03. März 2021 / 20:04 Uhr

Lilleström hat Mut, Wolfsburg hat Popp: VfL-Frauen siegen mit 2:0

Lilleström hat Mut, Wolfsburg hat Popp: VfL-Frauen siegen mit 2:0

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Alexandra Popp (hier beim 1:0) erzielte beide VfL-Tore gegen Lilleström.
Alexandra Popp (hier beim 1:0) erzielte beide VfL-Tore gegen Lilleström. © Roland Hermstein
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Popp sei Dank: Dank ihrer Kapitänin haben sich die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg im Achtelfinale der Champions League eine gute Ausgangsposition verschafft. Gegen Lilleströn erzielte Alexandra Popp beim 2:0-Hinspielsieg beide Treffer.

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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben sich erwartungsgemäß eine gute Ausgangslage verschafft - entschieden ist aber noch nichts. Mit 2:0 (1:0) gewann der deutsche Meister das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lilleström SK aus Norwegen. Die beiden Tore im heimischen AOK-Stadion erzielte Alexandra Popp. Das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche findet in Ungarn statt, weil in Norwegen Einreisen von Sportteams wegen der Corona-Bestimmungen nicht möglich sind.

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Torjägerin Ewa Pajor feierte derweil ihr Comeback nach überstandener Knie-OP. wurde in der 85. Minute für Svenja Huth eingewechselt. Pajors bislang letztes Spiel war das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon Ende August, in dem sie in der 61. Minute ausgewechselt wurde. 185 Tage sind seitdem vergangenen - nun endlich das langersehnte Comeback! Dass die Stürmerin in dieser heißen Saisonphase ist wichtig, denn der VfL hat neun Spiele in fünf Wochen vor der Brust. Lerch machte einen Einsatz am Dienstag vom möglichen Spielverlauf abhängig - für den VfL war es lange eine Geduldspartie.

Am Mittwochabend erwischten die Gastgeberinnen einen Blitzstart: Bereits nach knapp 90 Sekunden hüfte eine Hereingabe der laufstarken Huth auf der Latte entlang, Kapitänin Popp stand anschließend am langen Pfosten goldrichtig und musste den Ball nur noch über die Linie stampfen - 1:0! Doch Lilleström, die ihr letztes Pflichtspiel im Dezember absolvierten, ließen sich nicht entmutigen und setzten den Vorjahresfinalisten zu Beginn in einer kurzen Phase unter Druck. Erst rauschte LSK-Stürmerin Sophie Haug an einem vielversprechenden Kopfball im Strafraum vorbei, dann testete Nora Lie VfL-Torfrau Katarzyna Kiedrzynek, die wegen einer gebrochenen Nase mit Maske spielte, mit einem satten Distanzschuss. Wolfsburg-Trainer Stefan Lerch forderte sein Team an der Seitenlinie bereits nach fünf Minuten auf, "entschlossener zu klären."

Die Norwegerinnen machten die Räume zunehmend enger und verteidigten zeitweise mit fünf Spielerinnen vor dem Strafraum. Dem VfL fehlten zunächst die Lösungen, Fridolina Rolfö versuchte es in der 17. Minute aus der Distanz - abgeblockt! Nur wenige Minuten später stand die Schwedin wieder im Mittelpunkt, als sie eine Flanke von Felicitas Rauch zwar aufs Tor brachte, Lilleström aber auf der Linie klären konnte. Das Chancenplus war eindeutig auf der Seite der Wolfsburgerinnen, kurz vor der Pause kamen aber noch einmal die mutigen Norwegerinnen zum Zug - erst wurde ein Schuss von Malin Brenn von Joelle Wedemeyer vor der Linie abgewehrt, dann entschärfte Kiedrzynek einen weiteren Versuch von Lie mit einer klasse Parade.

VfL Wolfsburg gegen Lilleström SK - Bilder des Hinspiels

Szenen vom Frauenfußball-Champions-League-Spiel VfL Wolfsburg gegen Lilleström SK Zur Galerie
Szenen vom Frauenfußball-Champions-League-Spiel VfL Wolfsburg gegen Lilleström SK © Roland Hermstein

Im zweiten Durchgang verpassten Popp und Ex-Lilleström-Spielerin Ingrid Engen weitere Großchancen, nach rund einer Stunde machte es die Kapitänin dann nach Zuspiel von Huth besser und erhöhte verdient auf 2:0. Kurz nach dem Treffer war aber Schluss für die Nationalspielerin, die in der 67. Minute vom Platz humpelte. Ihre Mannschaft verwaltete das Ergebnis souverän - allerdings hatte LSK ganz am Ende noch eine Top-Chance, Emilie Haavi zielte von halblinks am langen Pfosten vorbei.

Torschützin Alexandra Popp wurde mit Fußproblemen ausgewechselt ("Überstreckt, ich bin im Rasen hängen geblieben, ich hoffe, dass es morgen besser geht"). Mit dem Erfolg war sie zufrieden, meinte aber: "Es wäre gut gewesen, wenn wir nach dem 1:0 nachgelegt hätten, um mehr Ruhe ins Spiel zu bekommen. Aber wir haben 2:0 gewonnen, das ist eine gute Ausgangsposition, das zählt erstmal."

VfL: Kiedrzynek - Wedemeyer (67. Hendrich), Goeßling, Doorsoun (80. Janssen), Rauch - Engen, Oberdorf - Rolfö, Popp (67. Svava), Huth (85. Pajor) - Blomqvist (46. Saevik).

LSK: Norstrom - Vanhaevermaet, Gausdal, Brenn, Dahlström - Lie, Bachor, Woldvik - Haavi, Haug, Linberg (88. Kyvag).

Tore: 1:0 (2.) Popp, 2:0 (59.) Popp.
Schiedsrichterin: Grundbacher (Schweiz).

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