08. August 2020 / 13:10 Uhr

Lieber kristallklares Wasser als grüner Tisch: SpVg Laatzen "würde gerne noch mal spielen"

Lieber kristallklares Wasser als grüner Tisch: SpVg Laatzen "würde gerne noch mal spielen"

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Laatzener um Michael Reiß (rechts, gegen Lajos Lautenbach von den White Sharks II) sind seit Pfingsten wieder im Training.
Die Laatzener um Michael Reiß (rechts, gegen Lajos Lautenbach von den White Sharks II) sind seit Pfingsten wieder im Training. © Dennis Michelmann
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Die Wasserballer der SpVg Laatzen möchten den Spielbetrieb in der 2. Liga Nord wieder aufnehmen und nicht durch einen Saisonabbruch Erster bleiben. Doch eine Entscheidung, wie und ob es mit der Saison weitergeht, steht noch aus.

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Wenn am Samstag auf der Bundesliga-Tagung in Uerdingen weitere Rahmenbedingungen geklärt werden, sitzt die SpVg Laatzen voraussichtlich nicht mehr auf dem Trockenen, was die Fortsetzung der Spielzeit in der 2. Liga Nord angeht. „Wir würden wirklich gerne noch mal spielen“, sagt Trainer Carsten Stegen.

Dabei könnten die Laatzener durchaus auf einen Saisonabbruch pochen. Sie stehen mit sechs Siegen aus sechs Spielen souverän an der Tabellenspitze und würden als Erster als Aufsteiger infrage kommen. Wenn überhaupt wer hochgeht. „Sollte entschieden werden, dass es diese Saison keine Absteiger aus der 1. Liga gibt, munkelt man schon, dass es dann auch keine Aufsteiger gibt“, sagt der Coach der Sportlichen Vereinigung.

Für die Austragung des Nordpokals existiert bereits eine Idee. Das Turnier mit sechs Teams, das ohnehin immer an einem Wochenende ausgespielt wird, könnte Ende September in der Halle in Rostock stattfinden. „Da muss man natürlich abwarten, wie die Corona-Bestimmungen in Mecklenburg-Vorpommern dann aussehen“, sagt Stegen.

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"Wenig Wasserball und viel Schwimmen“

Das Hygienekonzept des Deutschen Schwimm-Verbandes besagt, dass alle Beteiligten – neben den Mannschaften auch die Schiedsrichter und das Kampfgericht – per Temperaturmessung getestet werden müssen. Zuschauer werden, wenn sie überhaupt erlaubt sind, einen noch festzulegenden Abstand zum Becken haben müssen. „So etwas muss natürlich wirtschaftlich tragbar sein“, gibt Stegen bei allem Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen zu bedenken.

Seine Mannschaft ist seit Pfingsten auf der Außenanlage des AquaLaatziums wieder im Training. „Wenig Wasserball und viel Schwimmen“ war laut dem Coach bislang hauptsächlich angesagt. Trainingsspiele innerhalb des Teams sind mittlerweile erlaubt, der nächste Schritt wären Testspiele gegen einen externen Kontrahenten. Das große Ziel ist natürlich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Bei einer kleinen Staffel wie der 2. Liga Nord mit nur fünf Mannschaften wäre es möglich, die ausstehenden Spieltage an zwei bis drei Wochenenden durchzuziehen. „So eine Turnierform ist für mich eine ganz gute Sache“, sagt Stegen. An den Laatzenern würde es also nicht scheitern.