24. März 2020 / 18:19 Uhr

Liga-Pause bis Ende April, der VfL Wolfsburg trainiert erst einmal weiter

Liga-Pause bis Ende April, der VfL Wolfsburg trainiert erst einmal weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jörg Schmadtke begrüßt die längere Liga-Pause, das Training beim VfL geht erst einmal weiter
Jörg Schmadtke begrüßt die längere Liga-Pause, das Training beim VfL geht erst einmal weiter
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Der Bundesliga-Fußball wird länger ruhen als bisher verkündet: Bei einem Treffen am Dienstag verständigte sich das DFL-Präsidium auf eine Pause bis zum 30. April. Der VfL Wolfsburg begrüßt diese Entscheidung. Manager Jörg Schmadtke: „Die Gesundheit steht im Vordergrund."

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Bundesliga-Pause bis Ende April - mindestens. Das ist der aktuelle Stand, auf den sich die DFL-Spitze am Dienstag geeinigt hat. "Das Präsidium ist sich im Klaren darüber, dass alle Szenarien und Handlungsoptionen auch von externen Faktoren abhängig sind, auf deren Entwicklung DFL und Klubs nur begrenzt oder teilweise gar keinen Einfluss haben: unter anderem die weitere Verbreitung des Virus und die Bewertung der Lage durch die Politik. Vor diesem Hintergrund wird das Präsidium der Mitgliederversammlung eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 30. April empfehlen", teilte die DFL mit. Zunächst war nur eine Unterbrechung des Spielbetriebs bis zum 2. April angedacht.

So läuft beim VfL das Training mit Abstand

Koordinationstraining im Kraftraum: Yannick Gerhardt Zur Galerie
Koordinationstraining im Kraftraum: Yannick Gerhardt ©
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Weil offiziell das erste April-Wochenende als Datum für den Neustart vorgesehen war, hatte der VfL Wolfsburg am Montag das Training wieder aufgenommen - in Kleingruppen und mit extremen Hygiene-Maßnahmen und Abstandsregeln. Dieser Trainingsbetrieb wird trotz der Empfehlung der DFL-Spitze zumindest noch in dieser Woche aufrecht erhalten. "Unabhängig von der verlängerten Aussetzung des Spielbetriebs wird unsere Mannschaft in dieser Woche wie gehabt weiter trainieren", erklärte VfL-Manager Jörg Schmadtke dazu am Dienstagabend.

Es ist zu erwarten, dass die DFL-Vollversammlung der Empfehlung des Präsidiums folgen wird. „Die Gesundheit steht im Vordergrund, deswegen ist diese Entscheidung absolut richtig. Wir haben uns in der Fußball-Kommission im Anschluss an die Beratung des DFL-Präsidiums per Videokonferenz ausgetauscht und unterstützen diese Maßnahme unisono", so Schmadtke. Auch wenn völlig unklar erscheint, ob nach dem 30. April wieder Fußball gespielt werden kann, sorge die DFB-Entscheidung "für ein bisschen Licht am Ende des Tunnels und gibt uns eine Perspektive für die Zeit ab Anfang Mai.

Geisterspiele: Diese Partien wurden bereits ohne Zuschauer ausgetragen

Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  Zur Galerie
Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  ©

DFL-Boss Christian Seifert hatte bereits nach der Versammlung der 36 deutschen Profivereine am vergangenen Montag erklärt, dass nicht davon auszugehen sei, dass der Spielbetrieb am 3. April wieder aufgenommen werden könne. Und: Selbst wenn der Ball irgendwann wieder rollt, dürfte es allenfalls zu Geisterspielen kommen. Für den renommierten Virologen Christian Drosten steht sogar fest: In deutschen Stadien wird es wegen der Coronavirus-Pandemie für lange Zeit keine vollbesetzten Tribünen mehr geben. Das sagte der Chef der Virologie der Berliner Charité dem Magazin Stern. Er glaube "überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben", sagte Drosten, der einer der profiliertesten Manager der aktuellen Coronavirus-Krise ist. Er sagt außerdem: "Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten."

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