14. August 2020 / 13:05 Uhr

Mehr Torschützenkönig geht nicht: Triple ist Bayern-Star Robert Lewandowski kaum zu nehmen

Mehr Torschützenkönig geht nicht: Triple ist Bayern-Star Robert Lewandowski kaum zu nehmen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wird bei den Bayern auf Händen (und hier auf Schultern) getragen: Torjäger Robert Lewandowski
Wird bei den Bayern auf Händen (und hier auf Schultern) getragen: Torjäger Robert Lewandowski © Stefan Matzke / sampics / Pool
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Nach seinen Titeln als bester Torschütze in Bundesliga und DFB-Pokal steht Robert Lewandowski auch in der Champions League vor seiner persönlichen Krönung. Lionel Messi und Cristiano Ronaldo waren in dieser Saison nur Statistik-Statisten.

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Beim Blick auf die vergangenen Torschützenkönige der Champions League stellt sich schnell Langeweile ein. Seit 2008 ging der Titel sechs Mal an Lionel Messi und sieben Mal an Cristiano Ronaldo. 2015 teilten sich die beiden Superstars die Auszeichnung - und ließen ganz großzügig noch einen weiteren Profi mitspielen: Auch Neymar bekam ein Drittel des Kuchens ab. Jeder aus dem Trio hatte zehnmal getroffen. Aber der Brasilianer ist in der Gesamtbetrachtung nicht mehr als ein statistischer Farbtupfer. Messi und Ronaldo waren eine Klasse für sich. Doch: In diesem Jahr ist alles anders. Robert Lewandowski erzielte in der laufenden Königsklassen-Spielzeit fast doppelt so viele Tore wie Ronaldo und Messi zusammen.

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13-mal netzte der polnische Torjäger des FC Bayern in sieben Einsätzen ein. Ronaldo, der sich mit Juventus Turin bereits aus dem laufenden Wettbewerb verabschiedet, kam in acht Spielen auf kümmerliche vier Treffer. Messi, der Lewandowski und die Münchner am Freitagabend im Viertelfinale mit dem FC Barcelona herausfordert, brachte gar noch einen Treffer weniger zu Stande. Und: Auch abseits der beiden Platzhirsche droht Lewandowski auf der Champions-League-Zielgeraden kaum Konkurrenz. Der in der Torjägerliste Zweitplatzierte Erling Haaland (10 Treffer) ist mit Borussia Dortmund bereits ausgeschieden.

Lewandowski auf den Spuren von Wynton Rufer

Dahinter folgen mit Memphis Depay (Olympique Lyon), Gabriel Jesus, Raheem Sterling (beide Manchester City) und Serge Gnabry (FC Bayern) zwar vier Profis, die ihre Tore-Konten beim Kampf um den Henkelpott noch aufpolieren können. Doch das Quartett hat bisher jeweils nur sechs Treffer erzielt. Heißt: Lewandowski ist die Torjägerkanone in diesem Jahr nur noch höchst theoretisch zu nehmen. Er wäre der zweite Königsklassen-Torschützenkönig aus der Bundesliga. 1993/1994 hatte sich der Bremer Wynton Rufer den Titel mit Ronaldo Koeman (je acht Treffer) geteilt.

Die Karriere von Bayern-Star Robert Lewandowski in Bildern

Robert Lewandowski ist einer der erfolgreichsten Spieler der Bundesliga aller Zeiten. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt seine Karriere in Bildern! Zur Galerie
Robert Lewandowski ist einer der erfolgreichsten Spieler der Bundesliga aller Zeiten. Der SPORTBUZZER zeigt seine Karriere in Bildern! ©

Aber die Leistungen Lewandowskis sind insgesamt noch ein Stück beeindruckender. In Bundesliga und DFB-Pokal war er in dieser Spielzeit auch schon bester Schütze. Sein ganz persönliches Triple steht also unmittelbar bevor. Damit nicht genug: Sollte Lewandowski in den maximal drei noch anstehenden Champions-League-Spielen noch zweimal treffen, hätte er in dieser Saison insgesamt 55 Pflichtspiel-Tore erzielt. Als einzigem Bundesliga-Profi gelang dies bisher Gerd Müller (1972/1973). Und: Bei vier weiteren Treffern würde er den Königsklassen-Saisonrekord einstellen. Ronaldo hatte 2013/2014 17-mal eingenetzt.

Rummenigge kämpf um Weltfußballer-Chance von Lewandowski

Kein Wunder also, dass Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge weiter verbissen darum kämpft, dass in diesem Jahr doch noch der Ballon d'Or vergeben wird. Eigentlich war die Weltfußballer-Wahl wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nie wäre Lewandowskis Chance größer gewesen als in diesem Jahr.