14. Oktober 2021 / 17:19 Uhr

Lichtbild im digitalen Spielerpass wird in Oberhavel/Barnim zur Pflicht

Lichtbild im digitalen Spielerpass wird in Oberhavel/Barnim zur Pflicht

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Im DFBnet geben die Vereine üblicherweise vor Spielbeginn die Aufstellungen ein. Der Schiedsrichter ergänzt nach Abpfiff den Spielbericht. 
Ein Spielerbild im DFBnet wird im Fußballkreis Oberhavel/Barnim am 1. Januar zur Pflicht. © Christoph Brandhorst
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Vereine müssen für ihre Aktiven aktuelle Portätfotos im DFBnet hochladen. Die neue Regelung tritt am 1. Januar 2022 verpflichtend in Kraft.

Wer am Spielbetrieb des Fußballkreises Oberhavel/Barnim teilnehmen will, muss sich bald mit einem Lichtbild im digitalen Spielerausweis ausweisen können. Dieses wird im DFBnet hinterlegt. Ein Foto ist aktuell zwar noch kein Muss, das wird sich aber in knapp zweieinhalb Monaten ändern. „Für den Spielbetrieb des Fußballkreises Oberhavel/Barnim ist diese Regelung für alle Spieler und Spielerinnen ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend“, teilte der Fußballkreis in einer Meldung an die Vereine mit.

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Bis zum 31. Dezember diesen Jahres gilt für die digitalen Spielerpässe, in denen noch kein Lichtbild hinterlegt ist, weiterhin die Lösung, dass die Identität des Spielers bei fehlendem Lichtbild über einen gültigen Ausweis nachgewiesen werden kann. Damit ist spätestens im kommenden Jahr und somit zum Start der Rückrunde in allen Kreisspielklassen Schluss. „Es geht darum, die Spieler für den Schiedsrichter und die jeweilige gegnerische Mannschaft eindeutig identifizieren zu können, damit kein Spieler in Zukunft unter einem falschen Namen auflaufen kann“, sagt Peer Golle, im Fußballkreis Verantwortlicher für das DFBnet. Das Vorstandsmitglied des Verbands kann derzeit allerdings keine statistischen Angaben machen, wie viel Prozent der Spieler derzeit schon über ein Foto im DFBnet verfügen. „Da habe ich keine belegbaren Zahlen“, so Golle.

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Der Vorstand des FK beschloss dies neue Regel auf seiner jüngsten Sitzung. Die Grundlage bilden die Statuten des Deutschen Fußball-Bundes, die sich über die Regional- und Länderverbände bis zum Fußballkreis ziehen, wie der Vorsitzende des hiesigen Verbandes, Michael Reichert, sagt. „Wir können dies für unseren Spielbetrieb aber selbst festlegen.“ Daher wählten die Verantwortlichen nun die Zeit um den Jahreswechsel. So hätten die Vereine in den kommenden Monaten genügend Zeit, um die digitalen Spielerpässe mit einem aktuellen Lichtbild zu versehen. „Es gibt keine Statuten, wie das Porträtbild auszuschauen hat. Es sollte aber schon aktuell sein und nicht Jahre zurückliegen“, sagt Reichert.

Gleichzeitig wollte sich der Verband mit dieser Maßnahme nicht der zunehmenden Digitalisierung verschließen und sich auch in Zukunft „moderner aufstellen“, so der Vorsitzende. Dabei weiß auch Reichert, dass zahlreiche Spieler aus seinem Fußballkreis bereits Passbilder hinterlegt hätten. „Damit sind jetzt aber alle noch einmal angehalten, die Bilder zu aktualisieren, und haben dafür eine moderate Übergangszeit“, meint Reichert. „Dass es dazu kommen wird, war ja schon klar. Es gab nur noch keine Festlegung, wann das passiert. Einige Kreisverbände haben diesen Passus schon, einige noch nicht.“ Oberhavel/Barnim hat nun Tatsachen geschaffen, die zum neuen Jahr gültig sind. Und so könnten die Vereinsfotografen in den kommenden Wochen vermehrt Arbeit bekommen.