09. September 2019 / 11:56 Uhr

LFC-Fanclub "Harter Kern" wehrt sich gegen Gewaltvorwürfe

LFC-Fanclub "Harter Kern" wehrt sich gegen Gewaltvorwürfe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
09.06.2018, Fu§ball, Brandenburgliga, Punktspiel, Ludwigsfelder FC -  MSV Neuruppin, Waldstadion Ludwigsfelde  
im Bild: v.l. Philipp Karaschewitz (Ludwigsfelder FC)
Der Fanclub Harter Kern schildert nun seine Sicht der Ereignisse in Altlüdersdorf. © Julius Frick
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AOK-Landespokal: Die Anhänger des Ludwigsfelder FC widersprechen Altlüdersdorfer Darstellung der Ereignisse. So habe der Fanclub "Harter Kern" selbst die Polizei angerufen, weil die Ordner laut Aussage von "Harter Kern" selbst geprügelt hatten.

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Nach dem Eklat während des Fußball-Landespokalspiels zwischen dem SV Altlüdersdorf und dem Ludwigsfelder FC (4:2 n. E.), bei dem wegen einer handfesten Auseindersetzung die Polizei gerufen werden musste, hat sich nun auch der Anhang des Oberligisten in einer Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt und seine Sicht der der Situation während des Elfmeterschießens geschildert. SVA-Manager Dirk Wieland hatte dem SPORTBUZZER über die LFC-Anhänger gesagt: „Wahllos griffen sie plötzlich Ordner an. Sie machten damit ihrem Namen ,Harter Kern’ und ihren T-Shirts ,LFC-Banditen’ alle Ehren, nahmen ihre Titel deutlich zu wörtlich. Einer unserer Ordner hat dabei einen Schlag ins Gesicht bekommen.“

"Von Ordnern niedergeprügelt"

Dieser Darstellung der Ereignisse am Sonnabendnachmittag auf dem Sportplatz in Altlüdersdorf widerspricht der Ludwigsfelder Anhang vehement. "Wir als Fanclub werden uns aber nicht als Schläger oder ähnliches darstellen lassen. Als es zum Elfmeterschießen kam, gingen die Anhänger des SVA hinter das Tor. Auch ein Anhänger des LFC (LFC Banditen) bewegte sich zum Tor. Er wurde allerdings ohne jeden Verdacht einfach von den da stehenden Ordnern nieder geprügelt", heißt es in einem Schreiben, das vom Vorstand des Harten Kern 97 unterzeichnet worden ist.

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Die weitere Erklärung im Wortlaut: "Wir haben es noch nie erlebt, dass sich angemeldete Ordner die Weste ausziehen, um sich auf eine Person zu stürzen. Da hat alles versagt, was nur geht. Im Zuge des Handgemenge ist verständlich, das dessen Freunde (4-5 Anhänger der LFC Banditen) zur Hilfe eilen und deeskalierend wirken wollten bzw. ihren Freund aus der Situation retten wollten. Dabei kam es zu weiteren Schlägen durch Ordner und Anhänger des SV Altlüdersdorf. Da sich die LFC Fans leider wehren mussten, hat auch ein Ordner einen Faustschlag abbekommen, denn auf eine Aktion folgt immer eine Reaktion.

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Selbst ein Anhänger des Harten Kern 97 versuchte zu schlichten und bekommt nur Schläge von Anhängern des SVA. Da es nicht zum Eingreifen der SVA-Ordnungsgruppe kam, sondern mit geprügelt bzw. zugeschaut wurde, riefen wir als Harter Kern 97 nach dem Spiel die Polizei, nicht Altlüdersdorf. Als diese eintraf, war ein prügelnder Ordner verschwunden - sozusagen durch die Hintertür raus. Es Bedarf eine sehr genaue Aufklärung der Geschehnisse. Wir hoffen auf private Aufnahmen, die den genauen Sachverhalt klären können. Da bis jetzt nicht die Wahrheit gesagt wurde, appellieren wir an die Ehrlichkeit des SVA-Managers. Der Harte Kern 97 distanziert sich von jeglicher Art von Gewalt."

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Die Polizeiinspektion Oberhavel hat die Ermittlungen aufgenommen, in ihrer Pressemitteilung schrieb sie von „vier leicht verletzten Personen“. Und: „Durch die Polizei wurden entsprechende Strafanzeigen wegen Körperverletzung aufgenommen.“ Der Club aus der Autobauerstadt gab kurz nach dem Ende des Zweitrundenduells eine Erklärung ab: „Der Ludwigsfelder FC bedauert die Vorkommnisse am Rande des Pokalspiels in Altlüdersdorf außerordentlich“, heißt es auf der Facebookseite des Vereins. „Gewalt jeglicher Art hat in einem Fußballstadion nichts zu suchen und wird vom Ludwigsfelder FC nicht toleriert und hart bestraft.“ LFC-Präsident Marcel Penquitt: „Der Ludwigsfelder FC steht für ein friedliches und sportlich faires Miteinander trotz aller sportlicher Rivalität. Wer Gewalt gegen andere Zuschauer oder Dritte ausübt, hat keinen Platz in der Fußballfamilie. Wir werden die Vorkommnisse aufklären, den Schiedsrichtersonderbericht auswerten und Konsequenzen ziehen.“

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