18. März 2020 / 10:59 Uhr

Politiker Gysi über Union Berlin: Konnte als Anwalt von ihnen leben

Politiker Gysi über Union Berlin: Konnte als Anwalt von ihnen leben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rechtsanwalt Gregor Gysi sitzt als Anwalt der Nebenkläger im August 2019 in einem Gerichtssaal im Landgericht beim Prozess um eine tödliche Messerattacke gegen einen Fussball-Fan. Der 29-jährige Angeklagte soll einen Fan des 1. FC Union Berlin erstochen haben.
Rechtsanwalt Gregor Gysi sitzt als Anwalt der Nebenkläger im August 2019 in einem Gerichtssaal im Landgericht beim Prozess um eine tödliche Messerattacke gegen einen Fussball-Fan. Der 29-jährige Angeklagte soll einen Fan des 1. FC Union Berlin erstochen haben. © Paul Zinken/dpa
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Rechtsanwalt Gregor Gysi vertritt regelmäßig Mandanten aus dem Umfeld des 1. FC Union Berlin. 

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Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi, ist nicht nur des Fußballs wegen glühender Fan des Bundesligisten 1. FC Union Berlin. "Union hat mir damals auch beruflich geholfen. Ich konnte als Anwalt von Union leben, weil sie mir regelmäßig neue Mandanten beschert haben", sagte er in einem Interview mit dem Sportportal Spox.

"Wenn ich mit ihnen zu tun hatte, konnte ich ihre unvergleichliche Bindung zu Union spüren. Ich habe dem Gericht dann immer erklärt, dass sie einfach eine so große Leidenschaft haben und man da eben leicht mal durchdreht, gerade wenn man jung ist", sagte Gysi. In der Regel habe er die Mandanten dann immer relativ schnell wieder rausbekommen.

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Doch auch spielerisch war der Politiker schon immer begeistert von den Eisernen. "Ich habe mich auch in den Club verliebt, weil er zwar nie ganz vorne gelandet ist, aber mit so einer komischen Art Fußball spielte. Und Union war der frechste Club in der DDR", sagte der 72-Jährige, der vor allem von den Anhängern des Aufsteigers schwärmt. "Bei Union würde auch kein Fan abspringen, selbst wenn wir in der achten Liga spielen würden. Es würde bei Union auch keine Pfiffe gegen die eigene Mannschaft geben. Und man könnte niemals Union von der Alten Försterei in ein anderes Stadion verpflanzen."

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