17. Juli 2022 / 22:15 Uhr

Ablöse, Barcelona-Vertrag, Bayern-Nachfolger: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Lewandowski-Transfer 

Ablöse, Barcelona-Vertrag, Bayern-Nachfolger: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Lewandowski-Transfer 

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski schließt sich dem FC Barcelona an.
Robert Lewandowski schließt sich dem FC Barcelona an. © Getty Images (Montage)
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Robert Lewandowski wechselt vom FC Bayern zum FC Barcelona: Es ist einer der spektakulärsten Transfer des bisherigen Fußballsommers. Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen zum Deal der Katalanen mit dem Weltfußballer.

"Ich bin sehr glücklich." Dieses Zitat von Robert Lewandowski erschien groß auf Spanisch auf den Titelseiten mehrerer katalanischer Sonntagszeitungen. Auf den dazugehörigen Fotos war der Stürmer mit Sonnenbrille, Baseballmütze, Rucksack und froher Miene zu sehen. Den Wechsel vom FC Bayern München zum FC Barcelona feierte der polnische Fußballer mit seiner Familie auf Mallorca. Am Flughafen Son Sant Joan von Palma sagte er zu den zahlreich erschienen Reportern die vielzitierten Worte. Doch wie geht es jetzt weiter? Und wer wird Lewandowski-Nachfolger bei den Bayern? Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen zum Top-Transfer-

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Wie geht es jetzt weiter?
Am Montagmorgen (MEZ) landete Lewandowski in den USA, wo er die Mannschaft begrüßte. Am Nachmittag soll der Medizincheck sowie die Vertragsunterschrift erfolgen. Das Team der Katalanen war Samstag nach Florida gereist und trainiert auf der Anlage von Inter Miami, dem Klub von David Beckham. Das erste Testspiel gegen Inter Miami steht am Mittwoch an. Dann geht es gegen Real Madrid (23.), Juventus Turin (26.) und New York Red Bulls (30.). Die offizielle Vorstellung Lewandowskis soll nach der für den 31. Juli angesetzten Rückkehr nach Barcelona erfolgen.

Wie lief der Deal?
In der Nacht zum Samstag gelang der Durchbruch nach wochenlangen Verhandlungen. Die Klubs einigten sich angeblich auf eine fixe Ablösesumme von 45 Millionen Euro, die mit Bonuszahlungen um weitere 5 Millionen anwachsen kann. Laut der spanischen Zeitung El Pais kommen nach einer Saison sogar noch weitere 10 Millionen Euro als Bonus hinzu. Bei Barcelona soll der fast 34-Jährige einen Dreijahresvertrag plus Option auf eine weitere Spielzeit erhalten.

Wie reagiert der FC Bayern?
"Was Lewy für den FC Bayern geleistet hat, ist mehr als outstanding. Er hat hier alles gewonnen, hat zu den vielen Titeln beigetragen, ist zum Weltfußballer bei Bayern geworden", sagte Vorstandschef Oliver Kahn bei der Teampräsentation des Rekordmeisters. Dort gab der Klub wie erwartet die Verlängerung des Vertrags von Nationalspieler Serge Gnabry bis 2026 bekannt.

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Kommen nun weitere Superstars?
"Durch die Ablöse haben wir natürlich die Möglichkeit, weiter zu schauen, was sich noch tut auf dem Transfermarkt", sagte Kahn. Nach dem Transfer von Liverpool-Offensivstar Sadio Mané war die Verpflichtung des Niederländers Matthijs de Ligt von Juventus Turin das nächste Ziel. Seit Sonntagabend sind sich die Italiener und der deutsche Rekordmeister einig. München bot 70 Millionen Euro plus 10 Millionen Euro Bonus für den 22 Jahre alten Innenverteidiger.

Interesse besteht zudem am 17-jährigen Stürmer Mathys Tel von Stade Rennes (Kahn: "Ein Supertalent"). Für Konrad Laimer von RB Leipzig sollen die Bayern schon ein erstes Angebot abgegeben haben.

Eine Verpflichtung von Harry Kane ist für Kahn wohl kein Thema. "Er ist bei Tottenham unter Vertrag. Klar, ein absoluter Topstürmer, aber das ist doch alles Zukunftsmusik", sagte er der Bild am Sonntag. Auch Cristiano Ronaldo scheint nicht im Fokus zu stehen. "Ich liebe Cristiano Ronaldo und jeder weiß, was das für ein fantastischer Spieler ist. Aber jeder Verein hat ja eine bestimmte Philosophie und ich bin mir nicht sicher, ob es das richtige Signal für den FC Bayern und die Bundesliga wäre, wenn wir ihn jetzt holen würden", so Kahn. "Solch ein Wechsel passt nicht unbedingt zu den Ideen, die wir hier beim FC Bayern verfolgen."

Wer soll Lewandowski ersetzen?
"Es ist sicher eine große Herausforderung", sagte Bayerns Trainer Julian Nagelsmann. Der Transfer sei "aber auch eine große Chance. Wir haben die Möglichkeit, einen FC Bayern zu bauen ohne einen Stürmer, der verlässlich 40 Tore schießt." Das sei eine interessante Aufgabe für ihn und sein Trainerteam.

Der Coach betonte, dass Mané in Liverpool häufig als zentraler Angreifer aufgelaufen sei, auch Gnabry habe diese Rolle schon gespielt. Und: "Wir haben außerdem viel Personal außen rum, um auch mit zwei zentralen Spitzen zu spielen", sagte Nagelsmann, der ein 3-5-2-System im Training ausprobiert hatte.

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