04. März 2020 / 20:25 Uhr

Medizinischer Notfall bei Leverkusen gegen Union Berlin: Fangruppen stellen zeitweise Support ein

Medizinischer Notfall bei Leverkusen gegen Union Berlin: Fangruppen stellen zeitweise Support ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stille in Leverkusen. Nach einem medizinischen Notfall im Stadion stellten die Fangruppen von Bayer und Union zeitweise ihren Support ein.
Stille in Leverkusen. Nach einem medizinischen Notfall im Stadion stellten die Fangruppen von Bayer und Union zeitweise ihren Support ein. © Getty Images
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Ein medizinischer Notfall auf der Tribüne hat die erste Halbzeit des Pokal-Spiels zwischen Bayer Leverkusen und Union Berlin überschattet. Aus Respekt stellten beide Fan-Gruppen vorübergehend ihren Support ein. Es herrschte Stille im Stadion. 

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Beim DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Bayer Leverkusen und Union Berlin am Mittwochabend (Endstand 3:1) hat es einen medizinischen Notfall auf der Tribüne gegeben, der für einen einen Schockmoment und gespenstische Stimmung gesorgt hat. Sanitäter rannten aufgeregt in den unteren Zuschauer-Rang, zogen eine Person heraus, deckten sie mit Decken ab und versuchten, sie zu reanimieren. Rund 20 Minuten dauerte der Einsatz an. "Wir wussten nicht, was los ist. Wenn man so etwas hört, merkt man, wie unwichtig der Fußball is"“, sagte Nationalspieler Kai Havertz nach dem Spiel.

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Ab der 15. Minute stellten die Fans von Bayer Leverkusen aus Respekt ihren Support ein, die Fans von Union Berlin folgten umgehend. "Kompliment an alle Zuschauer hier, das zeigt Respekt", sagte Stefan Effenberg, der als Co-Kommentator bei Sport1 am Mikrofon saß. Fortan war es nahezu komplett still im Stadion, man konnte einzelne Rufer im Stadionrund hören.

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Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spieler von Union Berlin. ©

Nach Notfall-Einsatz Fan auf dem Weg ins Krankenhaus

Nach dem Führungstreffer von Union Berlin in der 39. Minute durch Marcus Ingvartsen brandete nur kurz Jubel auf. Danach wurde es wieder still, weil der Notarzt-Einsatz noch lief. Wenig später kam Applaus von den Rängen. Im TV wurde gezeigt, wie der Notarzt den unteren Zuschauer-Rang verließ - mit einem Lächeln auf den Lippen. Kurz vor der Halbzeit waren dann wieder laute Fangesänge zu hören. Leverkusens Stadionsprecher lobte die Fans für ihre Empathie: "Vielen Dank, liebe Leverkusen- und Union-Fans. Ihr habt in den ersten 45 Minuten gezeigt, dass es wichtigere Dinge gibt als Fußball", sagte er zur Pause durch.

Zum Halbzeitpfiff gaben die beiden Teams via Social Media bekannt, dass sich der Fan auf dem Weg ins Krankenhaus befindet. "Die Reanimationsmaßnahmen waren erfolgreich, der Gesundheitszustand ist aktuell stabil. Der Fan ist auf dem Weg ins Krankenhaus", teilte Bayer kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit mit. "Unser Dank gilt den Ersthelfern, Sanitätern, Notärzten und Sicherheitskräften für ihren Einsatz", twitterten die Leverkusener: "Auch ein Dank an alle Zuschauer in der BayArena für eure Rücksichtnahme."

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