15. Oktober 2021 / 09:21 Uhr

Linda hat wieder Bock aufs Schmettern: DSC-Volleyballerin spielt stark auf

Linda hat wieder Bock aufs Schmettern: DSC-Volleyballerin spielt stark auf

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Linda Bock (l.) möchte wie beim Sieg gegen Aachen auch in Schwerin mit Jenna Gray und Maja Storck jubeln.
Linda Bock (l.) möchte wie beim Sieg gegen Aachen auch in Schwerin mit Jenna Gray und Maja Storck jubeln. © imago images
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Volleyballerin Linda Bock muss aktuell im Außenangriff aushelfen. Beim zweiten Gastspiel in Schwerin binnen zwei Wochen hofft die Libera vom Dresdner SC am Freitag auf viele Punkte.

Dresden. Im Frauen-Volleyball hierzulande ist das Ostderby zwischen Dresden und Schwerin der Klassiker schlechthin. Dieses Duell gibt es dieses Jahr binnen zwei Wochen gleich zum zweiten Mal. Den Supercup zwischen Pokalsieger und deutschem Meister gewannen die DSC-Damen kürzlich hauchdünn mit 3:2 in Schwerin. Bereits am Freitag (18.30 Uhr) kommt es an gleicher Stelle in der Palmberg-Arena zur Neuauflage in der Bundesliga.

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Bereitwillig in Dienst der Mannschaft gestellt

Dabei würden die Schützlinge von DSC-Trainer Alexander Waibl nur allzu gern wieder mit einem Sieg nach Hause fahren. Leider klebt den Elbestädterinnen aber weiter das Verletzungspech an den Schuhen. Beim Abschlusstraining traten bei Mittelblockerin Layne Van Buskirk muskuläre Rückenprobleme auf. Um sie zu schonen, bleibt die Kanadierin daheim. Außerdem fehlt auch Außenangreiferin Sina Stöckmann, die im Training umgeknickt ist und sich mit Verdacht auf Bänderriss im rechten Sprunggelenk in ärztliche Behandlung begeben musste.

„In der derzeitigen Situation ist es natürlich besonders bitter, da wir personell ohnehin schon recht knapp besetzt sind“, erklärte Waibl, der zumindest zur Unterstützung auf der Mitte VCO-Talent Lena Linke mit auf die Reise nahm. Die prekäre Situation im Außenangriff (vorher riss sich schon Jacqueline Quade das Kreuzband) konnte der Meister bislang durch den Wechsel von Libera Linda Bock in den Angriff hervorragend kompensieren.

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Die 21-Jährige, die im Sommer von Münster an die Elbe gewechselt war, hat sich bereitwillig in den Dienst der Mannschaft gestellt und überzeugte zuletzt gegen Aachen mit einer starken Leistung. Mit 20 Punkten avancierte die gebürtige Borkenerin zur Top-Scorerin in diesem Spiel und war damit maßgeblich am Sieg beteiligt, zumal sie natürlich auch viel Verantwortung in der Annahme übernimmt.

Linda Bock: "Ich habe richtig Spaß"

Sie selbst bleibt dennoch bescheiden: „Es gibt schon manche Elemente, da benötige ich Unterstützung.“ So ganz fremd sei ihr der Angriff aber nicht, wie sie erzählt. Schließlich habe sie in der Jugend auf dieser Position einmal angefangen. Ersten Kontakt zum Volleyball hatte sie mit neun Jahren, allerdings spielte sie damals auch noch liebend gern Fußball und Tennis. Vor allem mit ihren drei Cousins auf dem Bauernhof ihres Opas frönte sie dem Spiel mit dem runden Leder. „Ich bin jeden Tag nach der Schule dort gewesen, um zu spielen, habe die Tiere mit gefüttert und auch gelernt, wie man den Traktor fährt. So 50 Meter würde ich ihn auch heute noch bewegen können“, sagt sie lachend.

Besonders hatten es ihr immer die Pferde angetan. Deshalb lernte sie auch reiten. „Als ich mich dann aber auf den Sport konzentriert habe, ging das nicht mehr. Dann habe ich wirklich meine ganze Energie in den Volleyball gesteckt.“ Allerdings schaut sie auch jetzt bei jedem Besuch daheim am liebsten zuerst auf dem Bauernhof vorbei. „Ich liebe es, in der Natur zu sein“, schwärmt die 1,80 Meter große Athletin, bei der es dann schnell voranging. Schon mit 14 gab sie ihr Zweitliga-Debüt, wenig später wechselte sie auf die Libero-Position. Als sie 2018 zum Erstligisten Münster kam, musste sie dann aber auch schon auf Außen aushelfen.

Und jetzt beim DSC macht ihr das Schmettern erneut Freude: „Ich habe richtig Spaß dabei und werfe alles rein, was ich habe“, meint sie. „Nur im Block habe ich es noch schwer, das Spiel jetzt vorn am Netz zu lesen. Als Libero betrachtet man es ja von etwas weiter hinten im Feld“, erläutert sie. Vor der zweiten Partie gegen Schwerin betont Linda Bock, deren Freund Paul Sens übrigens auf Seiten des SSC als Co-Trainer auf der Bank sitzt, dass alles wieder bei Null losgeht. „Wir müssen vor allem an unserer Konstanz arbeiten“, weiß sie und hofft auf einen nächsten Sieg in Schwerin.