11. Februar 2019 / 22:22 Uhr

Lewis Holtby nutzt Torwart-Patzer: Hamburger SV müht sich zu 1:0 gegen Dresden

Lewis Holtby nutzt Torwart-Patzer: Hamburger SV müht sich zu 1:0 gegen Dresden

Andreas Hardt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lewis Holtby bejubelt das 1:0 gegen Dresden.
Lewis Holtby bejubelt das 1:0 gegen Dresden. © 2019 Getty Images
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Der Hamburger SV hat im Heimspiel der 2. Bundesliga gegen Dynamo Dresden glücklich mit 1:0 (0:0) gewonnen. Der HSV profitierte in der Schlussphase von einem Torwart-Patzer, Lewis Holtby erzielte den entscheidenden Treffer.

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Glück für den Hamburger SV: Durch einen Patzer von Torwart Markus Schubert gelang den Hansestädter ein knappes 1:0 (0:0) gegen Dynamo Dresden. Den entscheidenden Treffer erzielte Lewis Holtby. Und wieder mal zeigte sich: Beschwerlich ist der Weg nach oben beim HSV. Während der große Auftstiegsmitkonkurrent 1. FC Köln seine Spiele auch mal deutlich gewinnen kann, quälen sich die Hamburger gegen kompakte Gegner durch die 2. Bundesliga.

Auch beim 1:0 gegen Dresden war das Team von Trainer Hannes Wolf vor 46.924 Zuschauern im Volksparkstadion die überlegene Mannschaft mit mehr Ballbesitz, das mangelnde Durchsetzungsvermögen im gegnerischen Strafraum aber hat den Klub beinahe zwei wichtige Punkte gekostet.

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Lewis Holtby (Mitte) feiert mit dem HSV einen wichtigen Erfolg gegen Dresden. Die SPORTBUZZER-Einzelkritik zum Sieg gegen Dynamo! Zur Galerie
Lewis Holtby (Mitte) feiert mit dem HSV einen wichtigen Erfolg gegen Dresden. Die SPORTBUZZER-Einzelkritik zum Sieg gegen Dynamo! ©
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Die fünfte Minute war der Startschuss im Dresdner Fanblock für die große Pyroaktion. Gleichzeitig zündeten die Dynamo-Anhänger zahlreiche rote Bengalos, das sah schön aus – ist aber unschön. Und passte zum gesamten Auftreten der Gäste bis dahin. Die Partie wurde von der Polizei im Vorfeld als „Sicherheitsspiel“ eingestuft. Knapp 8000 Fans hatten sich aus Dresden elbaufwärts auf den Weg gemacht. Bei einem „Fanmarsch“ Richtung Stadion in Hamburg war es zu Ärger und dem Einsatz von Pyro gekommen, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Arena. Drei Randalierer wurden wegen Körperverletzung schon vor dem Anpfiff festgenommen.

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Auf dem Spielfeld traten die Dresdener ebenso unangenehm auf, also spielerisch wohlgemerkt. „Wir müssen noch genauer passen und schneller spielen“, forderte der ehemalige HSV-Stürmer Mladen Petric, der in der Halbzeit von den Fans gefeiert wurde. Mit seiner Treffsicherheit hätte der Kroate den Gastgebern möglicherweise geholfen.

Pierre-Michel Lasogga, der nach ausgeheilter Wadenverletzung wieder im Sturmzentrum stand, verpasste in der 18. Minute eine scharfe Hereingabe von Bakery Jatta – mit Schuhgröße 60 wäre das wohl ein Tor gewesen. Einen Kopfball setzte er neben das Tor (22.). Die größte HSV-Chance vereitelte Dresdens Torwart Markus Schubert schon in der 9. Minute, als er einen Kopfball von Gideon Jung, der den gesperrten Gotoku Sakai als rechter Verteidiger vertrat, nach einem Eckball großartig parierte. Bei einem Schuss von Lewis Holtby (43.) hatte Schubert wenig Probleme.

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Zittrige Schlussphase ohne Tor

Dresdens Trainer Maik Walpurgis fehlte wegen einer akuten Bronchitis. Die Sachsen wurden von den Co-Trainern Ovid Hajou und Massimilian Porcello betreut. Trotzdem präsentierte sich das Team stark. Sie waren bei Kontern immer gefährlich. Jedenfalls war dies ein wesentlich beherzterer Auftritt als ihn Erstligist 1. FC Nürnberg an gleicher Stelle vor einer Woche im Pokal geboten hatte. Mittelstürmer Moussa Kone war immer beweglich und stellte die HSV-Abwehr vor Probleme, die Außenverteidiger schalteten sich mit ein, wenn sie konnten. Bei Chancen von Jannis Nikolaou (15.) und Sören Gonther (30.) hätte Dresden auch in Führung gehen können.

Die erste Großchance für die Sachsen hatte acht Minuten nach Wiederbeginn Koné, der David Bates davonlief, aber an HSV-Schlussmann Julian Pollersbeck scheiterte. Exakt in diesem Moment präsentierten die Dynamo-Fans ein in ihrer Ecke ein äußerst geschmackloses Anti-HSV-Plakat. Nein, schön war das alles für die Heimmannschaft nicht. Auch weil Schubert lange seinen Kasten sauber hielt, wie bei einem Kopfball von Lasogga (55.). Dass dann auch noch der herausragende Douglas Santos verletzt ausgewechselt werden musste, machte die Aufgabe nicht einfacher. Als dann auch noch Schubert in der 69. Minute mit Klassereflex gegen Holtby parierte, war endgültig jedem Hamburger klar, dass es wieder eine zittrige Schlussphase werden würde. Doch da eben jener Schubert den Ball in der 84. Minute rund elf Meter vor dem Tor vertändelte und Holtby bltizschnell reagierte, gelang dem HSV doch noch der umjubelte Siegtreffer.

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