privilegien gekommen. Nun ist es geboten, etwas zurückzugeben", sagte Kapitän Benjamin Hübner.

Schalke 04: Die Schalker Spieler hatten bereits vor einigen Tagen einen Gehaltsverzicht beschlossen. Der Klub hat nun für einen Großteil seiner insgesamt 600 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. "Ja, ist richtig. Das Besondere daran ist, dass die Differenz durch die Gehaltseinbußen bei den Betroffenen vom Verein auf 100 Prozent ausgeglichen wird. Darauf hat unser Vorstand bestanden. Das ist keineswegs selbstverständlich", sagte S04-Mediendirektor Thomas Spiegel. Möglich wurde diese Maßnahme dadurch, dass Spieler und Top-Funktionäre auf Geld verzichteten.

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Mainz-Boss Hofmann: Einsparpotenzial von zehn Millionen Euro

Mainz 05: Die Rheinhessen haben ihre wirtschaftliche Planung komplett überarbeitet und dabei ein Einsparpotenzial von rund zehn Millionen Euro ermittelt. "Um für potenzielle Einnahmeausfälle der laufenden Saison gewappnet zu sein, müssen wir den Verein komplett auf links krempeln", sagte der Mainzer Vereins- und Vorstandschef Stefan Hofmann. Drei Viertel der M05-Festangestellten gehen in Kurzarbeit, der Klub stockt die Zahlungen auf. Spieler, Trainer sowie die sportlichen und kaufmännischen Führungskräfte verzichten in den Monaten April bis Juni auf die Auszahlung eines Gehaltsanteils.