27. Dezember 2017 / 15:09 Uhr

Liberia: Ex-Weltfußballer George Weah wird Staatschef 

Liberia: Ex-Weltfußballer George Weah wird Staatschef 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Legenden unter sich: Inter-Stürmer Ronaldo und Milans George Weah.
Legenden unter sich: Inter-Stürmer Ronaldo und Milans George Weah. © imago
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Der frühere Star von PSG, Milan, Chelsea und Manchester City soll in seiner Heimat die bisherige Amtsinhaberin Ellen Johnson Sirleaf beerben. Verbindungen Weahs zu einem Ex-Diktatoren machen in Liberia aber vielen Menschen Sorgen.

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Liberia zeichnet sich ein Sieg von Ex-Weltfußballer George Weah ab. Inoffiziellen Ergebnissen zufolge holte Weah in 12 der 15 Provinzen des westafrikanischen Landes die Mehrheit, wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten. Sein Herausforderer, der bisherige Vizepräsident Joseph Boakai, gewann demnach nur in zwei Provinzen. Südafrikas Präsident Jacob Zuma gratulierte Weah bereits zum Sieg. Das offizielle Endergebnis will die liberianische Wahlkommission erst am Freitag bekanntgeben.

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George Weah kandidierte erstmals 2005 für das Amt des Staatschefs.
George Weah kandidierte erstmals 2005 für das Amt des Staatschefs. © imago

Die Wahl war am Dienstag ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Beteiligung war offenbar deutlich niedriger als in der ersten Runde im Oktober, die Weah mit 44,4 Prozent vor Boakai mit 33,1 Prozent für sich entschieden hatte. Die bisherige Amtsinhaberin Ellen Johnson Sirleaf war nach zwei Amtszeiten nicht wieder angetreten. Die Stichwahl hatte sich wegen der Anfechtungsklage eines unterlegenen Kandidaten verzögert. Das oberste Gericht des westafrikanischen Staates gab aber trotz Unregelmäßigkeiten grünes Licht für die Wahl.

Ehefrau des Ex-Diktators wird wohl Vize

An der Seite Weahs kandidierte die Ehefrau des Ex-Diktators Charles Taylor, Jewel Taylor, für das Vizepräsidentenamt. Taylor sitzt in Großbritannien wegen Kriegsverbrechen im Gefängnis. Es bestehen Befürchtungen, dass unter Weah die für ihre Gewalt berüchtigten Warlords an die Macht zurückkehren könnten.

Zwischen 1989 und 2003 tobte in Liberia einer der blutigsten Bürgerkriege in Afrikas Geschichte, von dem das Land sich nur langsam erholt. Die Ebola-Krise von 2014 bis 2016 verstärkte die Wirtschaftsflaute. Insgesamt waren 1,9 Millionen Stimmberechtigte für die Wahl registriert.

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Der 51-jährige Weah wurde 1995 als Weltfußballer ausgezeichnet, als er für Paris Saint-Germain spielte. Im selben Jahr wechselte er nach Italien, wo er bis 2000 für den  AC Mailand spielte. Es folgten zwei kurze Stationen in England (Chelsea und Manchester City) und bei Olympique Marseille, ehe Weah seine Karriere in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendete.

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