24. August 2022 / 21:16 Uhr

Lewandowski und Haaland weg: Wieso die Starabgänge für Bayern und den BVB einen Millionenverlust bedeuten

Lewandowski und Haaland weg: Wieso die Starabgänge für Bayern und den BVB einen Millionenverlust bedeuten

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski und Erling Haaland haben als Topstars auch eine große Social-Media-Reichweite.
Robert Lewandowski und Erling Haaland haben als Topstars auch eine große Social-Media-Reichweite. © IMAGO/NurPhoto (Montage)
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Die beiden Topstürmer Robert Lewandowski und Erling Haaland gehen nicht mehr für FC Bayern München, beziehungsweise Borussia Dortmund, auf Torejagd. Das hat auch einen erheblichen negativen Einfluss auf die Social-Media-Reichweite der beiden deutschen Topklubs. Das zeigt eine Berechnung der Agentur web-netz, die dem SPORTBUZZER vorliegt.

Seit 2018 gab es keinen anderen Torschützenkönig in der Bundesliga als Robert Lewandowski. Der polnische Topstar hat den FC Bayern diesen Sommer verlassen und läuft nach turbulenten Verhandlungswochen nun für den FC Barcelona auf. Seinen bislang größten Konkurrenten Erling Haaland zog es derweil von Borussia Dortmund zu Manchester City. Die Abgänge der beiden Weltklassestürmer wiegen bei den Klubs aber nicht nur sportlich schwer – sondern auch, weil mit ihnen eine große Zahl von Fans in den Social-Media-Kanälen abwandert und die neuen Vereine von Lewandowski und Haaland davon profitieren.

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Wieso? Das hat die Onlinemarketingagentur web-netz in einer Analyse errechnet, die dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), vorliegt. Die sogenannten Mediamehrwerte errechnen sich aus der Anzahl der Gesamtfollower, einem Schätzwert für tatsächlich erreichte Follower und den Kosten, die der Klub investieren müsste, wenn er diese Reichweite mit klassischer Werbung erzielen wollte. Daraus ergibt sich, dass allein der Abgang von Lewandowski (29 Millionen Instagram-Fans) ein Minus von rund 54 Millionen Euro für den deutschen Rekordmeister bedeutet. Demgegenüber steht der Transfer von Sadio Mané (FC Liverpool), der mit unter anderem zwölf Millionen Instagram-Followern einen Mediamehrwert von etwa 11,5 Millionen Euro mitbringt. Verrechnet man die weiteren Abgänge (etwa Corentin Tolisso) und Zugänge (Matthijs de Ligt, Ryan Gravenberch, Noussair Mazraoui), bleibt ein satter Verlust von 41 Millionen Euro im Vergleich zur Vorsaison.

Instagram-Millionen von Lewandowski und Haaland

Etwas geringer fällt das Minus beim BVB aus. Die rund 18 Millionen Follower von Haaland brachten den Schwarz-Gelben rund 18 Millionen Euro an Mediamehrwert, die nun nicht mehr eingepreist werden können. Hinzu kommen die weiteren Abgänge wie Axel Witsel oder Reinier, mit denen insgesamt Verluste von rund 22 Millionen Euro zusammenkommen. Die Neuzugänge um Sebastien Haller, Karim Adeyemi und Anthony Modeste gleichen diese Bilanz mit überschaubaren Social-Media-Reichweiten kaum aus und sorgen letztlich für ein Mediamehrwertminus von rund 21,5 Millionen Euro. Neu-BVB-Profi Niklas Süle spielt dabei übrigens keine Rolle: Der Nationalverteidiger, der vom FC Bayern kam, ist nicht bei Instagram vertreten – und das hat folglich weder bei seinem Ex-Klub noch bei seinem neuen Arbeitgeber einen Effekt auf den Mediamehrwert.

Abseits der beiden Spitzenteams der Liga hat vor allem Eintracht Frankfurt an dieser Stelle einen millionenschweren Transfer erzielt. Mit Mario Götze kommen acht Millionen Instagram-Follower zum amtierenden Europa-League-Sieger – und damit ein errechneter Mediamehrwert von knapp 16,6 Millionen Euro. Der sportlich erhebliche Verlust von Flügelflitzer Filip Kostic (Juventus Turin) mit 375.000 Fans bei Instagram hat derweil ein Minus von lediglich 26.000 Euro zur Folge.

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